Max Benz

Geschäftsführer und Gründer

Max Benz hat einen Master of Science-Abschluss in Betriebswirtschaftslehre von der Technischen Universität Dresden und ist Gründer von geschaeftskonto.io, einer Marke der LBC FInance UG. Er hat schon einige Unternehmen gegründet und Geschäftskonten eröffnet. Sein Wissen darüber teilt er auf geschaeftskonto.io.
Aktualisiert April 2026

Geschäftskonto für UG und GmbH im Test & Vergleich 2026

GmbH und UG sind gesetzlich verpflichtet, ein Geschäftskonto zu führen. Punkt. Das Stammkapital muss auf dieses Konto eingezahlt werden, bevor der Notar die Handelsregistereintragung beantragen kann, und die Haftungsbeschränkung gilt erst ab dem Moment, in dem der Eintrag im Handelsregister wirksam wird. Dieser Artikel vergleicht die zehn besten Anbieter, erklärt Dokumentenanforderungen, anfallende Kosten und zeigt, welche Konten für Kapitalgesellschaften nicht geeignet sind.

11 Konten geprüft 08.04.2026 letzte Aktualisierung Autor: Max Benz

Direkte Antwort

FYRST BASE ist in diesem Vergleich die stärkste Empfehlung – bewertet mit 4,5/5 Sternen. Praktisch bei Bargeld und Filialbedarf. Die weiteren Plätze zeigen, welche Konten je nach Rechtsform, Buchungsvolumen und Buchhaltungsanforderung besser passen können.

Vergleichstabelle: Geschäftskonto für UG und GmbH im Test & Vergleich 2026

Alle Konten nach Gesamtbewertung sortiert. Klick auf ein Konto öffnet die Detailbewertung weiter unten.

# Bank / Konto Unsere Bewertung Grundgebühr / Monat DATEV Unterkonten Geeignet für
1
TESTSIEGER 2026
4,5/5
Praktisch bei Bargeld und Filialbedarf
0,00 € Ja, 5 € pro Monat 6 € pro Unterkonto GmbH & UG Zum Review Anbieter
2
BESTE WAHL 2026
4,1/5
Praktisch bei Bargeld und Filialbedarf
11 € Nein GmbH & UG Zum Review Anbieter
3
EMPFEHLUNG 2026
4,5/5
Stark für GmbH, UG und Teams
54,90 € Ja 1 GmbH & UG Zum Review Anbieter
4
4,1/5
Sinnvoll für DATEV-nahe Buchhaltung
12,90 € Ja GmbH & UG Zum Review Anbieter
5
3,8/5
Stark für GmbH, UG und Teams
23,99 € Ja 25 GmbH & UG Zum Review Anbieter
6
3,8/5
Sinnvoll für DATEV-nahe Buchhaltung
14.90 € Ja GmbH & UG Zum Review Anbieter
7
4,2/5
Sinnvoll für DATEV-nahe Buchhaltung
24,90 EUR Ja 1 Freiberufler Zum Review Anbieter
8
3,9/5
Praktisch bei Bargeld und Filialbedarf
25.00 € Ja, für SEPA-Echtzei - GmbH & UG Zum Review Anbieter
9
3,1/5
Praktisch bei Bargeld und Filialbedarf
10 € - Unbegrenzt GmbH & UG Zum Review Anbieter
10
3,4/5
Stark für GmbH, UG und Teams
69 € Ja, inklusive 15 GmbH & UG Zum Review Anbieter
11
Ethikbank
Ethikbank Geschäftskonto
2,4/5
Praktisch bei Bargeld und Filialbedarf
10,00 € - - GmbH & UG Anbieter

Detaillierte Bewertungen

Stärken, Schwächen und Kerndaten zu jedem Konto auf einen Blick. Erstes Konto ist aufgeklappt.

