Max Benz

Geschäftsführer und Gründer

Max Benz hat einen Master of Science-Abschluss in Betriebswirtschaftslehre von der Technischen Universität Dresden und ist Gründer von geschaeftskonto.io, einer Marke der LBC Finance UG. Er hat schon einige Unternehmen gegründet und Geschäftskonten eröffnet. Sein Wissen darüber teilt er auf geschaeftskonto.io.
Max Benz

Geschäftsführer und Gründer

Max Benz hat einen Master of Science-Abschluss in Betriebswirtschaftslehre von der Technischen Universität Dresden und ist Gründer von geschaeftskonto.io, einer Marke der LBC Finance UG. Er hat schon einige Unternehmen gegründet und Geschäftskonten eröffnet. Sein Wissen darüber teilt er auf geschaeftskonto.io.

HypoVereinsbank im Test 2026: Lohnt sich das wirklich?

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Max Benz

Gründer von geschaeftskonto.io

Zuletzt aktualisiert: 31.08.2026

Die HypoVereinsbank bietet Selbstständigen, Freiberuflern und Unternehmen mit dem BusinessKonto 4You ein modulares Geschäftskonto an, das sich nach Buchungsvolumen staffelt: Die monatliche Grundgebühr liegt je nach Modul zwischen 25 € und 130 €, dazu kommt eine gestaffelte Gebühr von 0,40 € bis 0,10 € pro zusätzlicher beleghafter Buchung. Als deutsche Tochter des italienischen UniCredit-Konzerns punktet die Bank vor allem mit einem bundesweiten Filialnetz von rund 370 Standorten, persönlicher Beratung vor Ort und einem kostenlosen Mastercard-Debitkarte im Grundpreis.

Auf Trustpilot bewerten Kund:innen die HypoVereinsbank aktuell mit rund 3,5 von 5 Sternen bei über 2.600 Bewertungen, eingestuft als „durchschnittlich“. Die Banking-App erreicht im Google Play Store dagegen 4,4 von 5 Sternen bei mehr als 33.000 Bewertungen. Dieser Unterschied ist typisch für klassische Filialbanken: Wer eine solide App und ein dichtes Filialnetz sucht, findet hier ein gutes Angebot. Wer ein günstigeres, volldigitales Konto mit niedrigeren Grundgebühren erwartet, sollte die Alternativen im Vergleichsabschnitt weiter unten prüfen, bevor er sich entscheidet.

HypoVereinsbank Geschäftskonto im Überblick

Die HypoVereinsbank, mit Stammsitz in München, ist die deutsche Tochtergesellschaft des italienischen UniCredit-Konzerns. Seit dem 15. Dezember 2023 firmiert die Bank rechtlich als UniCredit Bank GmbH, tritt am Markt aber weiterhin unter der bekannten Marke HypoVereinsbank (HVB) auf. Für Geschäftskund:innen steht das BusinessKonto 4You zur Verfügung, nach eigenen Angaben das erste modulare Geschäftskonto Deutschlands, bei dem sich Kontomodell, Karten und eBanking-Zugang flexibel kombinieren lassen.

Das Konto richtet sich an alle relevanten Unternehmensformen in Deutschland: Einzelunternehmer:innen, Freiberufler:innen, GmbH, UG, OHG, GbR, Vereine und Genossenschaften. Eingetragene Kaufleute benötigen für die Kontoeröffnung zusätzlich einen Filialtermin, alle anderen Rechtsformen können den Prozess vollständig online abschließen.

Kontomodelle und Kosten im Überblick

Das BusinessKonto 4You unterscheidet sich in vier Transaktionsmodulen, die sich monatlich und kostenfrei wechseln lassen, je nachdem wie viele Buchungen im jeweiligen Monat anfallen.

ModulMonatliche GrundgebührEnthaltene BuchungenGebühr pro zusätzlicher Buchung
Modul 5025 €500,40 €
Modul 25050 €2500,30 €
Modul 75080 €7500,20 €
Modul 1.500130 €1.5000,10 €

Ein Wechsel zwischen den vier Modulen ist jeden Kalendermonat kostenlos möglich, was sich besonders für Unternehmen mit schwankendem Buchungsvolumen eignet, etwa bei saisonalem Geschäft. Beleghafte Aufträge am Schalter sowie Anweisungen per Telefonbanking kosten zusätzlich, unabhängig vom gewählten Modul, 3,50 € pro Vorgang. Ein Zweitkonto ist für 9 € im Monat ohne enthaltene Freibuchungen erhältlich, jede Buchung darauf kostet 0,80 €.

