Max Benz

Geschäftsführer und Gründer

Max Benz hat einen Master of Science-Abschluss in Betriebswirtschaftslehre von der Technischen Universität Dresden und ist Gründer von geschaeftskonto.io, einer Marke der LBC FInance UG. Er hat schon einige Unternehmen gegründet und Geschäftskonten eröffnet. Sein Wissen darüber teilt er auf geschaeftskonto.io.

FastBill Test 2026: Erfahrungen, Preise und Funktionen

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Max Benz

Gründer von geschaeftskonto.io

FastBill ist spezialisierte Rechnungssoftware mit starkem Invoicing-Fokus – 70.000+ Kunden, über 10 Jahre am Markt und OMR Leader Badge 2026. Die Preise starten bei 9 €/Monat (Solo) im Jahresabo. Die Software eignet sich vor allem für Freelancer und Einzelunternehmer, die professionelle Rechnungen schreiben und ihren Steuerberater per DATEV-Export einbinden wollen – ohne selbst tiefe Buchhaltungskenntnisse zu benötigen. Wer dagegen eine vollständige EÜR selbst erstellen will, stößt bei FastBill schnell an Grenzen: Diese Funktion ist erst im Premium-Tarif (ab 53 €/Monat) verfügbar.

In diesem Test erfährst du, was FastBill kann, was es kostet, wo es stark ist – und für wen eine Alternative besser passt.

Auf einen Blick:

  • Preis ab: 9 €/Monat (Solo, Jahresabo) bzw. 10 €/Monat (monatlich)
  • 14 Tage kostenlos testen (Pro-Version, keine Kreditkarte nötig)
  • 70.000+ Kunden in Deutschland, Österreich und der Schweiz
  • Testnote: 2,2 gut (experte.de), OMR Leader 2026
  • E-Rechnung (ZUGFeRD, XRechnung) und DATEV-Export in allen Tarifen
  • Daten ausschließlich auf deutschen Servern (GoBD-konform)

Was ist FastBill?

FastBill ist eine cloudbasierte Rechnungs- und Buchhaltungssoftware der FastBill GmbH mit Sitz in Frankfurt am Main. Das Unternehmen wurde vor über 10 Jahren gegründet und zählt heute mehr als 70.000 Kunden im deutschsprachigen Raum. Damit gehört FastBill zu den etablierten Anbietern im Segment der Buchhaltungssoftware für Selbstständige und Kleinunternehmen.

Das Kernversprechen: professionelle Rechnungen ohne Buchhaltungswissen. FastBill führt durch Angebotserstellung, Rechnungsversand, Belegverwaltung und Umsatzsteuervoranmeldung – mit dem klaren Fokus auf schnelle, gesetzeskonforme Rechnungsstellung. Der Steuerberater wird über DATEV-Export und separaten Steuerberater-Zugang eingebunden.

FastBill läuft vollständig im Browser. Apps für iOS und Android sind verfügbar. Alle Daten werden ausschließlich auf deutschen Servern gespeichert – ein Vorteil für Nutzer mit hohen DSGVO-Anforderungen.

FastBill Startseite – Rechnungssoftware für Freelancer und Selbstständige
FastBill Startseite (Quelle: fastbill.com)

FastBill Preise und Tarife 2026

FastBill bietet vier Tarifstufen – von 9 €/Monat (Solo, Jahresabo) bis 53 €/Monat (Premium, Jahresabo). Die Preise gelten bei jährlicher Abrechnung; monatliche Kündigung ist teurer. Alle Tarife lassen sich 14 Tage kostenlos testen.

TarifMonatlichJährlichBesonderheit
Solo10 €9 €1 Nutzer, 1 Bankkonto, DATEV-Export, E-Rechnung
Plus15 €14 €5 Bankkonten, unbegrenzte Templates, Fremdwährungen
Pro30 €27 €3 Nutzer, DATEV-Integration (RDS 1.0), Kundenportal
Premium59 €53 €5 Nutzer, EÜR, automatische Bankabstimmung, Premium-Support
FastBill Tarife im Überblick: Solo, Plus, Pro und Premium mit Preisangaben
FastBill Preisübersicht mit allen vier Tarifen (Quelle: fastbill.com/preise)

Der Solo-Tarif (9 €/Monat jährlich) deckt die wichtigsten Funktionen für Einzelunternehmer ab: unbegrenzte Rechnungen, E-Rechnungen (ZUGFeRD, XRechnung), DATEV-Export und ein Bankkonto. Für Freelancer mit überschaubaren Vorgängen und eigenem Steuerberater ist das ausreichend.