1 FYRST BASE 4,5/5
Grundgebühr / Monat 0,00 €
Belegl. Buchung 0,19 € nach 50 kostenlosen Buchungen pro Monat
DATEV-Schnittstelle Ja, 5 € pro Monat
Unterkonten 6 € pro Unterkonto
Girocard FYRST Card (Girocard)
Debitkarte FYRST Card Plus (Mastercard Debitkarte)
2 Qonto Basic 4,1/5
Grundgebühr / Monat 11 €
Belegl. Buchung 30/Monat inklusive, danach 0,40 € pro Transaktion
DATEV-Schnittstelle Nein
Unterkonten
Girocard --
Debitkarte One Card (Debit Mastercard Business)
3 Commerzbank PremiumGeschäftskonto Plus 4,5/5
Grundgebühr / Monat 54,90 €
Belegl. Buchung 250 beleglose Buchungen frei pro Monat, ab der 251. Buchung 0,10 € pro Posten
DATEV-Schnittstelle Ja
Unterkonten 1
Girocard Commerzbank Girocard (Debitkarte)
Debitkarte Business Card Premium Debit inklusive
4 Postbank Business Giro 4,1/5
Grundgebühr / Monat 12,90 €
Belegl. Buchung 0,28 €
DATEV-Schnittstelle Ja
Unterkonten
Girocard Postbank Card (V pay)
Debitkarte Postbank Card (V pay)
5 bunq Elite 3,8/5
Grundgebühr / Monat 23,99 €
Belegl. Buchung 0,13 € pro Buchung
DATEV-Schnittstelle Ja
Unterkonten 25
Girocard -
Debitkarte 3 Karten inklusive
6 TARGOBANK Business-Konto Komfort 3,8/5
Grundgebühr / Monat 14.90 €
Belegl. Buchung 30 kostenlose Buchungen, danach 0,15 € pro Buchung
DATEV-Schnittstelle Ja
Unterkonten
Girocard Girocard ohne Kontaktlos-Funktion inklusive, mit Kontaktlos-Funktion 10,00 € / Jahr
Debitkarte Business-Debitkarte (Visa Debit)
7 Deutsche Bank Business ClassicKonto 4,2/5
Grundgebühr / Monat 24,90 EUR
Belegl. Buchung 0,20 EUR
DATEV-Schnittstelle Ja
Unterkonten 1
Girocard 2 kostenlose Girocards
Debitkarte Bis zu 2 Deutsche Bank Cards (Debitkarten) inklusive
8 HypoVereinsbank HVB BusinessKonto 4You 3,9/5
Grundgebühr / Monat 25.00 €
Belegl. Buchung 0.40 €
DATEV-Schnittstelle Ja, für SEPA-Echtzeitüberweisungen über HVB Online Banking oder Mobile Banking App
Unterkonten -
Girocard Girocard
Debitkarte -
9 Revolut Basic 3,1/5
Grundgebühr / Monat 10 €
Belegl. Buchung 10 kostenlose Buchungen, danach 0,20 € pro Buchung
DATEV-Schnittstelle -
Unterkonten Unbegrenzt
Girocard -
Debitkarte Master Debit Card
10 Holvi Business 3,4/5
Grundgebühr / Monat 69 €
Belegl. Buchung Unbegrenzte SEPA-Überweisungen und Lastschriften inklusive.
DATEV-Schnittstelle Ja, inklusive
Unterkonten 15
Girocard keine
Debitkarte 20 virtuelle + 5 klassische Debitkarten
11 Ethikbank Geschäftskonto 2,4/5
Grundgebühr / Monat 10,00 €
Belegl. Buchung 0,16 €
DATEV-Schnittstelle -
Unterkonten -
Girocard girocard
Debitkarte girocard

So haben wir bewertet

Unser Ranking basiert auf öffentlichen Preislisten, Produktseiten, App-Bewertungen und eigener Recherche. Kein Anbieter beeinflusst die Reihenfolge.

  • Kosten vollständig erfassen

    Wir addieren Grundgebühr, Buchungsposten, Kartengebühren und Mindestgebühren – nicht nur die Werbe-Headline.

  • Rechtsform-Eignung prüfen

    Nicht jedes Konto akzeptiert GmbH, UG, GbR oder Einzelunternehmer. Wir dokumentieren das explizit.

  • 🔗
    Buchhaltungs-Integrationen

    DATEV, Lexoffice, Sevdesk: Buchungsanbindungen sind für viele Firmen ein zentrales Auswahlkriterium.

