Qonto im Test 2026: Lohnt sich das wirklich?
Zuletzt aktualisiert: 18.08.2026
Qonto kostet zwischen 0 Euro und 199 Euro im Monat, je nach Tarif und Zahlweise. Das Konto richtet sich an Freiberufler, Einzelunternehmer und Unternehmen jeder Größe. Seit April 2026 gibt es mit Qonto Starter sogar eine dauerhaft kostenlose Variante für Solo-Selbstständige. Wer eine deutsche IBAN, eine unkomplizierte App und Anbindungen an DATEV, Lexware Office oder sevDesk sucht, bekommt bei Qonto ein digitales Geschäftskonto, das in wenigen Minuten eröffnet ist. Ob sich das im Alltag wirklich lohnt, hängt vom Buchungsvolumen und der Rechtsform ab. Genau das klären wir in diesem Test.
Qonto im Überblick: Was ist das Geschäftskonto?
Qonto ist ein Fintech-Unternehmen aus Paris. Gegründet wurde es 2016 von Alexandre Prot und Steve Anavi, spezialisiert ausschließlich auf Geschäftskonten für Selbstständige, Freiberufler und Unternehmen. Mittlerweile nutzen mehr als 600.000 Firmenkunden in Deutschland, Frankreich, Italien und Spanien das Konto. Anders als klassische Filialbanken arbeitet Qonto komplett digital: Kontoeröffnung, Kartenverwaltung, Buchhaltung und Kundensupport laufen über die Web-App oder die mobile App.

Wichtig für deutsche Nutzer: Obwohl Qonto als E-Geld-Institut über eine französische Zulassung reguliert wird, erhalten deutsche Kunden standardmäßig eine deutsche IBAN. Alternativ lässt sich auch eine französische, spanische oder italienische IBAN wählen. Ein klassisches Bankkonto mit eigener Volllizenz ist das nicht. Qonto ist stattdessen ein reguliertes Zahlungskonto, das Kundengelder getrennt vom Firmenvermögen verwahrt.
Qonto Tarife und Preise 2026 im Überblick
Qonto hat seine Preisstruktur 2026 grundlegend erweitert: Seit April gibt es zusätzlich zu den sechs kostenpflichtigen Tarifen erstmals eine dauerhaft kostenlose Variante. Die monatlichen Kosten reichen damit von 0 Euro bis 199 Euro, abhängig von Tarif und Zahlweise. Bei jährlicher Zahlung sinkt der monatliche Preis in jedem Tarif um etwa 13 bis 20 Prozent gegenüber der monatlichen Zahlweise.

| Tarif | Preis pro Monat (jährlich) | Preis pro Monat (monatlich) | Kostenlose Buchungen | Physische Karten |
|---|---|---|---|---|
| Starter | 0 € | 0 € | 5 | 1 |
| Basic | 9 € | 11 € | 30 | 1 |
| Smart | 19 € | 23 € | 60 | 2 |
| Premium | 39 € | 45 € | 100 | 2 |
| Essential | 49 € | 59 € | 150 | 5 |
| Business | 99 € | 119 € | 500 | 10 |
| Enterprise | 199 € | 249 € | 1.000 | 30 |
Alle Angaben verstehen sich netto, also ohne Mehrwertsteuer. Wer die inkludierten Buchungen überschreitet, zahlt je nach Tarif zwischen 0,10 Euro und 0,40 Euro pro zusätzlicher Transaktion, wobei die höheren Tarife tendenziell die günstigeren Zusatzgebühren haben. Virtuelle Karten sind in den meisten Tarifen zusätzlich verfügbar, in der Regel für rund 2 Euro pro Karte und Monat, außer im Basic-Tarif. Wer die einzelnen Tarife im Detail vergleichen will, findet ausführliche Einzeltests in unseren Beiträgen zu Qonto Basic, Qonto Smart, Qonto Premium, Qonto Essential, Qonto Business und Qonto Enterprise.
Qonto Starter: das kostenlose Konto seit April 2026
Seit April 2026 bietet Qonto mit Starter erstmals ein dauerhaft gebührenfreies Geschäftskonto an, ganz ohne Vertragsbindung und ohne Grundgebühr. Der Tarif richtet sich ausschließlich an Freiberufler und Einzelunternehmer. Andere Rechtsformen wie GmbH oder UG können ihn nicht nutzen. Enthalten sind eine deutsche IBAN, eine virtuelle Karte, gesetzeskonforme E-Rechnungen direkt in der App sowie die Anbindung an DATEV, Lexware Office und sevDesk, also dieselben Buchhaltungs-Integrationen, die auch die kostenpflichtigen Tarife bieten.
Fünf Buchungen pro Monat sind kostenlos, jede weitere kostet 0,20 Euro. Für Einzelunternehmer mit geringem Buchungsvolumen, etwa Freiberufler mit wenigen Rechnungen im Monat, ist das eine ernsthafte Alternative zu den bisher günstigsten Angeboten am Markt. Wer regelmäßig mehr als etwa 15 bis 20 Buchungen im Monat hat, fährt durch die Zusatzgebühren rechnerisch oft günstiger mit dem Qonto Basic-Tarif für 9 Euro und dessen 30 inkludierten Buchungen.
