Billomat Test 2026: Buchhaltung für Freelancer und Solo-Selbstständige
Zuletzt aktualisiert: 10.05.2026
Kurzfazit
Billomat ist eine cloudbasierte Rechnungs- und Buchhaltungssoftware der aifinyo AG für Freelancer und Solo-Selbstständige. Die Preise starten bei 19 Euro/Monat (Professional, Jahresabo) bis 99 Euro/Monat (Enterprise). Aus unserer Sicht ist Billomat solide für Freelancer mit DATEV-Bedarf, hat aber Schwächen bei der Benutzeroberfläche und keine Bilanzierungs-Funktionen.
Das spricht dafür
- Starkes automatisches Mahnwesen ab Business-Tarif
- Telefonischer Support werktags 9-16 Uhr
- DATEV-Export in allen Tarifen
- EÜR und USt-VA ab Business-Tarif
- Shopify, WooCommerce und Salesforce-Integrationen
- 14 Tage kostenlos testen ohne Zahlungsdaten
Das spricht dagegen
- Veraltete Benutzeroberfläche im Vergleich zu sevDesk
- Keine Bilanz, keine GuV, kein BWA
- Kein kostenloser Dauer-Tarif
- Mahnwesen nur ab Business-Tarif (29 Euro/Monat)
- Business-Tarif teurer als sevDesk Buchhaltung
- Gelegentliche Bugs und langsame Ladezeiten
Für wen eignet sich das Tool?
Besonders geeignet für Nutzer, die Wert auf starkes automatisches mahnwesen ab business-tarif legen.
Weniger geeignet, wenn für dich entscheidend ist: veraltete benutzeroberfläche im vergleich zu sevdesk.
Billomat ist eine cloudbasierte Rechnungs- und Buchhaltungssoftware der aifinyo AG (Nürnberg, gegründet 2007) für Freelancer, Selbstständige und Kleinunternehmen. Die Preise starten bei 19 Euro/Monat im Jahresabo (Professional) und reichen bis 99 Euro/Monat (Enterprise). Wer mit Billomat seine Buchhaltung erledigen will, bekommt EÜR und Umsatzsteuervoranmeldung ab dem Business-Tarif. Aus unserer Sicht ist Billomat eine solide Wahl für Freelancer, die Rechnungen, Mahnwesen und DATEV-Export in einem Tool brauchen, aber bei der Bedienung und beim Funktionsumfang gegenüber sevDesk oder Lexware Office klar im Hintertreffen liegt.
In diesem Test erfährst du, was du mit Billomat erledigen kannst, was es kostet, wo wir die Stärken und Schwächen sehen und wann ein Wechsel zu einer Alternative die bessere Entscheidung ist.

Auf einen Blick
- Preis ab: 19 Euro/Monat (Professional, Jahresabo)
- 14 Tage kostenlos testen, ohne Zahlungsdaten
- EÜR und Umsatzsteuervoranmeldung ab Business-Tarif enthalten
- DATEV-Export in allen Tarifen
- Automatisches Mahnwesen ab Business-Tarif
- Unsere Einschätzung: Solide für Freelancer mit DATEV-Bedarf, aber UI veraltet
- Keine Bilanzierung, keine GuV, kein BWA
Was ist Billomat?
Billomat ist eine cloudbasierte Buchhaltungssoftware aus Nürnberg, seit 2022 Teil der aifinyo AG. Mit Billomat erledigst du Rechnungsstellung, Belegverwaltung und vorbereitende Buchhaltung vollständig digital, GoBD-konform und ohne Buchführungskenntnisse.
Das Kernversprechen: Rechnungen, Angebote, Mahnungen und Belege in der Cloud verwalten, eine Einnahmen-Überschuss-Rechnung (EÜR) vorbereiten und Daten per DATEV-Schnittstelle an den Steuerberater übergeben. Billomat läuft im Browser und bietet Apps für iOS und Android.
Was Billomat nicht ist: ein vollständiges Buchführungsprogramm für bilanzierende Unternehmen. Eine Gewinn- und Verlustrechnung (GuV), eine Bilanz oder betriebswirtschaftliche Auswertungen (BWA) lassen sich nicht direkt aus der Software erstellen. Wer diese Funktionen braucht, sollte den BuchhaltungsButler in Betracht ziehen.
Billomat Preise und Tarife 2026
Billomat bietet drei Tarifstufen, jeweils monatlich oder jährlich kündbar. Im Jahresabo sinken die Kosten gegenüber dem Monatsabo um rund ein Drittel.