  • 👥
    Team & Unterkonten

    Für GmbHs und wachsende Teams zählen Unterkonten, Rollen und Teamkarten oft mehr als die monatliche Grundgebühr.

Die besten Geschäftskonten für UG und GmbH

Zehn Anbieter. Alle akzeptieren GmbH und UG. Sie unterscheiden sich jedoch stark in Gebühren, Eröffnungsgeschwindigkeit und Zusatzleistungen wie DATEV-Integration oder Gründerkonten für die Gesellschaft in Gründung, sodass die richtige Wahl vom Geschäftsmodell abhängt.

FYRST

FYRST ist ein Digitalangebot der Deutschen Bank. Es akzeptiert GmbH, UG, GmbH & Co. KG, KG, GbR und e.K. Besonders für Gründer relevant: FYRST ermöglicht die Stammkapitaleinzahlung bereits vor der Handelsregistereintragung und bietet damit eines der wenigen echten Gründerkonten für die GmbH und UG in Gründung, die vollständig digital eröffnet werden können.

Das kostenlose BASE-Konto enthält alle wesentlichen Funktionen. COMPLETE bietet Kreditkarte, erweiterte Limits und telefonischen Support, kostet aber monatlich mehr. Für digital arbeitende Gesellschaften ohne Bargeldbedarf ist FYRST ein direkter Weg zum Geschäftskonto der GmbH.

Qonto

Qonto akzeptiert GmbH, UG und Ltd. mit einer deutschen IBAN. Die vollständige Online-Eröffnung dauert rund 15 Minuten, was für eine Kapitalgesellschaft ausgesprochen schnell ist, und die DATEV-Schnittstelle überträgt Buchungen direkt in das System des Steuerberaters. Mehrere Nutzerprofile lassen sich dem Konto zuweisen.

Rechnungsstellung und Belegverwaltung sind in der App integriert. Für GmbH und UG, die mit Lexware, SevDesk oder DATEV arbeiten, ist Qonto einer der stärksten Anbieter in diesem Vergleich. Wer keine Filiale braucht und Buchhaltungsautomatisierung priorisiert, findet hier kaum eine bessere Lösung.

Commerzbank

Die Commerzbank akzeptiert alle gängigen Rechtsformen, darunter GmbH, UG und AG. Sie ist eine der wenigen Filialbanken mit einem dezidierten Gründerkonto für Kapitalgesellschaften in Gründung, bei dem die Stammkapitaleinzahlung vor der Handelsregistereintragung möglich ist. Nach Einreichung der notariellen Unterlagen eröffnet die Bank das Konto in der Regel innerhalb von 48 Stunden.

Kreditoptionen und Überziehungsrahmen sind vorhanden. Das bundesweite Filialnetz ist ein klarer Vorteil gegenüber Fintechs, aber Fintechs schlagen die Commerzbank bei Geschwindigkeit und digitaler Nutzererfahrung. Für Gründer mit Bargeldbedarf oder persönlichem Beratungswunsch bleibt die Commerzbank erste Wahl.

Postbank

Die Postbank bietet Geschäftskonten für GmbH, UG und AG in drei Tarifvarianten. Je nach Transaktionsvolumen lässt sich das passende Modell wählen, und der Postbank Business Assistant unterstützt Gründer bei der Kontoeröffnung. Online-Eröffnung für juristische Personen wie GmbH und UG ist möglich, erfordert jedoch zusätzliche Legitimationsschritte.

Das bundesweite Filialnetz eignet sich für Gesellschaften mit regelmäßigem Bargeldverkehr. Drei Tarife bedeuten auch: vergleichen lohnt sich, weil die Differenz bei hohem Transaktionsvolumen deutlich spürbar wird.

bunq

bunq akzeptiert GmbH und UG ohne Schufa-Prüfung. Die Kontoeröffnung läuft vollständig digital, mehrere Unterkonten lassen sich unter einem Hauptkonto führen, und Kartenzahlungen sind weltweit gebührenfrei. Das ist besonders für international tätige Gesellschaften ein echter Vorteil gegenüber klassischen Filialbanken.

