FYRST im Test 2026: Lohnt sich das Geschäftskonto wirklich?
Zuletzt aktualisiert: 28.08.2026
FYRST ist eine Marke der Deutschen Bank und richtet sich mit einem eigenen Geschäftskonto gezielt an Gründer, Freiberufler und kleine Unternehmen. Statt eines einzigen Kontos bietet der Anbieter drei Modelle mit unterschiedlichem Preis und Leistungsumfang: BASE, COMPLETE und PREMIUM. Wer sich für FYRST als Geschäftskonto interessiert, will meist zwei Dinge wissen: Was kostet das Konto tatsächlich, und ist der Anbieter seriös genug für das eigene Geld. Beides klärt dieser Test, mit aktuellen Zahlen und echten Kundenbewertungen statt Werbeversprechen.
Kurz zusammengefasst:
- FYRST BASE: 0 € im Monat für Freiberufler, 50 freie Buchungen
- FYRST COMPLETE: 10 € im Monat, 75 freie Buchungen, 1 Unterkonto
- FYRST PREMIUM: 24 € im Monat, 0,04 € je Buchung, 5 Unterkonten, kostenlose DATEV-Schnittstelle
- Trustpilot-Bewertung: 4,0 von 5 Sternen bei rund 2.400 Bewertungen
- Anbieter: eine Marke der Deutschen Bank AG
Was kostet das FYRST Geschäftskonto? BASE, COMPLETE und PREMIUM im Vergleich
FYRST staffelt sein Angebot in drei Tarife, die sich vor allem im monatlichen Buchungsvolumen und in den enthaltenen Zusatzfunktionen unterscheiden.
FYRST BASE kostet für Selbstständige und Freiberufler dauerhaft 0 Euro im Monat, bei Kapitalgesellschaften wie einer GmbH oder UG fällt nach den ersten sechs Monaten eine Gebühr von 6 Euro an. Enthalten sind 50 beleglose Buchungen pro Monat, jede weitere kostet 0,19 Euro. Eine Debit-Mastercard ist im Preis inbegriffen.
FYRST COMPLETE kostet 10 Euro im Monat und bringt 75 beleglose Buchungen sowie ein zusätzliches FYRST-BASE-Unterkonto mit. Weitere Buchungen kosten nur noch 0,08 Euro pro Stück, was sich für Unternehmen mit spürbar mehr Kontobewegung schnell rechnet.
FYRST PREMIUM ist mit 24 Euro im Monat der teuerste Tarif, dafür entfällt das Freikontingent komplett zugunsten eines einheitlichen Preises von 0,04 Euro pro Buchung. Im Preis enthalten sind außerdem bis zu fünf FYRST-BASE-Unterkonten und eine kostenlose DATEV-Schnittstelle zur Steuerberatung, die bei BASE und COMPLETE nicht im Standardpaket steckt.
| Tarif | Preis pro Monat | Freie Buchungen | Preis je weiterer Buchung | Unterkonten | DATEV-Schnittstelle |
|---|---|---|---|---|---|
| FYRST BASE | 0 € (Freiberufler), 6 € (Kapitalgesellschaft ab Monat 7) | 50 | 0,19 € | 0 | kostenpflichtig |
| FYRST COMPLETE | 10 € | 75 | 0,08 € | 1 (BASE) | kostenpflichtig |
| FYRST PREMIUM | 24 € | unbegrenzt nutzbar, je Buchung 0,04 € | 0,04 € | 5 (BASE) | kostenlos |
Für Gründer gibt es zusätzlich das FYRST Gründerkonto, ein zeitlich begrenztes Angebot auf Basis von COMPLETE: Im ersten Jahr entfällt die Kontoführungsgebühr für fast alle deutschen Rechtsformen, sofern das Konto innerhalb von 365 Tagen nach der Gründung eröffnet wird. Ab dem zweiten Jahr gelten die regulären 10 Euro, optional dazu 5 Euro für die DATEV-Anbindung und 25,90 Euro für sevDesk.
Bei allen drei Tarifen gehören Echtzeitüberweisungen, mobile Bezahllösungen wie Apple Pay und Google Pay sowie ein vollständiger Zugriff über die FYRST-App zum Standard.
Ist FYRST seriös? Sicherheit, Einlagensicherung und Kundenbewertungen
FYRST ist keine eigenständige Bank. Der Anbieter ist eine Marke der Deutschen Bank AG, einer der größten Banken Europas. Für Kundinnen und Kunden bedeutet das doppelte Absicherung: Einlagen sind gesetzlich bis 100.000 Euro pro Person abgesichert, zusätzlich ist die Deutsche Bank freiwillig dem Einlagensicherungsfonds des Bundesverbandes deutscher Banken angeschlossen, wodurch Guthaben bis zu 438.000 Euro geschützt sein können.
