Commerzbank im Test 2026: Lohnt sich das wirklich?
Zuletzt aktualisiert: 23.08.2026
Die Commerzbank gehört zu den größten Filialbanken Deutschlands und bietet Selbstständigen, Freiberuflern und Unternehmen drei Geschäftskonto-Tarife an: Klassik, Premium und Premium Plus. Die Grundpreise liegen zwischen 15,90 € und 54,90 € im Monat, wobei das Klassik-Konto zwölf Monate lang kostenlos ist und das Premium-Konto für Gründer in den ersten 24 Monaten nur 8,90 € kostet. Alle drei Tarife enthalten mindestens eine kostenlose Girocard, dazu je nach Tarif eine oder zwei Business Card Premium.
Wer ein bundesweites Filialnetz mit rund 450 Standorten und Zugriff auf die Cash Group für gebührenfreies Bargeldabheben schätzt, findet in der Commerzbank eine solide Option mit einer Bewertung von 76 von 100 Punkten für Klassik und Premium sowie 82 von 100 Punkten für Premium Plus. Wer ausschließlich digital arbeitet und auf dauerhaft niedrige Kosten setzt, sollte die Alternativen im Vergleichsabschnitt weiter unten prüfen, bevor er sich entscheidet.
Commerzbank Geschäftskonto im Überblick
Die Commerzbank bietet Unternehmen drei Kontomodelle an: Klassik Geschäftskonto, Premium Geschäftskonto und Premium Plus Geschäftskonto, ab 15,90 € im Monat nach Ablauf der jeweiligen Aktionsphase. Als klassische Filialbank mit rund 450 Standorten bundesweit richtet sich das Angebot vor allem an Unternehmen, die neben digitalem Banking auch persönliche Beratung vor Ort und regelmäßigen Bargeldverkehr brauchen.
Für die direkte Einordnung: Klassik und Premium erreichen in der Bewertung dieser Seite jeweils 76 von 100 Punkten (4,2 von 5 Sternen), Premium Plus liegt mit 82 von 100 Punkten (4,5 von 5 Sternen) vorn. Das macht Premium Plus zur am besten bewerteten Option, allerdings auch zur teuersten ohne Einstiegsrabatt. Wer nur eine einzelne Tarifstufe im Detail vergleichen will, findet die ausführlichen Einzelbewertungen zum Klassik Geschäftskonto, zum Premium Geschäftskonto und zum Premium Plus Geschäftskonto in den jeweiligen Einzeltests.
Commerzbank Geschäftskonto Kosten und Tarife im Vergleich
Das Klassik Geschäftskonto ist als Aktionsangebot zwölf Monate lang kostenlos, danach kostet es 15,90 € im Monat. Das Premium Geschäftskonto kostet für Gründer in den ersten 24 Monaten 8,90 € im Monat, danach 34,90 €. Das Premium Plus Geschäftskonto hat kein Einstiegsangebot und kostet durchgehend 54,90 € im Monat.
Die folgende Tabelle bündelt alle wichtigen Kostenpunkte an einer Stelle, statt sie wie bei mehreren Wettbewerbern über mehrere Abschnitte zu verteilen.
| Tarif | Grundpreis (Aktion) | Grundpreis (regulär) | Kostenlose Buchungen/Monat | Folgekosten pro Buchung | Bewertung |
|---|---|---|---|---|---|
| Klassik Geschäftskonto | 0,00 € für 12 Monate | 15,90 €/Monat | 10 | 0,20 € | 76/100, 4,2/5 |
| Premium Geschäftskonto | 8,90 €/Monat für 24 Monate | 34,90 €/Monat | 50 | 0,15 € | 76/100, 4,2/5 |
| Premium Plus Geschäftskonto | kein Einstiegsrabatt | 54,90 €/Monat | 250 | 0,10 € | 82/100, 4,5/5 |
Bei allen drei Tarifen kostet eine Bargeldabhebung oder -einzahlung an Commerzbank-Automaten 2,50 € pro Vorgang, mit Ausnahme des Premium-Plus-Kontos: Dort sind Abhebungen an Commerzbank- und Cash-Group-Automaten kostenlos, und die ersten fünf Bargeldeinzahlungen im Monat kosten nichts, danach ebenfalls 2,50 € pro Vorgang. Wer sich digital für ein Konto entscheidet, erhält zusätzlich einen Online-Bonus von 100 €. Die Bedingungen dafür sind konkret: mindestens fünf Transaktionen ab je 25 €, ein Beratungsgespräch und die Einwilligung in Marketingkommunikation. Ohne Erfüllung dieser drei Punkte entfällt der Bonus, auch wenn das Konto formal eröffnet wurde.