Die Nutzeranzahl ist nicht begrenzt. Alle Gebühren sind transparent. bunq richtet sich ausdrücklich an Gesellschaften, die keine Filiale benötigen, jedoch macht die fehlende Kredit- und Bargeldoption das Konto für kapitalintensive GmbH und UG weniger geeignet. Wer ein Geschäftskonto ohne Schufa sucht, findet bei bunq und Revolut die besten Optionen.

TARGOBANK

Die TARGOBANK akzeptiert GmbH und UG. Die monatliche Grundgebühr startet bei 9,90 Euro, was für ein solides Standardkonto mit Filialnetz ein akzeptabler Einstiegspreis ist. SEPA-Überweisungen und Debitkarte sind im Grundpaket enthalten, jedoch fehlt ein spezialisiertes Gründerkonto für Kapitalgesellschaften in Gründung.

Die TARGOBANK ist kein Spezialist für GmbH und UG, aber ein verlässlicher Standard für Gesellschaften, die ein ruhiges Standardkonto mit Filialzugang suchen. Besondere Anforderungen wie DATEV-Integration oder internationale Zahlungen werden nicht erfüllt.

Deutsche Bank

Die Deutsche Bank bietet Geschäftskonten für alle gängigen Rechtsformen, darunter GmbH, UG und AG, in drei Kontomodellen mit unterschiedlichen Leistungsumfängen. Die VideoIdent-Option erlaubt eine schnelle Legitimation ohne Filialbesuch, obwohl Belegbuchungen beim günstigen Business Basic kostenpflichtig sind und damit bei hohem Transaktionsvolumen ins Gewicht fallen.

Als Vollbank mit bundesweitem Filialnetz ist sie für GmbH und UG geeignet, die Bargeld einzahlen oder eine Unternehmensfinanzierung brauchen. Für rein digitale Gesellschaften ohne Bargeldbedarf sind die Konditionen jedoch weniger wettbewerbsfähig als bei Fintechs.

HypoVereinsbank

Die HypoVereinsbank akzeptiert GmbH, UG, AG und PartG. Die direkte DATEV-Schnittstelle für die automatische Buchungsübertragung zum Steuerberater ist eine der stärksten Integrationen unter den hier verglichenen Filialbanken, und Überziehungskredite sind für Gesellschaften mit entsprechendem Bedarf verfügbar. Die Debitkarte kostet monatlich 6 Euro zusätzlich.

Für GmbH und UG mit DATEV-Pflicht ist das eindeutig die interessanteste Filialbank in diesem Vergleich. Wer jedoch eine rein digitale Lösung ohne Filialbesuch sucht, wird anderswo schneller fündig.

Revolut

Revolut akzeptiert GmbH und UG und bietet ein kostenloses Grundkonto, das für einfache Kontoführung ohne Monatsgebühr ausreicht. Fremdwährungskonten sind direkt integriert, die digitale Eröffnung dauert rund 15 Minuten, und eine Schufa-Abfrage für juristische Personen entfällt, was die Eröffnung für junge Gesellschaften vereinfacht.

Null Euro pro Monat. Das ist das stärkste Argument für das Revolut-Basiskonto der GmbH oder UG. Für Finanzierungen oder Bargeldeinzahlungen ist es allerdings nicht ausgelegt, was den Einsatzbereich klar einschränkt.

Holvi

Holvi akzeptiert GmbH und UG. Es kombiniert Kontoführung, Rechnungsstellung und Belegverwaltung in einer Oberfläche, was für kleine Gesellschaften mit überschaubarem Transaktionsvolumen eine spürbare Zeitersparnis bedeutet, wenn man DATEV oder einen externen Buchhalter nicht einbinden möchte. Das Lite-Paket startet ab 9 Euro pro Monat.

SEPA-Überweisungen sind gebührenfrei. Die Business Mastercard unterstützt Apple Pay und Google Pay. Holvi ist kein Universalwerkzeug, aber für kleine GmbH und UG ohne komplexe Bankbedürfnisse eine schlanke und günstige Option.