Bei der Frage nach der tatsächlichen Kundenzufriedenheit lohnt sich der Blick auf unabhängige Bewertungsportale. Auf Trustpilot kommt FYRST aktuell auf 4,0 von 5 Sternen bei rund 2.400 Bewertungen, wobei sich das Bild klar polarisiert zeigt: 61 Prozent vergeben 5 Sterne, rund 30 Prozent nur einen Stern.
- Positiv: Kundinnen und Kunden loben wiederholt freundliches und kompetentes Support-Personal sowie den unkomplizierten Live-Chat.
- Negativ: Häufigster Kritikpunkt sind lange Wartezeiten in der Telefon-Hotline, teils über 40 Minuten, dazu vereinzelt technische Fehler im Tagesgeschäft und wenig transparente Kommunikation bei Kontosperrungen.
FYRST reagiert nach eigenen Angaben auf rund ein Drittel der negativen Bewertungen öffentlich, was für einen aktiven Umgang mit Kritik spricht, aber auch zeigt, dass nicht jede Beschwerde eine Antwort erhält.
Vorteile und Nachteile von FYRST im Überblick
Vorteile:
- Kostenloser Einstiegstarif BASE für Selbstständige und Freiberufler ohne Zeitbegrenzung
- Absicherung durch die Deutsche Bank inklusive erweiterter Einlagensicherung
- Kostenlose DATEV-Schnittstelle im PREMIUM-Tarif, Rabatte auf sevDesk in allen Tarifen
- Bargeldeinzahlungen und beleghafte Buchungen möglich, was bei reinen Online-Konten selten ist
- Schnelle Kontoeröffnung in rund zehn Minuten per Video-Ident oder elektronischem Personalausweis
Nachteile:
- Freikontingent bei BASE und COMPLETE ist bei starkem Wachstum schnell aufgebraucht
- DATEV-Anbindung nur bei PREMIUM kostenlos, sonst mit Zusatzkosten verbunden
- Support laut Kundenbewertungen bei hoher Auslastung telefonisch schwer erreichbar
- Kontoführungsgebühr für Kapitalgesellschaften bei BASE nach sechs Monaten fällig, nicht dauerhaft kostenlos
Für wen lohnt sich das FYRST Geschäftskonto?
FYRST BASE eignet sich für Gründer und Freiberufler mit wenig Kontobewegung, die in erster Linie ein kostenloses Konto mit den wichtigsten Grundfunktionen suchen.
FYRST COMPLETE passt zu Unternehmen, die regelmäßig mehr als 50 Buchungen im Monat haben und zusätzlich ein Unterkonto zur Trennung von Rücklagen oder Projekten nutzen wollen.
FYRST PREMIUM lohnt sich für buchhaltungsintensive Firmen mit mehreren Geschäftsbereichen, die von bis zu fünf Unterkonten profitieren und die kostenlose DATEV-Schnittstelle direkt an die Steuerberatung anbinden möchten.
Wer zusätzlich Kapital parken will, kann optional das FYRST Tagesgeldkonto dazu buchen: In den ersten drei Monaten winken 3,5 Prozent Zinsen pro Jahr auf Guthaben bis 100.000 Euro, danach greift ein variabler Zinssatz von aktuell 0,5 Prozent.
Für kurzfristige Liquidität steht auf dem Geschäftskonto selbst ein Kontokorrentkredit ab 9,95 Prozent effektivem Jahreszins zur Verfügung. Größere Finanzierungsvorhaben deckt FYRST über separate Geschäftskredite ab, die je nach Bonität ab 4,39 Prozent Zinsen starten, mit Summen zwischen 10.000 und 250.000 Euro und Laufzeiten von 12 bis 180 Monaten. Beide Kreditarten sind unabhängig vom gewählten Kontomodell erhältlich, sollten aber nicht verwechselt werden: Der Kontokorrentkredit dient der kurzfristigen Überbrückung, der Geschäftskredit der langfristigen Finanzierung.
Welche Rechtsformen kann FYRST bedienen?
FYRST öffnet sein Konto für nahezu alle in Deutschland üblichen Unternehmensformen: Freiberufler, Einzelunternehmer, Personengesellschaften wie GbR, OHG und KG sowie Kapitalgesellschaften wie GmbH, UG und GmbH & Co. KG. Damit deckt der Anbieter sowohl den klassischen Gründerfall als auch etablierte kleine und mittlere Unternehmen ab.