Wer viele Buchungen im Monat hat, gleicht die höhere Grundgebühr von Premium Plus schnell über die niedrigere Buchungsgebühr von 0,10 € pro Posten und das größere Freikontingent von 250 Buchungen aus. Bei wenigen Buchungen bleibt das Klassik-Konto während der zwölfmonatigen Aktionsphase eindeutig die günstigere Wahl.
Was kostet die Commerzbank wirklich im Alltag? Drei Nutzungsszenarien
Der Grundpreis allein sagt wenig darüber aus, was ein Unternehmen am Ende des Monats tatsächlich zahlt. Die folgende Tabelle rechnet drei typische Nutzungsprofile durch, jeweils nach Ablauf der Aktionsphase.
| Nutzungsprofil | Klassik (15,90 €, 0,20 €/Buchung ab 11.) | Premium Plus (54,90 €, 0,10 €/Buchung ab 251.) |
|---|---|---|
| Klein: 20 Buchungen/Monat | 15,90 € + 2,00 € = 17,90 € | 54,90 € + 0,00 € = 54,90 € |
| Mittel: 80 Buchungen/Monat | 15,90 € + 14,00 € = 29,90 € | 54,90 € + 0,00 € = 54,90 € |
| Groß: 300 Buchungen/Monat | 15,90 € + 58,00 € = 73,90 € | 54,90 € + 5,00 € = 59,90 € |
Bei kleinem und mittlerem Buchungsvolumen bleibt Klassik deutlich günstiger, weil die niedrige Grundgebühr das kleine Freikontingent locker ausgleicht. Ab etwa 250 bis 300 Buchungen im Monat kehrt sich das Bild um: Premium Plus wird trotz der höheren Grundgebühr zur günstigeren Wahl, weil die ersten 250 Buchungen komplett im Preis enthalten sind. Wer regelmäßig größere Bargeldbeträge einzahlt, sollte zusätzlich die Freikontingente für Bareinzahlungen einrechnen, denn nur Premium Plus bietet hier überhaupt eine kostenlose Staffel.
Karten, Zahlungsverkehr und Bargeld
Alle drei Tarife enthalten eine kostenlose Commerzbank Girocard als Debitkarte. Beim Klassik-Konto ist die Business Card Premium Debit optional für 5,90 € im Monat beziehungsweise 79,90 € im Jahr dazubuchbar, beim Premium-Konto ist eine Mastercard Business Card als Kreditkarte bereits im Grundpreis enthalten, und Premium Plus liefert gleich zwei davon kostenlos mit. Zusätzliche Girocards kosten bei allen Tarifen 10 € pro Karte.
Für Bargeldgeschäfte ist die Commerzbank Mitglied der Cash Group, dem gemeinsamen Geldautomatenverbund von Commerzbank, Deutsche Bank, Postbank und HypoVereinsbank. Das bedeutet gebührenfreies Abheben an tausenden Automaten dieser vier Institute, unabhängig davon, bei welcher der vier Banken das eigene Konto geführt wird. In der Buchhaltung unterstützt die Commerzbank eine DATEV-Schnittstelle sowie digitale Belegverwaltung und automatische Kategorisierung von Transaktionen direkt im Online-Banking, was die monatliche Abstimmung mit der Steuerberatung spürbar vereinfacht.
Kontoeröffnung und App
Die Kontoeröffnung läuft in drei Schritten: zunächst den Online-Antrag für das Geschäftskonto ausfüllen, anschließend die Identität per Online-Legitimation bestätigen, und danach ist das Konto eröffnet und einsatzbereit. Für Unternehmen mit bestehender Filialbeziehung ist auch eine Eröffnung direkt in einer Commerzbank Filiale vor Ort möglich.
Die Commerzbank App ist für Android und iOS verfügbar und deckt Kontostand, Überweisungen und Kartenverwaltung ab. Im Vergleich zu reinen Fintech-Apps wirkt die Oberfläche etwas funktionaler als verspielt, dafür sind alle Kernfunktionen für den Geschäftsalltag vorhanden, inklusive Freigabe von Überweisungen und Verwaltung mehrerer Nutzer im Online-Banking.