Ist Qonto sicher? Regulierung und Einlagensicherung
Qonto arbeitet als E-Geld-Institut nach EU-Recht und unterliegt in Deutschland der Aufsicht von BaFin und ACPR, der französischen Bankenaufsichtsbehörde. Kundengelder werden dabei nicht im eigenen Namen verwahrt, sondern über die Partnerbank Crédit Mutuel Arkéa auf Treuhandkonten separiert und sind über die französische Einlagensicherung bis zu 100.000 Euro pro Kunde abgesichert, also im selben Rahmen wie bei einer klassischen Bank in der Eurozone.

Zusätzlich zur regulatorischen Absicherung lässt Qonto seine Softwarequalität seit 2022 regelmäßig durch den TÜV SÜD zertifizieren und ist seit 2023 offizieller DATEV-Marktplatzpartner. Für die Kontosicherheit im Alltag setzt Qonto auf 3-D-Secure-Verifizierung bei Kartenzahlungen, SMS-TAN-Bestätigung und eine sofortige Kartensperrung direkt in der App. Nach außen sichtbar wird das Vertrauen auch in Bewertungsportalen: Qonto liegt mit 4,7 bis 4,8 von 5 Sternen in den App Stores und auf Trustpilot durchgehend im oberen Bereich, bei einem Net Promoter Score von über 75, einem für die Finanzbranche außergewöhnlich hohen Wert.
Vorteile und Nachteile von Qonto
Kein Geschäftskonto ist für jeden Anwendungsfall perfekt, deshalb lohnt sich ein nüchterner Blick auf beide Seiten.
Vorteile:
- Kontoeröffnung vollständig online in wenigen Minuten, ohne SCHUFA-Prüfung
- Seit April 2026 mit Qonto Starter ein dauerhaft kostenloses Konto für Freiberufler verfügbar
- Deutsche IBAN trotz französischer Regulierung wählbar
- Integrierte Buchhaltungsfunktionen mit direkter Anbindung an DATEV, Lexware Office und sevDesk
- Einlagensicherung bis 100.000 Euro über die Partnerbank Crédit Mutuel Arkéa
- Flexible Kartenverwaltung mit virtuellen und physischen Karten, individuellen Limits und sofortiger Sperrfunktion
- Durchgehend hohe Nutzerbewertungen (4,7 bis 4,8 Sterne) und ein Net Promoter Score von über 75
Nachteile:
- Keine Bargeldeinzahlungen möglich, Bargeldabhebungen sind kostenpflichtig
- Kein Kontokorrentkredit oder klassischer Dispositionsrahmen
- Ausschließlich Debitkarten, keine Kreditkarten im Angebot
- Kein telefonischer Support, Kommunikation läuft über Chat und E-Mail
- Vereinzelte Nutzerstimmen, etwa in Foren wie Reddit, beschreiben den Support bei komplexeren Anliegen als träge, was im Widerspruch zu den insgesamt hohen Durchschnittsbewertungen steht und bei der Kontoauswahl mitbedacht werden sollte
- Bestimmte Rechtsformen wie Limited, Partnerschaftsgesellschaften oder eingetragene Genossenschaften werden nicht unterstützt
Für wen lohnt sich Qonto? Empfehlung nach Unternehmenstyp und Buchungsvolumen
Die passende Tarifwahl hängt weniger von der Unternehmensgröße allein ab als vom tatsächlichen monatlichen Buchungsvolumen. Diese Übersicht ordnet beide Faktoren zusammen:

| Unternehmenstyp | Typisches Buchungsvolumen | Empfohlener Tarif |
|---|---|---|
| Freiberufler mit wenigen Rechnungen | bis 5 Buchungen/Monat | Qonto Starter (kostenlos) |
| Freiberufler und Einzelunternehmer | 5 bis 30 Buchungen/Monat | Qonto Basic |
| Kleines Team, wachsende Selbstständigkeit | 30 bis 100 Buchungen/Monat | Qonto Smart oder Premium |
| KMU mit mehreren Mitarbeitenden | 100 bis 500 Buchungen/Monat | Qonto Essential oder Business |
| Größeres Unternehmen mit hohem Zahlungsvolumen | über 500 Buchungen/Monat | Qonto Enterprise |
Für Freiberufler mit sehr geringem Buchungsaufkommen ist Qonto Starter seit 2026 die naheliegende erste Wahl, weil keine Fixkosten anfallen. Sobald das Buchungsvolumen regelmäßig über die inkludierte Menge steigt, lohnt sich meist schon rechnerisch der nächsthöhere Tarif. Der Grund: Die Grundgebühr wird durch niedrigere Zusatzgebühren pro Buchung kompensiert. GmbHs und größere Teams profitieren zusätzlich von den höheren Kartenkontingenten und Unterkonten der Essential- und Business-Tarife, etwa um Budgets pro Abteilung oder Projekt zu trennen.