| Tarif | Monatlich | Jährlich (pro Monat) | Dokumente/Monat | Kunden | Besonderheiten |
|---|---|---|---|---|---|
| Professional | 29 Euro | 19 Euro | 30 | 60 | Rechnungen, DATEV-Export |
| Business | 39 Euro | 29 Euro | unbegrenzt | unbegrenzt | API, Banking, Mahnwesen, EÜR, USt-VA |
| Enterprise | auf Anfrage | ca. 99 Euro | unbegrenzt | unbegrenzt | 3 Nutzer, Premium-Support |
Alle Tarife lassen sich 14 Tage lang kostenlos als Vollversion testen, ohne Kreditkarte oder Zahlungsdaten hinterlegen zu müssen. Die Testphase endet automatisch.
Wann lohnt sich welcher Tarif? Der Professional-Tarif reicht für Freelancer mit weniger als 30 Rechnungen pro Monat und ohne eigene Buchhaltungspflicht. Wer EÜR und Umsatzsteuervoranmeldung selbst vorbereiten oder den Bankabgleich automatisieren will, braucht mindestens den Business-Tarif. Den Enterprise-Tarif benötigen Teams mit mehreren Nutzern oder erhöhtem Support-Bedarf.
Unser Eindruck zum Preis-Leistungs-Verhältnis: Billomat Business kostet im Jahresabo 348 Euro und liegt damit über sevDesk Buchhaltung (rund 310 Euro) und deutlich über Papierkram (rund 239 Euro). Wer nur Rechnungen schreiben will und kein festes Monatsabo möchte, findet bei Easybill einen kostenlosen Einstiegstarif.
Billomat im Test: Funktionen und unsere Bewertung
Rechnungen schreiben und Mahnwesen

Mit Billomat erstellst du alle gängigen Belegarten: Angebote, Auftragsbestätigungen, Lieferscheine, Rechnungen, Gutschriften und Mahnungen. Aus einem Angebot wird mit einem Klick eine Rechnung, Textelemente und Nummernkreise sind individuell konfigurierbar. Der Versand per E-Mail ist direkt aus der Anwendung möglich.

Das automatisierte Mahnwesen ist ein Merkmal, das viele Freelancer schätzen: Billomat erinnert automatisch an überfällige Rechnungen, schickt E-Mail-Mahnungen an Kunden und passt Mahngebühren je Mahnstufe an. Du wählst zwischen vollautomatischem, halbautomatischem oder manuellem Modus. Diese Funktion ist ausschließlich im Business-Tarif enthalten. Im Professional-Tarif musst du offene Posten manuell verfolgen, was bei wachsendem Kundenvolumen schnell aufwendig wird.
Unsere Einschätzung: Die Rechnungsstellung ist funktional vollständig, die Eingabemaske wirkt aber nicht so aufgeräumt wie bei sevDesk oder Lexware Office. Einsteiger brauchen etwas Einarbeitungszeit, bevor der erste Beleg fehlerfrei rausgeht. Das Mahnwesen selbst ist gut gelöst, der Sprung in den Business-Tarif (29 Euro/Monat im Jahresabo) ist dafür allerdings teuer, wenn du nur diese eine Funktion brauchst.
E-Rechnung: ZUGFeRD und XRechnung

Seit dem 1. Januar 2025 gilt in Deutschland die schrittweise Pflicht zur E-Rechnung im B2B-Verkehr. Billomat unterstützt die gängigen Formate XRechnung (reines XML, Standard im öffentlichen Sektor) und ZUGFeRD (kombiniertes PDF und eingebettetes XML). Die E-Rechnung lässt sich direkt aus der Software heraus erzeugen und per Mail versenden.
Unsere Einschätzung: Hier ist Billomat auf Augenhöhe mit den meisten Wettbewerbern. Wer die E-Rechnungs-Pflicht abdecken will, bekommt das Format ohne extra Aufpreis. In welchem Tarif welches Profil enthalten ist, kommuniziert Billomat allerdings nicht so klar wie sevDesk oder Lexware. Wir empfehlen, das vor Vertragsabschluss kurz beim Anbieter zu klären.
Buchhaltung und EÜR
Ab dem Business-Tarif bereitest du mit Billomat eine Einnahmen-Überschuss-Rechnung (EÜR) vor und sendest die Umsatzsteuervoranmeldung per Elster-Schnittstelle direkt ans Finanzamt. Für Freiberufler und Einzelunternehmer, die zur EÜR verpflichtet sind, deckt das die wesentlichen Buchhaltungspflichten ab.
