Max Benz

Geschäftsführer und Gründer

Max Benz hat einen Master of Science-Abschluss in Betriebswirtschaftslehre von der Technischen Universität Dresden und ist Gründer von geschaeftskonto.io, einer Marke der LBC Finance UG. Er hat schon einige Unternehmen gegründet und Geschäftskonten eröffnet. Sein Wissen darüber teilt er auf geschaeftskonto.io.
Max Benz

Geschäftsführer und Gründer

Max Benz hat einen Master of Science-Abschluss in Betriebswirtschaftslehre von der Technischen Universität Dresden und ist Gründer von geschaeftskonto.io, einer Marke der LBC Finance UG. Er hat schon einige Unternehmen gegründet und Geschäftskonten eröffnet. Sein Wissen darüber teilt er auf geschaeftskonto.io.

Deutsche Bank im Test 2026: Lohnt sich das Geschäftskonto wirklich?

Foto des Autors

Max Benz

Gründer von geschaeftskonto.io

Zuletzt aktualisiert: 26.08.2026

Die Deutsche Bank bietet Selbstständigen, Freiberuflern und Unternehmen drei Geschäftskonto-Tarife an: Business BasicKonto, Business ClassicKonto und Business PremiumKonto. Die monatlichen Grundgebühren liegen zwischen 14,90 € und 39,90 €, dazu kommt eine gestaffelte Buchungsgebühr von 0,30 € bis 0,10 € pro beleghafter SEPA-Überweisung. Als eine der letzten großen Filialbanken Deutschlands punktet das Angebot vor allem mit rund 400 Standorten bundesweit, persönlicher Beratung vor Ort und dem Zugriff auf die Cash Group für gebührenfreies Bargeldabheben.

Auf Trustpilot bewerten Kund:innen die Deutsche Bank aktuell mit 1,4 von 5 Sternen bei über 2.600 Bewertungen, während die Banking-App im Google Play Store gleichzeitig 4,6 von 5 Sternen bei rund 130.000 Bewertungen erreicht. Dieser Kontrast ist kein Widerspruch, sondern zeigt genau, wo die Stärken und Schwächen liegen: Wer eine solide App und ein bundesweites Filialnetz sucht, findet hier ein gutes Angebot. Wer schnellen, unkomplizierten Support ohne Wartezeiten erwartet, sollte die Alternativen im Vergleichsabschnitt weiter unten prüfen, bevor er sich entscheidet.

Deutsche Bank Geschäftskonto im Überblick

Offizielle Geschäftskonto-Produktseite der Deutschen Bank
Die offizielle Geschäftskonto-Produktseite der Deutschen Bank. (Quelle: Deutsche Bank)

Die Deutsche Bank, mit Stammsitz in Frankfurt am Main, ist eine der letzten großen Universalbanken in Deutschland, die sowohl Privat- als auch Geschäftskunden über ein bundesweites Filialnetz bedient. Für Geschäftskunden stehen drei Kontomodelle zur Wahl: Business BasicKonto, Business ClassicKonto und Business PremiumKonto, gestaffelt nach Grundgebühr, Kartenanzahl und Buchungskosten.

Alle drei Tarife stehen Einzelunternehmer:innen, Freiberufler:innen, GmbH, UG, AG, Personengesellschaften, Genossenschaften und Vereinen offen, ebenso spezialisierten Berufsgruppen wie Ärzt:innen, Anwält:innen und Steuerberater:innen. Für Gründer:innen gibt es zusätzlich das sogenannte Gründerkonto, bei dem die Kontoführung im ersten Jahr kostenlos ist.

Kontomodelle und Kosten im Überblick

Die drei Tarife unterscheiden sich vor allem in der monatlichen Grundgebühr, der Zahl der enthaltenen Karten und der Buchungsgebühr pro beleghafter Überweisung.

TarifMonatliche GrundgebührKarten enthaltenGebühr pro Buchung
Business BasicKonto14,90 €1 Debitkarte (Deutsche Bank Card Business)0,30 €
Business ClassicKonto24,90 €bis zu 2 Debitkarten + 1 Kreditkarte0,20 €
Business PremiumKonto39,90 €2 Debitkarten + 2 Kreditkarten0,10 €

Beleghafte, also am Schalter eingereichte Überweisungen kosten bei allen drei Tarifen einheitlich 3,00 € pro Vorgang, unabhängig vom gewählten Kontomodell. Das Business PremiumKonto bringt zusätzlich ein kostenloses Zweitkonto (100 % Rabatt) sowie ein Unterkonto mit, was es für Unternehmen mit getrennter Rücklagen- oder Projektbuchhaltung interessant macht.

Deutsche Bank Geschäftskonto Tarife im Vergleich: Business BasicKonto, ClassicKonto und PremiumKonto
Business BasicKonto, ClassicKonto und PremiumKonto im direkten Vergleich der monatlichen Grundgebühr, Karten und Buchungskosten.