Vorteile des Commerzbank Geschäftskontos
- Drei Kontomodelle mit unterschiedlichem Kosten-Leistungs-Verhältnis für unterschiedliche Buchungsvolumen
- Zwölf Monate kostenlose Kontoführung beim Klassik-Konto, 24 Monate stark reduzierter Preis beim Premium-Konto
- Rund 450 Filialen bundesweit für persönliche Beratung und Bargeldgeschäfte
- Kostenlose Bargeldabhebungen an Commerzbank- und Cash-Group-Automaten, bei Premium Plus zusätzlich fünf kostenlose Einzahlungen im Monat
- Business Card Premium bereits im Grundpreis bei Premium und Premium Plus enthalten
- DATEV-Schnittstelle sowie digitale Belegverwaltung direkt im Online-Banking
Nachteile des Commerzbank Geschäftskontos
- Nach der Aktionsphase steigen die Grundpreise spürbar, bei Premium Plus dauerhaft auf 54,90 € im Monat
- Bargeldeinzahlungen kosten bei Klassik und Premium durchgehend 2,50 € pro Vorgang, ohne Freikontingent
- Der 100-€-Online-Bonus ist an drei Bedingungen geknüpft, darunter ein Beratungsgespräch und Marketing-Einwilligung
- Höhere Grundpreise als bei reinen Fintech-Wettbewerbern wie Qonto oder Finom, die teilweise ohne Grundgebühr starten
- Als Filialbank langsamer im digitalen Onboarding als App-first-Anbieter
Sicherheit und Einlagensicherung
Ja, das Commerzbank Geschäftskonto ist sicher: Einlagen sind bis 100.000 € je Einleger:in gesetzlich über die Entschädigungseinrichtung deutscher Banken GmbH (EdB) abgesichert. Diese gesetzliche Einlagensicherung gilt für alle drei Tarife gleichermaßen und unabhängig vom gewählten Kontomodell.
Zusätzlich ist die Commerzbank AG beim Bundesverband deutscher Banken im freiwilligen Einlagensicherungsfonds abgesichert, der über die gesetzliche Mindestsicherung hinausgeht. Wichtig für die Einordnung: Diese freiwillige Absicherung begründet keinen Rechtsanspruch gegenüber dem Fonds, anders als die gesetzliche Einlagensicherung bis 100.000 €. Auf Trustpilot bewerten mittlerweile über 4.700 Nutzer:innen die Commerzbank AG, ein zusätzliches unabhängiges Signal neben der eigenen Bewertung dieser Seite.
Commerzbank im Vergleich zu Qonto, Postbank und N26
Wer die Commerzbank gegen digitale Alternativen abwägt, sollte vor allem Grundpreis, Buchungskosten und den Zugang zu Bargeld vergleichen. Die folgende Tabelle stellt drei häufig genannte Alternativen gegenüber.
| Anbieter | Einstiegstarif | Monatlicher Grundpreis | Besonderheit |
|---|---|---|---|
| Commerzbank Klassik | Klassik Geschäftskonto | 15,90 € (nach Aktion) | Filialnetz und Cash Group, aber kein dauerhaft kostenloser Tarif |
| Qonto | Basic | ab 9 €/Monat | Team-Tarife, tiefe Buchhaltungsintegration, DATEV-Anbindung |
| Postbank | Business Giro | 12,90 € (nach Aktion) | Ähnliches Filialmodell, gehört zur Deutsche Bank AG |
| N26 Business | Business Standard | 0,00 € | Rein digital, unbegrenzte beleglose SEPA-Buchungen kostenlos |
Qonto positioniert sich stärker in Richtung Buchhaltungsintegration und Teamverwaltung und ist im Einstiegstarif günstiger als die Commerzbank. N26 Business punktet mit einem dauerhaft kostenlosen Einstiegstarif, bietet dafür aber keine eigenen Filialen für Bargeldgeschäfte. Die Postbank ähnelt der Commerzbank im Grundmodell einer Filialbank mit Cash-Group-Zugang, ist im Einstiegstarif aber etwas günstiger.
Einen ausführlichen Direktvergleich findest du in den Beiträgen Commerzbank vs. Qonto, Commerzbank vs. Postbank und Commerzbank vs. N26. Wer stattdessen eine andere Filialbank prüfen möchte, findet einen Vergleich unter Commerzbank vs. Deutsche Bank und Commerzbank vs. TARGOBANK.
Für wen lohnt sich die Commerzbank – und für wen eher nicht?
