Max Benz

Geschäftsführer und Gründer

Max Benz hat einen Master of Science-Abschluss in Betriebswirtschaftslehre von der Technischen Universität Dresden und ist Gründer von geschaeftskonto.io, einer Marke der LBC Finance UG. Er hat schon einige Unternehmen gegründet und Geschäftskonten eröffnet. Sein Wissen darüber teilt er auf geschaeftskonto.io.
Testbericht

Qonto Geschäftskonto Test 2026: Kosten, Tarife, Erfahrungen

Qonto kostet zwischen 0 Euro und 249 Euro im Monat, je nach Tarif und Zahlweise. Das Konto richtet sich an Freiberufler, Einzelunternehmer und Unternehmen jeder Größe. Seit April 2026 gibt es mit Qonto Starter sogar eine dauerhaft kostenlose Variante für Solo-Selbstständige. Wer eine deutsche IBAN, eine unkomplizierte App und Anbindungen an DATEV, Lexware Office oder sevDesk sucht, bekommt bei Qonto ein digitales Geschäftskonto, das in wenigen Minuten eröffnet ist. Ob sich das im Alltag wirklich lohnt, hängt vom Buchungsvolumen und der Rechtsform ab. Genau das klären wir in diesem Test, zusammen mit allen sieben Tarifen im Detail.

Werbehinweis: Links mit * sind Partnerlinks. Eröffnest du darüber ein Konto, erhalten wir eine Provision. Auf Reihenfolge und Note hat das keinen Einfluss, so testen wir.

4,1von 574 Punkte im Raster
bestes Konto: Basic
QontoZahlungsinstitut
Kosten und Buchungen3,5
Buchhaltung5,0
Karten5,0
Banking-App5,0
Rechtsformen5,0
Bargeld0,0
Support5,0
Sicherheit5,0
ab 0 € (Starter)Deutsche IBANDATEV ab Basicohne SCHUFA

Qonto im Überblick: Was ist das Geschäftskonto?

Qonto ist ein Fintech-Unternehmen aus Paris. Gegründet wurde es 2016 von Alexandre Prot und Steve Anavi, spezialisiert ausschließlich auf Geschäftskonten für Selbstständige, Freiberufler und Unternehmen. Laut Qonto nutzen mehr als 350.000 Geschäftskunden das Konto. Anders als klassische Filialbanken arbeitet Qonto komplett digital: Kontoeröffnung, Kartenverwaltung, Buchhaltung und Kundensupport laufen über die Web-App oder die mobile App.

Screenshot der offiziellen Qonto Startseite

Wichtig für deutsche Nutzer: Obwohl Qonto als Zahlungsinstitut über eine französische Zulassung reguliert wird, erhalten deutsche Kunden standardmäßig eine deutsche IBAN. Alternativ lässt sich auch eine französische, spanische oder italienische IBAN wählen. Ein klassisches Bankkonto mit eigener Volllizenz ist das nicht. Qonto ist stattdessen ein reguliertes Zahlungskonto, das Kundengelder getrennt vom Firmenvermögen verwahrt. Wie sich das von einem Anbieter mit Banklizenz unterscheidet, zeigt unser Revolut-Geschäftskonto im Test.

Qonto Tarife und Preise 2026 im Überblick

Qonto bietet inzwischen sieben Tarife an: die dauerhaft kostenlose Variante Starter sowie sechs kostenpflichtige Stufen von Basic bis Enterprise. Die monatlichen Kosten reichen damit von 0 Euro bis 249 Euro, abhängig von Tarif und Zahlweise. Bei jährlicher Zahlung sinkt der monatliche Preis in jedem Tarif um etwa 13 bis 22 Prozent gegenüber der monatlichen Zahlweise. Alle Preise unten hat die Redaktion am 24.10.2026 direkt gegen die offizielle Qonto-Preisseite geprüft.

Gebührenradar · Qonto
  • Starter: Deutsche IBAN neu gefasst
  • Starter: Anzahl der Nutzer im Online-Banking neu gefasst
  • Starter: Anzahl der Unterkonten neu gefasst

Wöchentlicher Abgleich mit den Preisverzeichnissen der Anbieter.