Ein wichtiger Fakt, den ältere Vergleichsseiten teils noch falsch führen: Die HypoVereinsbank erhebt seit dem 1. August 2022 kein Verwahrentgelt und keine Negativzinsen mehr auf Geschäftsguthaben. Seit der Zinswende der Europäischen Zentralbank spielt dieses Thema branchenweit ohnehin keine Rolle mehr.

Die vier Transaktionsmodule des HVB BusinessKonto 4You im direkten Vergleich der monatlichen Grundgebühr und Buchungskosten.

Wer viele Buchungen im Monat hat, gleicht die höhere Grundgebühr der oberen Module über die niedrigere Gebühr pro zusätzlicher Buchung aus. Bei geringem Buchungsvolumen bleibt Modul 50 trotz der höheren Einzelgebühr meist die günstigere Wahl, allerdings liegt die Einstiegsgebühr von 25 € im Monat auch dort spürbar über dem, was reine Digitalbanken für ein vergleichbares Einstiegskonto verlangen.

Für wen eignet sich das HypoVereinsbank Geschäftskonto?

Die HypoVereinsbank eignet sich besonders für Unternehmen, die regelmäßig Bargeld einzahlen oder abheben und dabei Wert auf persönliche Beratung in einer Filiale legen. Auch wachsende KMU mit Finanzierungsbedarf profitieren vom Zugang zu den Finanzierungs- und Förderprogrammen eines großen, international vernetzten Konzerns.

Geeignet für:

  • Unternehmen mit regelmäßigem Bargeldverkehr und Bedarf an Filialzugang
  • KMU mit Finanzierungs- oder Fördermittelbedarf und Interesse an persönlicher Beratung
  • Betriebe mit schwankendem Buchungsvolumen, die von der monatlichen Modulflexibilität profitieren
  • International tätige Unternehmen, die vom UniCredit-Filialnetz in Europa profitieren wollen

Weniger geeignet ist die HypoVereinsbank für kostenbewusste Solo-Selbstständige ohne Beratungsbedarf, für rein digital arbeitende Unternehmen ohne Filialinteresse und für alle, die Unterkonten, eine tiefere DATEV-Integration oder virtuelle Karten benötigen, wie sie bei reinen Fintech-Anbietern Standard sind. Unterkonten bietet das BusinessKonto 4You nicht an, eine DATEV-Anbindung ist nur eingeschränkt über SEPA-Echtzeitüberweisungen im Online- und Mobile-Banking möglich, und einen Live-Chat im Support gibt es nicht, nur telefonischen Kontakt.

Kontoeröffnung: So funktioniert es

Die Kontoeröffnung läuft für die meisten Rechtsformen, darunter Einzelunternehmer:innen, Freiberufler:innen, GmbH und UG, vollständig online ab und dauert nach Angaben der Bank rund 30 Minuten.

Erstens: Online-Formular mit den Unternehmensdaten und der gewünschten Modulwahl ausfüllen.

Zweitens: Identität per VideoIdent bestätigen.

Drittens: Die Bank führt vor der endgültigen Kontoeröffnung eine Schufa-Prüfung durch.

Viertens: Nach erfolgreicher Prüfung ist das Konto in der Regel innerhalb weniger Tage nutzbar.

Eingetragene Kaufleute und einige weitere Rechtsformen müssen den Prozess zusätzlich über einen Filialtermin abschließen, da hier eine persönliche Legitimationsprüfung vorgeschrieben ist.

Karten und Zahlungsverkehr

Im Grundpreis jedes Moduls ist eine Mastercard als Debitkarte enthalten. Wer zusätzlich eine HVB Visa Debit Business Card möchte, zahlt dafür 12 € im Jahr, weitere Kartenoptionen reichen je nach Ausstattung von 36 € bis 600 € jährlich. Digitale Wallets wie Apple Pay und Google Pay werden unterstützt.

Im Zahlungsverkehr unterstützt die HypoVereinsbank klassische SEPA-Überweisungen, SEPA-Echtzeitüberweisungen und Firmenlastschriften. Für den Datenaustausch mit Buchhaltungssoftware stehen ergänzend kostenpflichtige Lösungen zur Verfügung: StarMoney Business für 5,95 € im Monat, ein EBICS-Zugang für 5 € im Monat sowie eine UC eBanking-Lösung für größere Datenmengen ab 50 € im Monat. Wer eine Auslandsüberweisung außerhalb der EU tätigt, zahlt zusätzlich einen Fremdwährungsaufschlag von 1 %.

Bargeld einzahlen und abheben

Bargeldabhebungen an Automaten der Cash Group, dem gemeinsamen Verbund von Deutsche Bank, Commerzbank, Postbank und HypoVereinsbank, sind kostenlos. An fremden Automaten außerhalb dieses Verbunds fallen dagegen 1 bis 2 % des Abhebungsbetrags an, mindestens jedoch rund 5 €.