Was nicht geht: eine Gewinn- und Verlustrechnung (GuV), eine Bilanz oder eine betriebswirtschaftliche Auswertung (BWA). Wer bilanzierungspflichtig ist (z.B. GmbH ab bestimmten Schwellenwerten), kann Billomat nicht als alleiniges Buchhaltungstool nutzen.
Für die Zusammenarbeit mit dem Steuerberater bietet Billomat einen DATEV-Export und die DATEVconnect-online-Schnittstelle für die direkte Dokumentenübermittlung. Der Steuerberater bekommt einen eigenen Zugang und sieht alle Belege ohne manuelle Übergabe.
Unsere Einschätzung: Für Freelancer und Solo-Selbstständige reicht das Buchhaltungs-Modul aus. Sobald der Wechsel zur GmbH ansteht oder eine Bilanz Pflicht wird, musst du das Tool wechseln. Das ist ein deutlicher struktureller Nachteil gegenüber Lexware Office oder BuchhaltungsButler.
Banking und Kontoabgleich
Im Business-Tarif verbindest du ein Geschäftskonto über Online-Banking mit Billomat. Über 3.000 Banken und Kreditinstitute sind angebunden, der automatische Abgleich ordnet eingehende Zahlungen offenen Rechnungen zu. Das reduziert den manuellen Buchungsaufwand spürbar. Im Professional-Tarif ist diese Funktion nicht verfügbar.
Unsere Einschätzung: Das Banking-Modul ist solide, das Zuordnen funktioniert in den meisten Fällen automatisch. Wer eine sehr hohe Anzahl an Buchungen hat oder feinere Kategorisierungs-Regeln braucht, ist mit sevDesk oder Lexware Office aber besser bedient.
Schnittstellen und Erweiterungen
Direkt integriert sind Shopify, WooCommerce und Salesforce. Über die REST-API (ab Business-Tarif) baust du eigene Anbindungen. Die Belegerfassung mit OCR-Texterkennung verarbeitet eingehende Belege automatisch.
Unsere Einschätzung: Die Schnittstellen-Auswahl ist eine der Stärken von Billomat. Wer eine API für eigene Workflows braucht, bekommt das ab Business-Tarif. E-Commerce-Händler mit hohem Belegvolumen sollten trotzdem auch Easybill prüfen, das dort spezialisierter ist.
Support
Support ist eine klare Stärke von Billomat. Erreichbar per Telefon (werktags 9-16 Uhr), E-Mail und mit einer Rückruf-Option. Die Online-Dokumentation ist umfangreich, das FAQ deckt die häufigsten Fragen ab.
Unsere Einschätzung: Der telefonische Support hebt Billomat von kostengünstigeren Alternativen ab. Bei sevDesk oder Lexware Office ist Telefon-Support zwar auch vorhanden, bei Easybill oder Papierkram dagegen nicht. Wenn du Wert auf einen erreichbaren Ansprechpartner legst, spricht das für Billomat.
Bedienung und Benutzeroberfläche
Die Bedienung ist aus unserer Sicht der schwächste Bereich. Die Benutzeroberfläche wirkt im Vergleich zu modernen Buchhaltungstools wie sevDesk oder Lexware Office veraltet, die Navigation ist nicht immer intuitiv. Aktuelle Nutzerbewertungen auf Capterra bestätigen den Eindruck: Die neuere UI-Version wird von einem Teil der Nutzer als weniger komfortabel empfunden als die klassische Version, gelegentliche Ladezeiten und Bugs werden häufig genannt.
Unsere Einschätzung: Das ist der größte Schwachpunkt im täglichen Arbeiten. Wer aus einem moderneren Tool wechselt, wird sich umstellen müssen. Wer mit Billomat einsteigt, gewöhnt sich an die Oberfläche, sollte aber wissen, dass die Konkurrenz hier deutlich besser aufgestellt ist.
Unsere Gesamtbewertung von Billomat
Billomat ist aus unserer Sicht eine solide, aber nicht herausragende Buchhaltungssoftware für Freelancer und Solo-Selbstständige. Stark sind das Mahnwesen, der DATEV-Export, die Schnittstellenausstattung und der telefonische Support. Schwach sind die veraltete Benutzeroberfläche, die fehlenden Bilanzierungs-Funktionen und das im Vergleich teure Preis-Leistungs-Verhältnis im Business-Tarif.
| Bewertungsbereich | Unsere Einschätzung |
|---|---|
| Rechnungsstellung | Solide, aber Eingabemaske unübersichtlich |
| Mahnwesen | Stark (nur Business-Tarif) |
| E-Rechnung (ZUGFeRD/XRechnung) | Auf Augenhöhe mit Wettbewerbern |
| Buchhaltung (EÜR/USt-VA) | Reicht für Freelancer, kein Bilanz-Modul |
| Banking-Abgleich | Solide (3.000+ Banken angebunden) |
| Schnittstellen | Stark (Shopify, WooCommerce, API) |
| Support | Stark (Telefon, E-Mail, Rückruf) |
| Bedienung | Schwach (veraltete UI) |
| Preis-Leistung | Mittel (teurer als sevDesk im Business-Tarif) |
Für wen eignet sich Billomat?