Für Gründer:innen bietet die Deutsche Bank ein Einstiegsangebot: Das Gründerkonto ist im ersten Jahr kostenlos, bevor die reguläre Grundgebühr des gewählten Tarifs greift. Nach Ablauf der zwölf kostenfreien Monate wird das Gründerkonto automatisch als reguläres Business ClassicKonto für 24,90 € im Monat weitergeführt, ein Wechsel in einen günstigeren oder teureren Tarif ist danach jederzeit möglich. Ein zeitlich befristeter Willkommensbonus, wie ihn die Deutsche Bank in der Vergangenheit für Neukund:innen ausgelobt hat, war zuletzt bis Ende Juli 2026 gültig und ist mit Stand August 2026 nicht mehr aktiv. Wer aktuell eröffnet, sollte sich also am Gründerkonto-Angebot orientieren und nicht an älteren Beiträgen, die noch den befristeten Bonus nennen.

Wer viele Buchungen im Monat hat, gleicht die höhere Grundgebühr des PremiumKontos über die niedrigere Buchungsgebühr von 0,10 € pro Posten aus. Bei geringem Buchungsvolumen bleibt das BasicKonto trotz der höheren Einzelgebühr pro Buchung meist die günstigere Wahl.

Für wen eignet sich das Deutsche Bank Geschäftskonto?

Die Deutsche Bank eignet sich besonders für Unternehmen, die regelmäßig Bargeld einzahlen oder abheben und dabei persönliche Beratung vor Ort schätzen. Auch wachsende KMU mit Finanzierungsbedarf, etwa für Investitionskredite oder Fördermittel, profitieren vom breiten Angebot an Finanzierungslösungen und der Erfahrung als klassische Hausbank.

Geeignet für:

  • Gründer:innen, die das kostenlose Gründerkonto im ersten Jahr nutzen wollen
  • Unternehmen mit regelmäßigem Bargeldverkehr und Bedarf an Filialzugang
  • KMU mit Finanzierungs- oder Fördermittelbedarf
  • International tätige Unternehmen, die auf ein weltweites Filial- und Automatennetz angewiesen sind

Weniger geeignet ist die Deutsche Bank für kostenbewusste Solo-Selbstständige ohne Beratungsbedarf, für rein digital arbeitende Unternehmen ohne Filialinteresse und für alle, die Wert auf integrierte Buchhaltungstools oder virtuelle Karten legen, wie sie bei reinen Fintech-Anbietern Standard sind. Ein Ausschlusskriterium ist zudem eine negative Schufa: Die Deutsche Bank prüft die Bonität vor der Kontoeröffnung, eine Ausnahmeregelung für negative Einträge gibt es anders als bei manchen Fintechs nicht.

Kontoeröffnung: So funktioniert es

Die Kontoeröffnung läuft für Einzelunternehmer:innen, GmbH und UG vollständig online ab. Für andere Unternehmensformen ist zusätzlich der Weg über eine Filiale oder eine Videoberatung möglich.

Erstens: Online-Formular mit den Unternehmensdaten ausfüllen, Schritt für Schritt mit Erläuterungen.

Zweitens: Identität per VideoIdent über den Partner WebID Solutions oder alternativ per PostIdent bestätigen. Das Ergebnis der VideoIdent-Legitimation ist zwei Wochen gültig.

Drittens: Die Bank führt eine Schufa-Prüfung durch, bevor das Konto endgültig eröffnet wird.

Viertens: Nach erfolgreicher Prüfung ist das Konto in der Regel innerhalb weniger Tage freigeschaltet.

Eine Besonderheit im Vergleich zu reinen Digitalbanken: Wer bereits Kund:in bei der Deutschen Bank ist, kann Zusatzkonten bei Classic- und Premium-Tarifen vergünstigt eröffnen.

Karten und Zahlungsverkehr

Das Business BasicKonto enthält eine Deutsche Bank Card Business als Debitkarte. Beim ClassicKonto stehen bis zu zwei Debitkarten sowie eine BusinessCard als Kreditkarte zur Verfügung, das PremiumKonto liefert gleich zwei Debit- und zwei Kreditkarten mit. Die jährliche Kartengebühr für die Girocard sinkt mit steigendem Tarif: 36 € beim BasicKonto, 24 € beim ClassicKonto und 12 € beim PremiumKonto.

Im Zahlungsverkehr unterstützt die Deutsche Bank klassische SEPA-Überweisungen, SEPA-Echtzeitüberweisungen, Firmenlastschriften und internationale Auslandsüberweisungen. Für digitale Buchhaltung steht der FinanzPlaner zur Verfügung, ein Tool zur Übersicht über Kontobewegungen direkt im Online-Banking, das allerdings nicht an die Tiefe spezialisierter Fintech-Buchhaltungstools heranreicht.