Balkendiagramm: Qonto Tarife und Preise 2026 im Überblick
Tarif Preis pro Monat (jährlich) Preis pro Monat (monatlich) Kostenlose Buchungen Physische Karten
Starter 0 € 0 € 5 0 (5 € je Karte)
Basic 9 € 11 € 30 1
Smart 19 € 23 € 100 2
Premium 39 € 45 € 200 2
Essential 49 € 59 € 250 5
Business 109 € 139 € 500 10
Enterprise 199 € 249 € 10.000 30

Alle Angaben verstehen sich netto, also ohne Mehrwertsteuer. Wer die inkludierten Buchungen überschreitet, zahlt je nach Tarif zwischen 0,10 Euro und 0,20 Euro pro zusätzlicher Transaktion, wobei die höheren Tarife tendenziell die günstigeren Zusatzgebühren haben. Virtuelle Karten sind in den meisten Tarifen zusätzlich verfügbar, in der Regel für rund 1 bis 2 Euro pro Karte und Monat. Ab dem Smart-Tarif zahlt Qonto zudem für die ersten drei Monate eine Guthabenverzinsung von 4,91 bis 5,21 Prozent pro Jahr auf die erste Einlage, danach dauerhaft 1,91 bis 2,21 Prozent für GmbH und UG, laut aktueller Qonto-Preisseite.

Qonto Starter: das kostenlose Konto seit April 2026

Seit April 2026 bietet Qonto mit Starter erstmals ein dauerhaft gebührenfreies Geschäftskonto an, ganz ohne Vertragsbindung und ohne Grundgebühr. Der Tarif richtet sich ausschließlich an Freiberufler und Einzelunternehmer. Andere Rechtsformen wie GmbH oder UG können ihn laut Qonto nicht nutzen. Enthalten sind eine deutsche IBAN, eine virtuelle Karte, gesetzeskonforme E-Rechnungen direkt in der App sowie die Anbindung an DATEV und Lexware Office. Eine weitere Option ohne Grundgebühr für Freiberufler beschreibt unser Kontist-Geschäftskonto im Test.

Fünf Buchungen pro Monat sind kostenlos, jede weitere kostet 0,20 Euro. Für Einzelunternehmer mit geringem Buchungsvolumen, etwa Freiberufler mit wenigen Rechnungen im Monat, ist das eine ernsthafte Alternative zu den bisher günstigsten Angeboten am Markt. Wer regelmäßig mehr als etwa 15 bis 20 Buchungen im Monat hat, fährt durch die Zusatzgebühren rechnerisch oft günstiger mit dem Qonto Basic-Tarif für 9 Euro und dessen 30 inkludierten Buchungen.

Die Qonto-Tarife im Detail

Jeder Qonto-Tarif baut auf dem vorherigen auf und erhöht Buchungskontingent, Kartenanzahl und Unterkonten. Eine ausführliche Einzelbesprechung von Basic gibt es separat in unserem Test zu Qonto Basic. Die übrigen sechs Tarife unterscheiden sich vor allem im Buchungskontingent, in der Kartenanzahl und in den Buchhaltungsfunktionen.

Qonto Smart: der meistgewählte Tarif

Qonto bewirbt Smart selbst als Bestseller, und das Kontingent erklärt auch warum: 100 beleglose Buchungen reichen für die meisten kleinen Teams, dazu kommen 1 Unterkonto, 2 physische und 50 virtuelle Karten sowie Lesezugriff für die Steuerberatung. Technisch markiert Smart den Sprung auf die erweiterte DATEV-Anbindung per RZ-Bankinfo. Der Monatspreis liegt bei 19 Euro (jährliche Zahlung). Wer erstmals ein Unterkonto für Rücklagen oder Steuern braucht, findet hier den günstigsten Einstieg dafür.

Qonto Premium: mehr Limits und günstigere Auslandszahlungen

Wer regelmäßig international zahlt, profitiert bei Premium am meisten: Der Auslandsdevisenkurs sinkt auf 0,56 Prozent, dazu kommen Priority-Support und ein Abo-Tracking für wiederkehrende Ausgaben. Das Kontingent wächst gegenüber Smart auf 200 Buchungen, 4 Unterkonten sowie 2 physische, 50 virtuelle und 50 Instant-Karten, der Monatspreis liegt bei 39 Euro (jährlich).