Billomat eignet sich für:
- Freelancer und Solo-Selbstständige, die nur eine EÜR brauchen
- Nutzer, die Wert auf telefonischen Support legen
- Unternehmer mit weniger als 30 Rechnungen pro Monat (Professional-Tarif reicht aus)
- Anwender, die DATEV-Anbindung für den Steuerberater benötigen
- Shop-Betreiber mit Shopify oder WooCommerce (Business-Tarif)
Billomat eignet sich nicht für:
- Bilanzierende Unternehmen (GmbH, AG mit Buchführungspflicht)
- Wer GuV oder BWA selbst erstellen will
- Anwender, die eine moderne, intuitive Benutzeroberfläche priorisieren
- Wer eine kostenlose Einstiegsoption sucht (Billomat hat keinen Free-Tarif)
- Teams mit mehr als drei Nutzern (außer Enterprise)
Billomat Alternativen im Vergleich
Wenn Billomat nicht passt, gibt es mehrere Alternativen, die wir gut kennen:
sevDesk: Aus unserer Sicht der direkte Konkurrent mit modernerer Oberfläche, höherem Automatisierungsgrad und besserem Belegabgleich, ab 25,90 Euro/Monat. Die bessere Wahl, wenn dir die Bedienung wichtig ist.
Easybill: Kostenloser Free-Tarif mit 50 Dokumenten/Monat, über 50 E-Commerce-Integrationen, besonders stark in der Rechnungsstellung. Für reine Rechnungsschreiber die günstigere Wahl.
BuchhaltungsButler: Kann als einziges Tool im Vergleich Bilanz und GuV selbst erstellen, sinnvoll für bilanzierende Unternehmen, ab 29,95 Euro/Monat.
Papierkram: Günstiger Einstieg ab rund 10 Euro/Monat, gut für Freelancer mit Projektgeschäft, EÜR-Vorbereitung enthalten. Spart Geld, wenn der Funktionsumfang ausreicht.
Lexware Office: Unbegrenzte Nutzer, DATEV-Direktanbindung, für Teams besonders attraktiv, ab 7,90 Euro/Monat im Einstieg. Bietet das beste Preis-Leistungs-Verhältnis bei mehreren Nutzern.
Wer ein Geschäftskonto mit DATEV-Schnittstelle sucht, das direkt mit der Buchhaltungssoftware zusammenarbeitet, findet auf geschaeftskonto.io einen passenden Vergleich.
Fazit
Mit Billomat erledigst du als Freelancer oder Selbstständiger die wesentlichen Buchhaltungsaufgaben: Rechnungen, Mahnwesen, EÜR und DATEV-Export in einem Tool. Stark sind aus unserer Sicht das Mahnwesen, die Schnittstellen und der telefonische Support. Das klare Manko ist die veraltete Benutzeroberfläche, die das tägliche Arbeiten weniger angenehm macht als bei Alternativen wie sevDesk.
Wer eine Bilanz erstellen muss oder auf eine moderne Oberfläche besteht, sollte direkt zu sevDesk oder Lexware Office wechseln. Wer nur Rechnungen schreiben will, findet bei Easybill oder Papierkram günstigere oder sogar kostenlose Einstiegsoptionen.
Für den typischen Freelancer mit DATEV- und Mahnwesen-Bedarf ist Billomat eine vertretbare Wahl. Aus unserer Sicht aber nicht die erste Empfehlung: Das Preis-Leistungs-Verhältnis im Business-Tarif ist gegenüber sevDesk schwächer, und die Bedienung holt nicht auf. Vor dem Kauf empfehlen wir den 14-tägigen Gratis-Test, um zu prüfen, ob die Oberfläche zu deinem Arbeitsstil passt.
Mehr über den Autor:
Max Benz hat einen Master of Science-Abschluss in Betriebswirtschaftslehre von der Technischen Universität Dresden und ist Gründer von geschaeftskonto.io, einer Marke der LBC FInance UG. Er hat schon einige Unternehmen gegründet und Geschäftskonten eröffnet. Sein Wissen darüber teilt er auf geschaeftskonto.io.