Bargeld einzahlen und abheben

Bargeldabhebungen sind an Deutsche-Bank-Automaten sowie an Automaten der Cash Group, dem gemeinsamen Verbund von Deutsche Bank, Commerzbank, Postbank und HypoVereinsbank, kostenlos. International sind Abhebungen zudem an zahlreichen Partnerbank-Filialen weltweit gebührenfrei möglich.

Bareinzahlungen am Schalter kosten 4,00 € pro Vorgang, unabhängig vom gewählten Tarif. Einzahlungen über einen Einzahlungsautomaten sind dagegen kostenlos. Für Unternehmen mit regelmäßigem, hohem Bargeldaufkommen, etwa im Einzelhandel oder in der Gastronomie, lohnt sich daher ein Blick auf die Standortdichte der eigenen Einzahlungsautomaten.

Erfahrungen und Bewertungen: Was Kunden wirklich sagen

Die Deutsche Bank erreicht auf Trustpilot aktuell 1,4 von 5 Sternen bei 2.623 Bewertungen, eingestuft als „Ungenügend“. Gleichzeitig bewerten Nutzer:innen die Banking-App im Google Play Store mit 4,6 von 5 Sternen bei rund 130.000 Bewertungen. Beide Zahlen sind gleichzeitig wahr und beschreiben unterschiedliche Dinge: Die App selbst gilt als modern und übersichtlich, während sich die Kritik am Trustpilot-Score fast ausschließlich auf den menschlichen Kundenservice bezieht.

Wiederkehrende Kritikpunkte in Kundenbewertungen sind lange Wartezeiten in der Telefon-Hotline und unbeantwortete Anfragen per E-Mail. Ein unabhängiger Praxistest von experte.de bestätigt dieses Bild: Bei einem Anruf lag die Wartezeit bei über 20 Minuten, eine E-Mail-Anfrage blieb vier Tage lang unbeantwortet. Die Online-Banking-Oberfläche am Desktop wird zudem häufiger als etwas veraltet und unübersichtlich beschrieben, während die mobile App im direkten Vergleich deutlich moderner wirkt.

Für die Praxis bedeutet das: Wer selten Kontakt zum Support braucht und hauptsächlich über die App bankt, wird mit der Deutschen Bank in der Regel zufrieden sein. Bei telefonischen oder schriftlichen Anfragen sollten Nutzer:innen dagegen längere Reaktionszeiten realistisch einplanen.

Alternativen zur Deutschen Bank

Wer stärker auf digitale Prozesse und niedrigere Kosten setzt, findet bei reinen Fintech-Anbietern häufig die passendere Lösung. Finom punktet mit einem kostenlosen Einstiegstarif und integrierter Rechnungsstellung, verzichtet dafür aber auf Bareinzahlungen. Qonto richtet sich stärker an wachsende Teams mit mehreren Nutzer:innen und einer tiefen Buchhaltungsintegration inklusive DATEV-Anbindung. Kontist eignet sich besonders für Freelancer:innen, die automatisch Steuerrücklagen bilden wollen, bietet aber ebenfalls keine Bareinzahlung.

Als Faustregel gilt: Wer regelmäßig Bargeld bewegt oder eine Hausbank für Finanzierungsgespräche sucht, ist bei der Deutschen Bank besser aufgehoben. Rein digital arbeitende Unternehmen mit Fokus auf niedrige laufende Kosten fahren dagegen meist besser mit einer der genannten Fintech-Alternativen.

Vor- und Nachteile der Deutschen Bank

Vorteile:

  • Rund 400 Filialen bundesweit für persönliche Beratung und Bargeldgeschäfte
  • Kostenlose Bargeldabhebungen an Deutsche-Bank- und Cash-Group-Automaten
  • Gründerkonto mit kostenloser Kontoführung im ersten Jahr
  • Moderne, gut bewertete Banking-App (4,6 von 5 Sternen im Google Play Store)
  • Breites Finanzierungsangebot inklusive Fördermittelberatung
  • Alle gängigen Unternehmensformen und spezialisierte Berufsgruppen werden bedient

Nachteile:

  • Kein dauerhaft kostenloser Tarif, Grundgebühren zwischen 14,90 € und 39,90 € im Monat
  • Lange Wartezeiten und langsame Reaktionszeiten im Kundenservice laut Nutzerbewertungen und unabhängigem Praxistest
  • Schufa-Prüfung ohne Ausnahme bei negativer Bonität
  • Bareinzahlung am Schalter kostet 4,00 € pro Vorgang
  • Online-Banking am Desktop wirkt im Vergleich zur App weniger modern
  • Keine integrierten Buchhaltungstools oder virtuellen Karten wie bei Fintech-Wettbewerbern