Der Plus-Tarif (14 €/Monat jährlich) bringt bis zu fünf Bankkonten, unbegrenzte Rechnungsvorlagen und Fremdwährungsunterstützung. Sinnvoll für Selbstständige mit mehreren Projekten oder internationalen Kunden.

Der Pro-Tarif (27 €/Monat jährlich) ist der erste Teamtarif: drei Nutzer inklusive, DATEV-Integration (Rechnungsdatenservice 1.0) für direkten Steuerberater-Datenaustausch und ein Kundenportal für Online-Zahlungen. Zusätzliche Nutzer kosten 5 €/Monat pro Person.

Wichtig: Die EÜR (Einnahmen-Überschuss-Rechnung) ist erst im Premium-Tarif (53 €/Monat jährlich) enthalten. Wer seine Steuererklärung ohne Steuerberater erstellen will, muss zwingend den teuersten Tarif wählen oder auf eine Alternative ausweichen.

FastBill im Test: Funktionen und Bedienung

Rechnungen erstellen

Rechnungsstellung ist FastBills größte Stärke – experte.de bewertet diese Funktion mit Note 1,3 (sehr gut) und hebt die „exzellenten Rechnungsfunktionen“ hervor. Angebote, Rechnungen, Lieferscheine und Mahnungen lassen sich in einem durchgehenden Workflow erstellen, ohne Daten mehrfach einzutragen. Jeder Schritt baut auf dem vorherigen auf.

Die Rechnungsvorlagen sind vielfältig anpassbar – eigenes Logo, Farben, Schriftarten – ohne dass Branding von FastBill aufgedruckt wird. Wiederkehrende Rechnungen lassen sich automatisieren. Im Pro-Tarif kommt ein Kundenportal hinzu, über das Kunden Rechnungen direkt online bezahlen können.

E-Rechnungen nach ZUGFeRD- und XRechnung-Standard werden in allen Tarifen unterstützt. Das deckt die gesetzlichen Anforderungen für die ab 2025 eingeführte B2B-E-Rechnungspflicht in Deutschland vollständig ab. Mehr zur E-Rechnungspflicht erklärt unser Artikel zur E-Rechnung (E-Invoicing).

Belegverwaltung und Scan-App

Belege werden per Smartphone-App fotografiert oder als PDF/PNG hochgeladen. Die automatische Belegerkennung liest Betrag, Mehrwertsteuersatz und Lieferant aus. Die Scan-App ist bereits im Solo-Tarif für iOS und Android verfügbar – kein separates Upgrade nötig.

Im Premium-Tarif kommt automatischer Belegimport per E-Mail hinzu: Rechnungen, die an eine FastBill-Adresse weitergeleitet werden, landen automatisch in der Belegverwaltung und werden verarbeitet. Bis zu 30 automatisch verarbeitete Belege sind im Premium-Preis enthalten; weitere kosten extra.

Umsatzsteuervoranmeldung und ELSTER

Die Umsatzsteuervoranmeldung lässt sich direkt aus FastBill ans Finanzamt übermitteln – ohne separates ELSTER-Zertifikat. Das ist bereits im Solo-Tarif enthalten und vereinfacht den monatlichen oder vierteljährlichen Abschluss erheblich.

Die EÜR ist allerdings erst im Premium-Tarif verfügbar. Wer seine Jahressteuererklärung selbst erstellen möchte, ohne Steuerberater, muss für den teuersten Plan bezahlen. Für Nutzer, die ohnehin einen Steuerberater beauftragen, spielt das weniger eine Rolle: DATEV-Export steht in allen Tarifen zur Verfügung.

DATEV-Export und Steuerberater-Zugang

DATEV-Export ist in allen FastBill-Tarifen enthalten – bereits ab Solo (9 €/Monat). Das erzeugt kompatible Dateien für gängige DATEV-Programme und vereinfacht die Zusammenarbeit mit Kanzleien. In Deutschland arbeiten die meisten Steuerberater mit DATEV-Software. Was DATEV ist und wie das System funktioniert, erklären wir in unserem Artikel Was ist DATEV?.