Qonto Essential: Einstieg für kleine Teams

Ab hier richtet sich Qonto an echte Teams statt Einzelpersonen: unbegrenzte Teammitglieder mit individuellen Rollen, Spesenabrechnungen und Budget-Tracking pro Karte kommen neu hinzu, dazu die vollständige Verwaltung von Kunden- und Lieferantenrechnungen. Essential ist mit 49 Euro im Monat (jährlich) der günstigste der drei Team-Tarife und deckt 250 Buchungen, 9 Unterkonten und 5 physische Karten ab.

Qonto Business: automatisierte Buchhaltung für wachsende Teams

Der Unterschied zu Essential liegt weniger im Preis (109 Euro im Monat, jährlich) als in der Automatisierungstiefe: Transaktionen synchronisieren sich automatisch mit Buchhaltungstools, Lieferantenrechnungen lassen sich aus externen Tools importieren und direkt bezahlen, ein erweitertes Finanz-Dashboard und EBICS-Unterstützung für die Zahlungsinitiierung kommen hinzu. Das Kontingent steigt auf 500 Buchungen, 29 Unterkonten und 10 physische Karten.

Qonto Enterprise: maximale Limits für große Teams

Für Unternehmen mit hohem Zahlungsvolumen bleibt am Ende nur noch Enterprise: 10.000 Buchungen, 99 Unterkonten und 30 physische Karten lassen kaum eine Obergrenze spürbar werden, dazu die vollständige Cashflow-Management-Suite mit Prognosen, Szenarien und automatisierten Regeln für Cash- und Steuerverwaltung. Mit 199 Euro im Monat (jährlich) ist das zugleich der teuerste Tarif im Portfolio.

App und Alltag: Wie gut funktioniert Qonto im Betrieb?

Qonto läuft als Web-App im Browser und als mobile App für iOS und Android. In den App Stores schneidet die App gut, aber nicht einheitlich ab: Laut dem unabhängigen Vergleich von Für-Gründer.de liegt die iOS-App bei 4,7 von 5 Sternen, die Android-App bei 4,4 von 5 Sternen (Stand Oktober 2026). Zur täglichen Bedienung gehören digitale Kartensperrung, Echtzeit-Transaktionsbenachrichtigungen und ein Chat-Bubble direkt im Webinterface für schnellen Support-Kontakt.

Seit 2026 integriert Qonto zudem einen eigenen KI-Agenten sowie eine Anbindung an das Claude-MCP-Protokoll, verfügbar bereits im kostenlosen Starter-Tarif. Laut Qonto automatisiert das wiederkehrende Aufgaben wie Belegabgleich und Zahlungsvorbereitung. Wie sich das in der Praxis schlägt, lässt sich aus den öffentlichen Produktseiten allein nicht abschließend bewerten, weshalb wir diesen Punkt hier bewusst zurückhaltend einordnen.

Buchhaltung und DATEV-Anbindung

Alle Qonto-Tarife, auch Starter, synchronisieren Kontodaten mit DATEV und Lexware Office. Der Umfang der DATEV-Anbindung unterscheidet sich aber je Tarif: Im Starter- und Basic-Tarif läuft die Anbindung per PIN/TAN-Verfahren an DATEV Unternehmen online. Ab dem Smart-Tarif kommen zusätzlich der DATEV-Bankdatenservice per RZ-Bankinfo (DATEV-Sammelverfahren), der DATEV-Belegbilderservice und der DATEV-Rechnungsdatenservice 1.0 hinzu, die Kontoumsätze, Belege und strukturierte Belegdaten direkt übermitteln. Ergänzend bietet Qonto in allen Tarifen gesetzeskonforme E-Rechnungsstellung, digitale Belegverwaltung mit automatischer Zuordnung zu Transaktionen sowie eine API-Anbindung an weitere Tools wie Stripe und Google Drive.