So eröffnest du ein FYRST Geschäftskonto
Die Kontoeröffnung läuft in drei Schritten und dauert nach Angaben des Anbieters rund zehn Minuten:
- Registrieren: Online-Antrag ausfüllen und das gewünschte Kontomodell wählen (BASE, COMPLETE, PREMIUM oder das Gründerkonto).
- Verifizieren: Identität per Video-Ident-Verfahren oder über die elektronische Ausweisfunktion bestätigen.
- Aktivieren: Nach erfolgreicher Prüfung steht die deutsche IBAN sofort bereit, das Online-Banking kann direkt genutzt werden.
Die zehn Minuten gelten vor allem für Freiberufler und Einzelunternehmer, die direkt per Video-Ident starten. Bei Kapitalgesellschaften wie GmbH oder UG dauert es wegen zusätzlicher Dokumentenprüfung meist 2 bis 5 Werktage, bis die vollständigen Zugangsdaten vorliegen. Seit Januar 2026 können auch juristische Personen mit nur einer vertretungsberechtigten Person die eID-Funktion des Personalausweises nutzen, was den Papierkram zusätzlich verkürzt.
Wer von einer anderen Bank wechselt, kann den kostenlosen Kontowechselservice von FYRST nutzen, der Daueraufträge und Lastschriften automatisch auf das neue Konto überträgt.
Alternativen zu FYRST
Wer vor der Entscheidung für FYRST noch weitere Geschäftskonten vergleichen möchte, findet auf geschaeftskonto.io ausführliche Einzeltests zu den wichtigsten Alternativen, etwa zu Qonto, Kontist, Finom und der klassischen Deutschen Bank. Qonto und Finom punkten mit reinen Online-Prozessen ohne Bargeldservice, Kontist richtet sich stärker an Einzelunternehmer mit automatisierter Steuerrücklage. FYRST hebt sich davon durch die Möglichkeit ab, Bargeld einzuzahlen und beleghafte Buchungen vorzunehmen, was bei rein digitalen Konkurrenten meist fehlt. Ein direkter Vergleich lohnt sich vor allem, wenn regelmäßig mit Bargeld gearbeitet wird oder mehrere Unterkonten gebraucht werden.
Häufig gestellte Fragen zu FYRST
Was kostet das FYRST Geschäftskonto?
FYRST BASE ist für Selbstständige und Freiberufler dauerhaft kostenlos, FYRST COMPLETE kostet 10 Euro im Monat und FYRST PREMIUM 24 Euro im Monat. Kapitalgesellschaften zahlen bei BASE ab dem siebten Monat 6 Euro.
Ist FYRST eine eigene Bank?
Nein, FYRST ist eine Marke der Deutschen Bank AG. Einlagen sind gesetzlich bis 100.000 Euro abgesichert, zusätzlich greift der freiwillige Einlagensicherungsfonds des Bundesverbandes deutscher Banken.
Wie gut sind die Kundenbewertungen von FYRST?
Auf Trustpilot erreicht FYRST 4,0 von 5 Sternen bei rund 2.400 Bewertungen. Gelobt wird der Support, kritisiert werden lange Wartezeiten am Telefon.
Welche Rechtsformen akzeptiert FYRST?
FYRST öffnet Konten für Freiberufler, Einzelunternehmer, GbR, OHG, KG sowie Kapitalgesellschaften wie GmbH und UG.
Wie lange dauert die Kontoeröffnung bei FYRST?
Der gesamte Prozess aus Registrierung, Video-Ident und Aktivierung dauert nach Angaben von FYRST rund zehn Minuten.
Fazit: Lohnt sich FYRST als Geschäftskonto?
FYRST überzeugt vor allem durch die Kombination aus einem dauerhaft kostenlosen Einstiegstarif und der Sicherheit einer großen Bank im Hintergrund. Wer wenig bucht, ist mit BASE gut bedient, wachsende Unternehmen profitieren von COMPLETE und buchhaltungsintensive Firmen mit mehreren Geschäftsbereichen von PREMIUM samt kostenloser DATEV-Anbindung. Die überwiegend guten Trustpilot-Bewertungen sprechen für den Anbieter, die wiederkehrende Kritik an der telefonischen Erreichbarkeit sollte man bei der Entscheidung dennoch einkalkulieren.
Mehr über den Autor:
Max Benz hat einen Master of Science-Abschluss in Betriebswirtschaftslehre von der Technischen Universität Dresden und ist Gründer von geschaeftskonto.io, einer Marke der LBC Finance UG. Er hat schon einige Unternehmen gegründet und Geschäftskonten eröffnet. Sein Wissen darüber teilt er auf geschaeftskonto.io.