Was Qonto nicht kann: Grenzen und Einschränkungen
So umfangreich das Funktionsangebot ist, es gibt klare Grenzen, die vor der Kontoeröffnung bekannt sein sollten:
- Bargeld lässt sich bei Qonto grundsätzlich nicht einzahlen, nur kostenpflichtig abheben
- Es gibt keinen Kontokorrentkredit und keinen klassischen Dispositionsrahmen, Finanzierungslösungen laufen bei Bedarf über separate Produkte
- Qonto stellt ausschließlich Debitkarten aus, wer eine echte Kreditkarte mit Kreditrahmen benötigt, muss auf einen anderen Anbieter oder eine Zusatzkarte ausweichen
- Der Kundensupport läuft ausschließlich über Chat und E-Mail, eine telefonische Hotline gibt es nicht
- Bestimmte Rechtsformen wie Limited, Partnerschaftsgesellschaften und eingetragene Genossenschaften können kein Konto eröffnen
- Einige Branchen sind von der Kontoeröffnung ausgeschlossen, darunter unter anderem Glücksspiel, Kryptowährungen, Waffenhandel und unlizenzierte Zahlungsdienstleistungen
Für Unternehmen, die viel Bargeld verarbeiten oder auf eine Kreditlinie angewiesen sind, ist Qonto entsprechend nicht die richtige Wahl.
Alternativen zu Qonto
Wer nach dem Lesen dieses Tests unsicher ist, ob Qonto die richtige Wahl ist, findet am Markt einige vergleichbare digitale Geschäftskonten. Direkte Gegenüberstellungen mit den wichtigsten Alternativen gibt es in unseren Beiträgen Qonto vs Revolut, N26 vs Qonto, Qonto vs TARGOBANK und Holvi vs Qonto.
- N26 Business, app-first mit einfacher Bedienung, ebenfalls ohne Bargeldeinzahlung
- Revolut Business, mit inzwischen ebenfalls verfügbarer deutscher IBAN und breitem Funktionsumfang
- Holvi und Penta als weitere auf kleine Unternehmen spezialisierte Anbieter
- TARGOBANK Business als Beispiel für ein digitales Konto mit klassischerem Bankhintergrund
Eine ausführliche Gegenüberstellung mit allen Vor- und Nachteilen der wichtigsten Alternativen findest du in unserem separaten Beitrag zu den besten Qonto-Alternativen.
Qonto Geschäftskonto eröffnen: So funktioniert’s
Die Kontoeröffnung bei Qonto läuft vollständig digital und ist in aller Regel innerhalb weniger Minuten abgeschlossen, ganz ohne SCHUFA-Prüfung:
- Rechtsform und Tarif in der Qonto-App oder auf der Website auswählen.
- Persönliche Daten sowie Unternehmensdaten angeben (bei GmbH und UG zusätzlich den Handelsregisterauszug).
- Identität per Video-Ident oder Ausweisfoto direkt in der App verifizieren.
- Ersteinzahlung zur Bestätigung des Kontos vornehmen.
- Nach erfolgreicher Prüfung ist die deutsche IBAN sofort nutzbar, die physische Karte folgt per Post.
Als Nachweise werden in der Regel ein gültiger Ausweis oder Reisepass sowie ein aktueller Adressnachweis benötigt, bei Kapitalgesellschaften zusätzlich der Handelsregisterauszug.
Häufig gestellte Fragen zu Qonto
Was kostet Qonto im Monat?
Qonto kostet zwischen 0 Euro (Starter-Tarif) und 199 Euro pro Monat bei jährlicher Zahlung, je nach gewähltem Tarif. Die monatliche Zahlweise liegt in jedem Tarif etwa 13 bis 20 Prozent über dem Jahrespreis.
Ist Qonto sicher?
Ja. Qonto unterliegt in Deutschland der Aufsicht von BaFin und ACPR, verwahrt Kundengelder getrennt über die Partnerbank Crédit Mutuel Arkéa mit Einlagensicherung bis 100.000 Euro und lässt seine Software seit 2022 regelmäßig vom TÜV SÜD zertifizieren.
Bekommt man bei Qonto eine deutsche IBAN?
Ja, deutsche Kunden erhalten standardmäßig eine deutsche IBAN, können sich alternativ aber auch für eine französische, spanische oder italienische IBAN entscheiden.
Für wen lohnt sich Qonto am meisten?
Freiberufler mit sehr wenigen Buchungen profitieren am stärksten vom kostenlosen Starter-Tarif, während Teams mit höherem Buchungsvolumen und Kartenbedarf in den Essential- oder Business-Tarifen die beste Kosten-Leistungs-Balance finden.
Kann man bei Qonto Bargeld einzahlen?
Nein, Bargeldeinzahlungen sind bei Qonto grundsätzlich nicht möglich. Abhebungen sind je nach Tarif kostenpflichtig möglich.
Mehr über den Autor:
Max Benz hat einen Master of Science-Abschluss in Betriebswirtschaftslehre von der Technischen Universität Dresden und ist Gründer von geschaeftskonto.io, einer Marke der LBC Finance UG. Er hat schon einige Unternehmen gegründet und Geschäftskonten eröffnet. Sein Wissen darüber teilt er auf geschaeftskonto.io.