Bargeld und Karten bei Qonto

Qonto stellt ausschließlich Debitkarten aus, auf Mastercard-Basis als One Card, Plus Card oder Metal-X-Card. Physische Karten sind je nach Tarif von 1 (Starter, Basic) bis 30 (Enterprise) enthalten, virtuelle Karten von 1 bis zu unbegrenzt ab dem Business-Tarif. Mit den Karten lässt sich über Apple Pay und Google Pay bezahlen. Bargeld lässt sich bei Qonto grundsätzlich nicht einzahlen. Abhebungen sind in jedem Tarif möglich, kosten aber 1 Euro pro Abhebung mit der One Card, bei einem Limit von 1.000 Euro pro Einzelabhebung.

Screenshot der Qonto Trust-Seite mit Zertifizierungen und Kundenzufriedenheit

Ist Qonto sicher? Regulierung und Einlagensicherung

Qonto SA, Zahlungsinstitut mit ACPR-Lizenz (Frankreich). Kundengelder liegen getrennt bei Partnerbanken (Crédit Mutuel Arkéa, Société Générale, Natixis, Rothschild Martin Maurel) oder in Geldmarktfonds; laut Qonto gilt bei den Partnerbanken die französische Einlagensicherung bis 100.000 € je Bank. Quelle: qonto.com, geprüft 06.10.2026

Qonto arbeitet als Zahlungsinstitut nach EU-Recht und unterliegt der Aufsicht der ACPR, der französischen Bankenaufsichtsbehörde. Kundengelder werden dabei nicht im eigenen Namen verwahrt, sondern getrennt bei Partnerbanken wie Crédit Mutuel Arkéa geführt oder in Geldmarktfonds angelegt. Für Guthaben bei den Partnerbanken gilt laut Qonto die französische Einlagensicherung (FGDR) bis 100.000 Euro je Bank und Kunde.

Zusätzlich zur regulatorischen Absicherung lässt Qonto seine Softwarequalität seit 2022 regelmäßig durch den TÜV SÜD zertifizieren und ist seit 2023 offizieller DATEV-Marktplatzpartner. Für die Kontosicherheit im Alltag setzt Qonto auf 3-D-Secure-Verifizierung bei Kartenzahlungen, SMS-TAN-Bestätigung und eine sofortige Kartensperrung direkt in der App. Nach außen sichtbar wird das Vertrauen auch in Bewertungsportalen: Auf Trustpilot liegt Qonto bei 4,7 von 5 Sternen aus 60.567 Bewertungen (Stand 24.10.2026, direkt bei Trustpilot abgerufen). Ein unabhängiger Vergleichsanbieter nennt für denselben Zeitraum einen leicht abweichenden Wert von 4,8 von 5 Sternen bei rund 56.700 Bewertungen, vermutlich durch einen früheren Abfragezeitpunkt bedingt.

Vorteile und Nachteile von Qonto

Kein Geschäftskonto ist für jeden Anwendungsfall perfekt, deshalb lohnt sich ein nüchterner Blick auf beide Seiten. Mehr dazu im Ratgeber Wallester Geschäftskonto.

Vorteile:

  • Kontoeröffnung vollständig online in wenigen Minuten, ohne SCHUFA-Prüfung
  • Seit April 2026 mit Qonto Starter ein dauerhaft kostenloses Konto für Freiberufler verfügbar
  • Deutsche IBAN trotz französischer Regulierung wählbar
  • Integrierte Buchhaltungsfunktionen mit direkter Anbindung an DATEV, Lexware Office und sevDesk, gestaffelt nach Tarif
  • Einlagensicherung bis 100.000 Euro je Partnerbank (laut Qonto)
  • Flexible Kartenverwaltung mit virtuellen und physischen Karten, individuellen Limits und sofortiger Sperrfunktion
  • Hohe Nutzerbewertungen (4,7 Sterne auf Trustpilot, 4,7 im App Store, 4,4 im Play Store)

Nachteile:

  • Keine Bargeldeinzahlungen möglich, Bargeldabhebungen sind kostenpflichtig
  • Dispositionskredit erst neu im Angebot, Limit und Zinssatz nach individueller Prüfung
  • Ausschließlich Debitkarten, keine Kreditkarten im Angebot
  • Keine Filialen, Beratung nur per E-Mail, Chat oder Telefon
  • Vereinzelte Nutzerstimmen, etwa in Foren wie Reddit, beschreiben den Support bei komplexeren Anliegen als träge, was im Widerspruch zu den insgesamt hohen Durchschnittsbewertungen steht und bei der Kontoauswahl mitbedacht werden sollte
  • Bestimmte Rechtsformen wie Limited, Partnerschaftsgesellschaften oder eingetragene Genossenschaften werden nicht unterstützt