Sicherheit und Einlagensicherung

Ja, das Deutsche Bank Geschäftskonto ist sicher. Als deutsche Bank mit eigener Banklizenz unterliegt die Deutsche Bank der gesetzlichen Einlagensicherung: Guthaben sind bis 100.000 € je Einleger:in über die Entschädigungseinrichtung deutscher Banken GmbH (EdB) abgesichert. Als Mitglied im Bundesverband deutscher Banken ist die Deutsche Bank zusätzlich im freiwilligen Einlagensicherungsfonds der privaten Banken abgesichert, der über die gesetzliche Mindestsicherung hinausgeht, ohne dass daraus ein individueller Rechtsanspruch gegenüber dem Fonds entsteht.

Ein Detail, das auf den Vergleichsseiten selten erwähnt wird: Nach § 8 Einlagensicherungsgesetz gilt für bestimmte, besonders schutzwürdige Einlagen für bis zu sechs Monate ein erhöhter Schutz von bis zu 500.000 €, etwa wenn ein Betrag aus dem Verkauf einer privat genutzten Immobilie oder aus einer sozialrechtlichen Leistung stammt. Diese Regel gilt zwar gesetzlich für alle deutschen Banken gleichermaßen, ist für Unternehmer:innen mit größeren Sondererlösen aber ein relevanter Fakt bei der Kontowahl.

Häufig gestellte Fragen

Was kostet ein Geschäftskonto bei der Deutschen Bank?

Die drei Tarife kosten 14,90 € (Business BasicKonto), 24,90 € (Business ClassicKonto) und 39,90 € (Business PremiumKonto) pro Monat. Dazu kommt eine gestaffelte Buchungsgebühr von 0,30 € bis 0,10 € pro beleghafter Überweisung.

Bekomme ich bei der Deutschen Bank trotz negativer Schufa ein Konto?

Nein. Die Deutsche Bank führt vor jeder Kontoeröffnung eine Schufa-Prüfung durch, eine Ausnahme für negative Einträge gibt es nicht.

Kann ich das Deutsche Bank Geschäftskonto online eröffnen?

Ja, für Einzelunternehmer:innen, GmbH und UG ist die Kontoeröffnung vollständig online möglich, inklusive VideoIdent-Legitimation. Andere Unternehmensformen können das Konto zusätzlich in einer Filiale eröffnen.

Was kostet eine Bareinzahlung bei der Deutschen Bank?

Eine Bareinzahlung am Schalter kostet 4,00 € pro Vorgang. Einzahlungen über einen Einzahlungsautomaten sind dagegen kostenlos.

Gibt es bei der Deutschen Bank ein Gründerkonto?

Ja, Gründer:innen können das Geschäftskonto im ersten Jahr kostenlos nutzen, bevor die reguläre Grundgebühr des gewählten Tarifs greift.

Wie sicher ist mein Geld bei der Deutschen Bank?

Guthaben sind gesetzlich bis 100.000 € je Einleger:in über die Entschädigungseinrichtung deutscher Banken GmbH abgesichert. Zusätzlich besteht eine freiwillige Absicherung über den Einlagensicherungsfonds des Bundesverbands deutscher Banken.

Fazit: Lohnt sich das Deutsche Bank Geschäftskonto wirklich?

Die Deutsche Bank lohnt sich vor allem für Unternehmen und Gründer:innen, die Bargeld brauchen, persönliche Beratung schätzen und ein bundesweites Filialnetz nutzen wollen. Das Gründerkonto mit kostenloser Kontoführung im ersten Jahr macht den Einstieg zusätzlich attraktiv, und die Banking-App überzeugt mit einer Bewertung von 4,6 von 5 Sternen im Google Play Store.

Die größte Schwäche liegt nicht beim Produkt selbst, sondern beim menschlichen Kundenservice: Ein Trustpilot-Score von 1,4 von 5 Sternen und ein unabhängig bestätigter Praxistest mit langen Wartezeiten zeigen, dass Anfragen außerhalb der App Geduld erfordern. Wer damit leben kann und die Vorteile einer klassischen Filialbank sucht, bekommt bei der Deutschen Bank ein solides Gesamtpaket. Bei schnellem digitalem Support und dauerhaft niedrigen Kosten als Priorität lohnt sich dagegen häufiger der Blick auf eine der genannten Fintech-Alternativen.

Mehr über den Autor:

Foto des Autors

Max Benz

Gründer von geschaeftskonto.io

Max Benz hat einen Master of Science-Abschluss in Betriebswirtschaftslehre von der Technischen Universität Dresden und ist Gründer von geschaeftskonto.io, einer Marke der LBC Finance UG. Er hat schon einige Unternehmen gegründet und Geschäftskonten eröffnet. Sein Wissen darüber teilt er auf geschaeftskonto.io.