Steuerberater können über einen separaten Login auf das FastBill-Konto zugreifen. Die Zugriffsrechte sind einstellbar. Im Pro-Tarif kommt die vollwertige DATEV-Integration (Rechnungsdatenservice 1.0) hinzu – der direkte Datenaustausch zwischen FastBill und DATEV-Software der Kanzlei, ohne manuelle Datei-Exporte.

Online-Banking und Bankanbindung

Der Solo-Tarif erlaubt die Anbindung eines Bankkontos. Ab Plus sind es fünf Konten, ab Pro unbegrenzt viele. Die Bankanbindung dient der automatischen Umsatzverarbeitung – Transaktionen werden importiert und Belegen zugeordnet.

Ein Unterschied zu sevDesk oder Lexware Office: FastBill bietet keine aktive Zahlungsauslösung oder vollständiges Online-Banking in der App. Die Bankverbindung ist primär für den Datenimport, nicht für das direkte Bezahlen gedacht. Für Freelancer mit wenigen monatlichen Buchungen ist das kein Problem; für Unternehmen mit hohem Transaktionsvolumen kann das ein Nachteil sein.

Einrichtung und Benutzerfreundlichkeit

FastBill ist schnell startklar: Wer das Onboarding durchläuft, kann innerhalb von 20–30 Minuten die erste Rechnung versenden. Die Oberfläche ist auf Rechnungsstellung optimiert – wer primär Rechnungen schreiben will, findet sich intuitiv zurecht.

experte.de bewertet Einrichtung und Bedienung mit Note 2,7 (befriedigend) – die schwächere Einzel-Kategorie im Test, die auf verbesserungswürdiges Interface-Design hinweist. Nutzer berichten, dass die Template-Anpassung umständlich ist und einige Menüpunkte nicht sofort auffindbar sind.

Die mobile App unterstützt Belegerfassung und Rechnungserstellung auf iOS und Android. Die App-Bewertungen sind solide, hinken der Desktop-Version aber bei einzelnen Funktionen hinterher. Für unterwegs ist sie ausreichend; als primäre Arbeitsoberfläche empfehlen die meisten Nutzer den Browser.

Der Kundensupport läuft per E-Mail (Mo–Fr, 9–17 Uhr). Telefon-Support ist nur im Premium-Tarif enthalten. Für Solo-Tarif-Nutzer bedeutet das: bei Fragen bleibt nur der E-Mail-Kontakt oder die umfangreiche Wissensdatenbank. Ein Live-Chat ist nicht verfügbar.

FastBill Erfahrungen und Kundenbewertungen

FastBill erreicht 3,4 Sterne auf Trustpilot (64 Bewertungen) und wurde 2026 von OMR Reviews mit dem Leader-Badge als bestes Rechnungsprogramm ausgezeichnet. In Fachredaktionstests: experte.de Note 2,2 (gut) mit Invoicing-Note 1,3 (sehr gut).

Bewertungsübersicht:

  • Trustpilot: 3,4 / 5 Sterne (64 Bewertungen)
  • OMR Reviews: Leader-Badge 2026 (bestes Rechnungsprogramm)
  • experte.de: Note 2,2 gut (Rechnungen: 1,3 sehr gut)
  • für-Gründer.de: eingeschränkte Empfehlung
  • FastBill (eigene Angabe): 4,5 / 5 Sterne

Häufiges Lob:

  • schnelle, professionelle Rechnungserstellung ohne Vorkenntnisse
  • übersichtliche Belegverwaltung und automatische Belegerkennung
  • DATEV-Export und E-Rechnung in allen Tarifen inklusive
  • Daten in Deutschland – DSGVO-Konformität ohne Kompromisse

Häufige Kritik:

  • EÜR erst im Premium-Tarif – teure Einstiegshürde für eigenständige Buchhaltung
  • Interface-Design veraltet, Template-Anpassung umständlich
  • kein Kassenbuch-Modul, keine Lohnbuchhaltung
  • Support nur per E-Mail in den unteren Tarifen
  • wenige Integrationen (kein Shopify, kein WooCommerce)

Die niedrigere Trustpilot-Note (3,4) spiegelt überproportional negative Stimmen wider – auf Trustpilot melden sich häufiger unzufriedene als zufriedene Kunden. In professionellen Fachredaktionstests und bei OMR-Bewertungen fällt das Bild deutlich besser aus.