Für wen lohnt sich Qonto? Empfehlung nach Unternehmenstyp und Buchungsvolumen

Die passende Tarifwahl hängt weniger von der Unternehmensgröße allein ab als vom tatsächlichen monatlichen Buchungsvolumen. Diese Übersicht ordnet beide Faktoren zusammen:

Entscheidungshilfe: Welcher Qonto Tarif passt zu welchem Unternehmenstyp
Unternehmenstyp Typisches Buchungsvolumen Empfohlener Tarif
Freiberufler mit wenigen Rechnungen bis 5 Buchungen/Monat Qonto Starter (kostenlos)
Freiberufler und Einzelunternehmer 5 bis 30 Buchungen/Monat Qonto Basic
Kleines Team, wachsende Selbstständigkeit 30 bis 100 Buchungen/Monat Qonto Smart oder Premium
KMU mit mehreren Mitarbeitenden 100 bis 500 Buchungen/Monat Qonto Essential oder Business
Größeres Unternehmen mit hohem Zahlungsvolumen über 500 Buchungen/Monat Qonto Enterprise

Für Freiberufler mit sehr geringem Buchungsaufkommen ist Qonto Starter seit 2026 die naheliegende erste Wahl, weil keine Fixkosten anfallen. Sobald das Buchungsvolumen regelmäßig über die inkludierte Menge steigt, lohnt sich meist schon rechnerisch der nächsthöhere Tarif. Der Grund: Die Grundgebühr wird durch niedrigere Zusatzgebühren pro Buchung kompensiert. GmbHs und größere Teams profitieren zusätzlich von den höheren Kartenkontingenten und Unterkonten der Essential- und Business-Tarife, etwa um Budgets pro Abteilung oder Projekt zu trennen.

Was kostet Qonto im Jahr? Drei Beispielrechnungen

Wie teuer Qonto wirklich wird, hängt stark vom Buchungsvolumen ab. Drei Beispiele mit jährlicher Zahlweise zeigen den Unterschied:

  • Freiberufler mit wenigen Rechnungen (ca. 4 Buchungen/Monat): Qonto Starter kostet dauerhaft 0 Euro im Jahr, solange die 5 kostenlosen Buchungen pro Monat nicht überschritten werden.
  • Einzelunternehmer mit wachsendem Geschäft (ca. 80 Buchungen/Monat, 1 bis 2 Karten): Im Basic-Tarif (108 Euro Grundgebühr im Jahr) fallen für die 50 Buchungen über dem Kontingent von 30 zusätzlich rund 120 Euro im Jahr an (0,20 Euro pro Buchung), insgesamt also etwa 228 Euro. Der Smart-Tarif kostet bei gleichem Volumen pauschal 228 Euro im Jahr und deckt die 80 Buchungen bereits im Kontingent von 100 ab. Ab etwa 80 Buchungen im Monat lohnt sich rechnerisch bereits der Wechsel zu Smart.
  • Kleines Team mit 5 Mitarbeitenden (ca. 300 Buchungen/Monat, DATEV-Pflicht): Essential kostet 588 Euro Grundgebühr im Jahr, zuzüglich rund 90 Euro für die 50 Buchungen über dem Kontingent von 250, insgesamt etwa 678 Euro im Jahr. Business kostet pauschal 1.308 Euro im Jahr, lohnt sich bei diesem Volumen also nur, wenn mehr als 500 Buchungen im Monat anfallen oder der dedizierte Support und EBICS-Zugang den Aufpreis rechtfertigen.
Balkendiagramm: Qonto Jahreskosten für drei Nutzungsprofile 2026

Alle drei Beispiele basieren auf den am 24.10.2026 direkt auf qonto.com/de/pricing verifizierten Jahrespreisen und Freikontingenten; die tatsächlichen Kosten können je nach Zahlungsverhalten und genutzten Zusatzfunktionen abweichen.