Bareinzahlungen am Geldautomaten kosten 2,50 € pro Vorgang, Einzahlungen direkt am Schalter 3,50 € pro Vorgang. Für Unternehmen mit hohem, regelmäßigem Bargeldaufkommen, etwa im Einzelhandel oder in der Gastronomie, summieren sich diese Gebühren spürbar, weshalb sich hier ein Blick auf die eigene Buchungsfrequenz und das passende Modul lohnt.

Erfahrungen und Bewertungen: Was Kunden wirklich sagen

Die HypoVereinsbank erreicht auf Trustpilot aktuell rund 3,5 von 5 Sternen bei über 2.600 Bewertungen, eingestuft als „durchschnittlich“. Die Banking-App wird im Google Play Store mit 4,4 von 5 Sternen bei mehr als 33.000 Bewertungen deutlich besser bewertet. Auf anderen Bewertungsportalen wie Erfahrungen.com liegt der Durchschnitt bei rund 3,8 von 5 Sternen.

Wiederkehrende Kritikpunkte in Kundenbewertungen sind lange Wartezeiten in der Telefon-Hotline und, bei einigen langjährigen Kund:innen, der Eindruck eines nachlassenden Serviceniveaus über die Jahre. Vereinzelt werden auch Schwierigkeiten bei Kontoschließungen genannt. Positiv heben viele Bewertungen dagegen einzelne Berater:innen in den Filialen hervor, die als kompetent und hilfsbereit beschrieben werden.

Für die Praxis bedeutet das: Wer hauptsächlich über die App bankt oder eine feste Ansprechperson in einer Filiale hat, macht in der Regel gute Erfahrungen. Wer überwiegend telefonischen Kontakt zur zentralen Hotline sucht, sollte längere Wartezeiten realistisch einplanen.

Alternativen zur HypoVereinsbank

Wer stärker auf digitale Prozesse, niedrigere Grundgebühren oder zusätzliche Funktionen wie Unterkonten setzt, findet bei reinen Fintech-Anbietern häufig die passendere Lösung. Finom punktet mit einem günstigen Einstiegstarif und integrierter Rechnungsstellung, verzichtet dafür aber auf ein eigenes Filialnetz. Qonto richtet sich stärker an wachsende Teams mit mehreren Nutzer:innen, Unterkonten und einer tieferen DATEV-Integration. Kontist eignet sich besonders für Freelancer:innen, die automatisch Steuerrücklagen bilden wollen. Wer dagegen ebenfalls eine klassische Filialbank mit Bargeldservice sucht, findet in unserem Deutsche Bank Test einen direkten Vergleichspunkt. Einen tieferen Blick auf die Basisversion des HVB-Kontos bietet zudem unser Beitrag zum HypoVereinsbank BusinessKonto 4You, eine breitere Übersicht weiterer Optionen liefert die Seite zu HypoVereinsbank Alternativen.

Als Faustregel gilt: Wer regelmäßig Bargeld bewegt, mehrere Filialtermine im Jahr braucht oder eine große Konzernbank als Finanzierungspartner sucht, ist bei der HypoVereinsbank besser aufgehoben. Rein digital arbeitende Unternehmen mit Fokus auf niedrige laufende Kosten und moderne Zusatzfunktionen fahren meist besser mit einer der genannten Fintech-Alternativen.

Vor- und Nachteile der HypoVereinsbank

Vorteile und Nachteile des HypoVereinsbank Geschäftskontos im Überblick.

Vorteile:

  • Rund 370 Filialen bundesweit für persönliche Beratung und Bargeldgeschäfte
  • Modularer Aufbau mit vier Transaktionsstufen, monatlich kostenlos wechselbar
  • Kein Verwahrentgelt und keine Negativzinsen mehr seit August 2022
  • Kostenlose Mastercard-Debitkarte im Grundpreis enthalten
  • Gut bewertete Banking-App (4,4 von 5 Sternen im Google Play Store)
  • Zugang zum internationalen Filialnetz des UniCredit-Konzerns

Nachteile:

  • Kein dauerhaft kostenloser Tarif, Grundgebühren zwischen 25 € und 130 € im Monat
  • Keine Unterkonten und nur eingeschränkte DATEV-Anbindung
  • Kein Live-Chat im Support, nur telefonischer Kontakt mit teils langen Wartezeiten
  • Bareinzahlung am Schalter kostet zusätzlich 3,50 € pro Vorgang
  • Fremde Geldautomaten außerhalb der Cash Group kosten 1 bis 2 % des Betrags
  • Deutlich höhere Grundgebühr im Einstiegsmodul als bei vielen Fintech-Wettbewerbern