FastBill vs. sevDesk: Was passt besser?

sevDesk ist der häufigste Vergleichskandidat, wenn es um FastBill geht – beide richten sich an Freelancer und kleine Unternehmen. Die Unterschiede sind jedoch deutlich.

MerkmalFastBill ProsevDesk Buchhaltung
Preis ab (monatlich, jährlich)27 €22,90 €
EÜRNur Premium (53 €)Ja (ab Buchhaltung)
Doppelte BuchführungNeinJa (ab Buchhaltung)
DATEV-ExportJa (alle Tarife)Ja (ab Rechnung)
E-Rechnung (alle Tarife)JaJa
Online-BankingBegrenzt (1 Konto Solo)4.000+ Banken
RechnungsfunktionenSehr stark (Note 1,3)Stark
ZielgruppeInvoicing-Fokus, SteuerberaterKMU, vollst. Buchhaltung

FastBill ist die bessere Wahl, wenn Rechnungsstellung das Kerngeschäft ist und ein Steuerberater die Buchhaltung übernimmt. Der DATEV-Export in allen Tarifen macht die Zusammenarbeit einfach. Wer dagegen selbst eine EÜR erstellen oder doppelte Buchführung führen will, kommt mit sevDesk deutlich günstiger ans Ziel – und hat mehr Buchhaltungsfunktionen. Mehr zum sevDesk-Test findest du in unserem Artikel sevDesk Test 2026.

FastBill und Geschäftskonto: Die besten Kombinationen

FastBill lässt sich mit nahezu jedem deutschen Geschäftskonto verbinden – über die Bankanbindung werden Kontoauszüge importiert und automatisch Belegen zugeordnet. Der DATEV-Export in allen Tarifen macht FastBill besonders mit Konten kombinierbar, die ebenfalls DATEV-Schnittstellen anbieten.

Welches Geschäftskonto am besten zu FastBill passt, hängt vom Workflow ab:

  • Für Freelancer und Einzelunternehmer: Konten mit gutem Mobile-Banking und einfachem Kontoauszugs-Export reichen aus. Ein Überblick über die besten Optionen bietet unser Geschäftskonto Vergleich.
  • Für GmbH und UG: Konten mit DATEV-Schnittstelle sind ideal, weil der Datentransfer an die Kanzlei direkt funktioniert. Einen aktuellen Vergleich findest du auf unserer Seite Geschäftskonto mit DATEV-Schnittstelle.
  • Für wachsende Teams mit FastBill Pro: Konten mit mehreren Mitarbeiterkarten erleichtern die Belegerkennung, weil alle Ausgaben zentral sichtbar sind.

Mehr zu Geschäftskonten, die direkt mit Buchhaltungssoftware verbunden werden können, findest du in unserem Artikel Geschäftskonto mit Buchhaltung.

FastBill Alternativen

Wer sich gegen FastBill entscheidet, hat je nach Anforderungen gute Alternativen:

AlternativePreis ab/Monat (jährlich)Ideal für
sevDesk9,90 €Vollständige Buchhaltung, GmbH, KMU
Lexware Office7,90 €Einfache EÜR, günstigster Einstieg
Billomatab 9 €Invoicing-Fokus, ähnlich wie FastBill
BuchhaltungsButler29,95 €Hohes Belegvolumen, KI-Automatisierung
easybillab 9 €Rechnungsstellung mit Shopify/WooCommerce

Lexware Office ist die günstigste Alternative, wenn eine EÜR benötigt wird – ab 7,90 €/Monat inklusive Buchhaltungsmodul. sevDesk bietet mehr Buchhaltungstiefe für nur etwas mehr Geld. Billomat ist ein direkter Vergleichskandidat mit ähnlichem Invoicing-Fokus; wer für Online-Shops invoiciert, sollte easybill prüfen – mit nativer Shopify- und WooCommerce-Integration.

Einen vollständigen Überblick über Buchhaltungssoftware mit Testberichten findest du in unserem DATEV-Alternativen-Vergleich. Die BuchhaltungsButler-Alternative für KI-fokussierte Buchhaltung besprechen wir im BuchhaltungsButler Test 2026.

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