Was Qonto nicht kann: Grenzen und Einschränkungen

So umfangreich das Funktionsangebot ist, es gibt klare Grenzen, die vor der Kontoeröffnung bekannt sein sollten:

  • Bargeld lässt sich bei Qonto grundsätzlich nicht einzahlen, nur kostenpflichtig abheben
  • Einen Dispositionskredit bietet Qonto erst seit Kurzem und nur nach individueller Prüfung, weitere Finanzierungslösungen laufen über separate Produkte
  • Qonto stellt ausschließlich Debitkarten aus, wer eine echte Kreditkarte mit Kreditrahmen benötigt, muss auf einen anderen Anbieter oder eine Zusatzkarte ausweichen
  • Der Kundensupport läuft über E-Mail, Chat und Telefon, eine Filiale vor Ort gibt es nicht
  • Bestimmte Rechtsformen wie Limited, Partnerschaftsgesellschaften und eingetragene Genossenschaften können kein Konto eröffnen
  • Einige Branchen sind von der Kontoeröffnung ausgeschlossen, darunter unter anderem Glücksspiel, Kryptowährungen, Waffenhandel und unlizenzierte Zahlungsdienstleistungen

Für Unternehmen, die viel Bargeld verarbeiten oder auf eine Kreditlinie angewiesen sind, ist Qonto entsprechend nicht die richtige Wahl.

Alternativen zu Qonto

Wer nach dem Lesen dieses Tests unsicher ist, ob Qonto die richtige Wahl ist, findet am Markt einige vergleichbare digitale Geschäftskonten. Direkte Gegenüberstellungen mit den wichtigsten Alternativen gibt es in unseren Beiträgen Qonto vs Revolut, N26 vs Qonto, Qonto vs TARGOBANK und Holvi vs Qonto.

  • N26 Business, app-first mit einfacher Bedienung, ebenfalls ohne Bargeldeinzahlung
  • Revolut Business, mit litauischer IBAN und breitem Funktionsumfang
  • Holvi und Penta als weitere auf kleine Unternehmen spezialisierte Anbieter
  • TARGOBANK Business als Beispiel für ein digitales Konto mit klassischerem Bankhintergrund

Eine ausführliche Gegenüberstellung mit allen Vor- und Nachteilen der wichtigsten Alternativen findest du in unserem separaten Beitrag zu den besten Qonto-Alternativen.

Qonto Geschäftskonto eröffnen: So funktioniert's

Die Kontoeröffnung bei Qonto läuft vollständig digital und ist in aller Regel innerhalb weniger Minuten abgeschlossen, ganz ohne SCHUFA-Prüfung:

  1. Rechtsform und Tarif in der Qonto-App oder auf der Website auswählen.
  2. Persönliche Daten sowie Unternehmensdaten angeben (bei GmbH und UG zusätzlich den Handelsregisterauszug).
  3. Identität per Video-Ident oder Ausweisfoto direkt in der App verifizieren.
  4. Ersteinzahlung zur Bestätigung des Kontos vornehmen.
  5. Nach erfolgreicher Prüfung ist die deutsche IBAN sofort nutzbar, die physische Karte folgt per Post.

Als Nachweise werden in der Regel ein gültiger Ausweis oder Reisepass sowie ein aktueller Adressnachweis benötigt, bei Kapitalgesellschaften zusätzlich der Handelsregisterauszug. Wer von einer anderen Bank zu Qonto wechselt, kann laut Qonto den kostenlosen Kontowechselservice in Partnerschaft mit fino.digital nutzen: Zahlungspartner und wiederkehrende Lastschriften werden dabei automatisch vom alten Konto erkannt und auf das neue Qonto-Konto übertragen.

Kontakt und Support bei Qonto

Qonto bietet Support über drei Kanäle: per E-Mail an support@qonto.com, per Chat über die Sprechblase im Webinterface beziehungsweise über "Menü" > "Kontaktiere uns" in der App, und per Telefon. Laut dem offiziellen Qonto-Hilfecenter ist die deutsche Support-Hotline (+49 30 3080 7738) von Montag bis Freitag zwischen 9 und 19 Uhr besetzt. Ab dem Premium-Tarif erhalten Kunden zusätzlich Priority-Support, ab Business einen dedizierten Ansprechpartner samt Onboarding-Begleitung. Eine Filiale oder persönliche Beratung vor Ort gibt es bei Qonto nicht.