Sicherheit und Einlagensicherung

Ja, das HypoVereinsbank Geschäftskonto ist sicher. Als deutsche Bank mit eigener Banklizenz unterliegt die UniCredit Bank GmbH der gesetzlichen Einlagensicherung: Guthaben sind bis 100.000 € je Einleger:in über die Entschädigungseinrichtung deutscher Banken GmbH (EdB) abgesichert. Als Mitglied im Bundesverband deutscher Banken ist die HypoVereinsbank zusätzlich im freiwilligen Einlagensicherungsfonds der privaten Banken abgesichert, der über die gesetzliche Mindestsicherung hinausgeht, ohne dass daraus ein individueller Rechtsanspruch gegenüber dem Fonds entsteht.

Auch wenn die HypoVereinsbank zum italienischen UniCredit-Konzern gehört, ändert das nichts an dieser Absicherung: Die Konten werden über die deutsche Tochtergesellschaft UniCredit Bank GmbH geführt, die dem deutschen Einlagensicherungssystem unterliegt, unabhängig vom Sitz der Konzernmutter in Mailand.

Häufig gestellte Fragen

Was kostet ein Geschäftskonto bei der HypoVereinsbank?

Das BusinessKonto 4You kostet je nach Modul zwischen 25 € und 130 € im Monat, gestaffelt nach der Zahl der enthaltenen Buchungen (50, 250, 750 oder 1.500). Zusätzliche Buchungen kosten je nach Modul zwischen 0,40 € und 0,10 €.

Kann ich das HypoVereinsbank Geschäftskonto online eröffnen?

Ja, für die meisten Rechtsformen, darunter Einzelunternehmer:innen, Freiberufler:innen, GmbH und UG, ist die Kontoeröffnung vollständig online möglich, inklusive VideoIdent-Legitimation und Schufa-Prüfung. Eingetragene Kaufleute benötigen zusätzlich einen Filialtermin.

Bietet die HypoVereinsbank Unterkonten an?

Nein, das BusinessKonto 4You bietet keine Unterkonten. Ein separates Zweitkonto ist für 9 € im Monat ohne enthaltene Freibuchungen buchbar.

Erhebt die HypoVereinsbank noch Verwahrentgelt auf Geschäftsguthaben?

Nein. Seit dem 1. August 2022 berechnet die HypoVereinsbank kein Verwahrentgelt und keine Negativzinsen mehr auf Geschäftsguthaben.

Was kostet eine Bareinzahlung bei der HypoVereinsbank?

Eine Bareinzahlung am Geldautomaten kostet 2,50 € pro Vorgang, eine Einzahlung direkt am Schalter 3,50 € pro Vorgang.

Wie sicher ist mein Geld bei der HypoVereinsbank?

Guthaben sind gesetzlich bis 100.000 € je Einleger:in über die Entschädigungseinrichtung deutscher Banken GmbH abgesichert. Zusätzlich besteht eine freiwillige Absicherung über den Einlagensicherungsfonds des Bundesverbands deutscher Banken.

Fazit: Lohnt sich das HypoVereinsbank Geschäftskonto wirklich?

Die HypoVereinsbank lohnt sich vor allem für Unternehmen, die regelmäßig Bargeld bewegen, persönliche Beratung in einer Filiale schätzen und von den Finanzierungsmöglichkeiten eines großen, international vernetzten Bankkonzerns profitieren wollen. Der modulare Aufbau mit vier flexibel wechselbaren Transaktionsstufen ist im Vergleich zu starren Filialbank-Tarifen ein echtes Plus, und dass Verwahrentgelt und Negativzinsen seit 2022 der Vergangenheit angehören, nimmt vielen älteren Kritikpunkten die Grundlage.

Die größte Schwäche liegt in der Kombination aus vergleichsweise hoher Einstiegsgebühr und fehlenden modernen Zusatzfunktionen: Unterkonten sucht man vergeblich, die DATEV-Anbindung bleibt eingeschränkt, und im Support gibt es keinen Live-Chat. Wer damit leben kann und die Vorteile einer klassischen, gut vernetzten Filialbank sucht, bekommt bei der HypoVereinsbank ein solides Gesamtpaket. Bei niedrigen laufenden Kosten und modernen Fintech-Funktionen als Priorität lohnt sich dagegen häufiger der Blick auf eine der genannten Alternativen.

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Gründer von geschaeftskonto.io

Max Benz hat einen Master of Science-Abschluss in Betriebswirtschaftslehre von der Technischen Universität Dresden und ist Gründer von geschaeftskonto.io, einer Marke der LBC Finance UG. Er hat schon einige Unternehmen gegründet und Geschäftskonten eröffnet. Sein Wissen darüber teilt er auf geschaeftskonto.io.