Die Commerzbank lohnt sich vor allem für Unternehmen und Selbstständige, die regelmäßig Bargeld einzahlen oder abheben und dafür persönliche Beratung vor Ort schätzen. Wer viele Buchungen im Monat hat, profitiert zusätzlich vom größeren Freikontingent und den niedrigeren Buchungsgebühren des Premium-Plus-Kontos.
Weniger geeignet ist die Commerzbank für rein digital arbeitende Unternehmen, die dauerhaft kostenlose Konten ohne Grundpreis suchen. Für dieses Profil bieten N26 Business oder Qonto häufig die passendere Lösung. Wer eine Fintech-Alternative mit tiefer Buchhaltungsintegration sucht, sollte zusätzlich Finom prüfen.
Häufige Fragen zum Commerzbank Geschäftskonto
Lohnt sich das Commerzbank Geschäftskonto?
Das Commerzbank Geschäftskonto lohnt sich vor allem für Unternehmen mit regelmäßigem Bargeldbedarf und Interesse an persönlicher Filialberatung. Gründer profitieren zusätzlich vom zwölf Monate kostenlosen Klassik-Konto oder dem stark reduzierten Premium-Konto für 8,90 € in den ersten 24 Monaten.
Was kostet ein Commerzbank Geschäftskonto?
Nach Ablauf der Aktionsphase kostet das Klassik-Konto 15,90 € im Monat, das Premium-Konto 34,90 € und das Premium-Plus-Konto 54,90 €. Während der Aktionsphase zahlst du beim Klassik-Konto zwölf Monate lang nichts und beim Premium-Konto 24 Monate lang nur 8,90 € im Monat.
Ist das Commerzbank Geschäftskonto sicher?
Ja, Einlagen sind bis 100.000 € je Einleger:in über die gesetzliche Einlagensicherung der Entschädigungseinrichtung deutscher Banken GmbH geschützt. Zusätzlich ist die Commerzbank AG Mitglied im freiwilligen Einlagensicherungsfonds des Bundesverbands deutscher Banken, wobei dafür kein Rechtsanspruch besteht.
Wie eröffne ich ein Commerzbank Geschäftskonto?
Die Eröffnung läuft in drei Schritten: Online-Antrag ausfüllen, Identität per Online-Legitimation bestätigen, danach ist das Konto eröffnet. Alternativ ist eine Eröffnung direkt in einer der rund 450 Filialen möglich.
Erhalte ich einen Bonus bei der Kontoeröffnung?
Ja, bei digitaler Kontoeröffnung erhältst du einen Online-Bonus von 100 €. Voraussetzung sind mindestens fünf Transaktionen ab je 25 €, ein Beratungsgespräch sowie die Einwilligung in Marketingkommunikation.
Fazit: Lohnt sich das Commerzbank Geschäftskonto wirklich?
Die Commerzbank lohnt sich für Unternehmen, die Bargeld brauchen und persönliche Beratung schätzen, und die bereit sind, nach der Aktionsphase Grundpreise zwischen 15,90 € und 54,90 € im Monat zu zahlen. Mit 82 von 100 Punkten (4,5 von 5 Sternen) ist Premium Plus der am besten bewertete der drei Tarife und eine gute Wahl für Unternehmen mit hohem Buchungsvolumen und regelmäßigem Bargeldverkehr. Klassik und Premium erreichen jeweils 76 von 100 Punkten (4,2 von 5 Sternen) und eignen sich vor allem für Gründer, die die zwölf beziehungsweise 24 Monate günstige Einstiegsphase ausnutzen wollen.
Für rein digital arbeitende Unternehmen ohne Bargeldbedarf lohnt sich die Commerzbank dagegen seltener. Hier schneiden reine Digitalbanken wie N26 Business mit dauerhaft kostenlosen Tarifen oder Qonto mit tieferer Buchhaltungsintegration in vielen Fällen günstiger ab. Wer beide Welten braucht, also gelegentlichen Filialzugang und digitale Verwaltung, bekommt bei der Commerzbank ein insgesamt überzeugendes Gesamtpaket, auch wenn es nicht das günstigste am Markt ist.
Mehr über den Autor:
Max Benz hat einen Master of Science-Abschluss in Betriebswirtschaftslehre von der Technischen Universität Dresden und ist Gründer von geschaeftskonto.io, einer Marke der LBC Finance UG. Er hat schon einige Unternehmen gegründet und Geschäftskonten eröffnet. Sein Wissen darüber teilt er auf geschaeftskonto.io.