Fazit: Lohnt sich Qonto als Geschäftskonto?

Die Testredaktion zieht nach allen sieben Tarifen ein differenziertes Fazit: Qonto überzeugt dort, wo Buchungsvolumen und Tarif zueinander passen, nicht pauschal für jeden Anwendungsfall. Entscheidend sind am Ende drei Fragen, die dieser Test beantwortet hat: Wie viele Buchungen fallen im Monat tatsächlich an (Tarifübersicht und Jahreskosten-Rechnung weiter oben), wird DATEV mit vollem Funktionsumfang benötigt (ab Smart), und ist der Verzicht auf Bargeldeinzahlung und Kreditkarte im Geschäftsalltag verkraftbar. Wer diese drei Fragen für sich beantworten kann, findet in der obigen Tarifübersicht und den drei Jahreskosten-Beispielen den passenden Einstiegspunkt.

Häufig gestellte Fragen zu Qonto

Was kostet Qonto im Monat?

Qonto kostet zwischen 0 Euro (Starter-Tarif) und 199 Euro pro Monat bei jährlicher Zahlung, je nach gewähltem Tarif. Die monatliche Zahlweise liegt in jedem Tarif etwa 15 bis 28 Prozent über dem Jahrespreis.

Ist Qonto sicher?

Ja. Qonto unterliegt der Aufsicht der französischen ACPR, verwahrt Kundengelder getrennt bei Partnerbanken, für die laut Qonto die Einlagensicherung bis 100.000 Euro je Bank gilt, und lässt seine Software seit 2022 regelmäßig vom TÜV SÜD zertifizieren.

Bekommt man bei Qonto eine deutsche IBAN?

Ja, deutsche Kunden erhalten standardmäßig eine deutsche IBAN, können sich alternativ aber auch für eine französische, spanische oder italienische IBAN entscheiden.

Für wen lohnt sich Qonto am meisten?

Freiberufler mit sehr wenigen Buchungen profitieren am stärksten vom kostenlosen Starter-Tarif, während Teams mit höherem Buchungsvolumen und Kartenbedarf in den Essential- oder Business-Tarifen die beste Kosten-Leistungs-Balance finden.

Kann man bei Qonto Bargeld einzahlen?

Nein, Bargeldeinzahlungen sind bei Qonto grundsätzlich nicht möglich. Abhebungen sind je nach Tarif kostenpflichtig möglich.

Unterscheidet sich die DATEV-Anbindung zwischen den Tarifen?

Ja. Starter und Basic bieten die DATEV-Anbindung per PIN/TAN-Verfahren. Ab Smart kommen zusätzlich der DATEV-Bankdatenservice per RZ-Bankinfo, der Belegbilderservice und der Rechnungsdatenservice 1.0 hinzu, die Kontoumsätze und Belege direkt an die Kanzlei übermitteln.

Alle 7 Tarife von Qonto aus unserer Datenbank
TarifGrundgebührBuchungenUnterkontenNutzerNote
Starter0 €5 inkl., dann 0,20 €NeinJanoch keine
Basic11 €30 inkl., dann 0,20 €NeinJa4,1
Smart23 €100 inkl., dann 0,20 €Ja24,1
Premium45 €200 inkl., dann 0,10 €424,1
Essential59 €250 inkl., dann 0,15 €9Unbegrenzt4,1
Business139 €500 inkl., dann 0,15 €29Unbegrenzt4,1
Enterprise249 €10000 inkl., dann 0,10 €99Unbegrenzt4,1

Monatliche Zahlweise, laut Preisverzeichnis des Anbieters, zuletzt geprüft am 01.11.2026.

Direktvergleiche mit Qonto

Geschrieben von Max Benz. Konditionen laut Anbieter, zuletzt geprüft am 01.11.2026. So testen wir.

4 Gedanken zu „Qonto Geschäftskonto Test 2026: Kosten, Tarife, Erfahrungen“

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