Was ist der Unterschied zwischen GmbH und UG?

GmbH und UG sind beides Kapitalgesellschaften mit eigener Rechtspersönlichkeit und beschränkter Haftung. Der entscheidende Unterschied liegt beim Stammkapital. §5 GmbHG schreibt für eine GmbH ein Mindest-Stammkapital von 25.000 Euro vor, wovon mindestens 12.500 Euro bei Gründung eingezahlt sein müssen. Die UG dagegen kann nach §5a GmbHG mit einem Euro gegründet werden.

Die UG ist jedoch kein Dauerzustand auf niedrigem Kapital. Sie muss jährlich 25 Prozent ihres Gewinns einbehalten, bis das Stammkapital 25.000 Euro erreicht, und kann dann in eine GmbH umgewandelt werden. Beide Gesellschaftsformen brauchen zwingend ein Geschäftskonto, auf das das Stammkapital eingezahlt wird, bevor der Notar den Handelsregistereintrag beantragt.

Müssen GmbH und UG ein Geschäftskonto haben?

Ja, für GmbH und UG ist ein Geschäftskonto gesetzlich vorgeschrieben. Das Stammkapital muss auf ein Geschäftskonto eingezahlt werden, und der Notar benötigt den Einzahlungsbeleg, bevor er den Handelsregistereintrag beantragen kann. Ohne Konto keine Eintragung, ohne Eintragung keine Gesellschaft.

Ein rechtlich kritischer Punkt: Die Haftungsbeschränkung gilt erst ab dem Zeitpunkt der Handelsregistereintragung. Wer vor der Eintragung im Namen der GmbH oder UG Verträge abschließt oder Verbindlichkeiten eingeht, haftet persönlich mit seinem Privatvermögen. Das Geschäftskonto ist damit nicht nur eine bürokratische Voraussetzung, sondern ein echter Schutz für Gründer in der kritischen Vor-Eintragungsphase.

Nach der Gründung bleibt das Konto Pflicht. GmbH und UG als juristische Personen müssen alle geschäftlichen Zahlungsströme über ein Geschäftskonto abwickeln, da ein Privatkonto weder rechtlich noch steuerlich als Ersatz anerkannt wird.

Welche Dokumente brauche ich für die Kontoeröffnung?

Die erforderlichen Unterlagen hängen davon ab, ob die GmbH oder UG bereits im Handelsregister eingetragen ist oder sich noch in Gründung befindet. Beides ist möglich, jedoch unterscheiden sich die Anforderungen klar.

GmbH oder UG in Gründung

Vor der Handelsregistereintragung existiert noch kein Handelsregisterauszug. Hier reicht der notariell beglaubigte Gesellschaftsvertrag zusammen mit den Personalausweisen aller Gesellschafter. FYRST und Commerzbank haben dezidierte Gründerkonten, die genau für diese Phase ausgelegt sind und die Stammkapitaleinzahlung vor der Eintragung ausdrücklich unterstützen.

  • Notariell beglaubigter Gesellschaftsvertrag
  • Personalausweis aller Gesellschafter
  • Gründungsprotokoll (bei mehreren Gesellschaftern)
  • Ggf. notariell beglaubigte Vollmacht für nicht anwesende Gesellschafter

Bestehende GmbH oder UG

Für eine bereits eingetragene Gesellschaft verlangt die Bank zusätzlich einen aktuellen Handelsregisterauszug, der in der Regel nicht älter als drei Monate sein sollte. Dieser belegt Vertretungsbefugnis und aktuelle Gesellschafterstruktur. Ohne ihn läuft der Eröffnungsprozess bei keiner Bank weiter.

  • Aktueller Handelsregisterauszug (nicht älter als 3 Monate)
  • Gesellschaftsvertrag (beglaubigte Fassung oder notarielle Kopie)
  • Personalausweis aller zeichnungsberechtigten Geschäftsführer
  • Ggf. Gesellschafterliste

Welche Gebühren fallen bei einem Geschäftskonto an?

Die Kosten für ein Geschäftskonto bei GmbH und UG reichen von kostenlos bis rund 55 Euro pro Monat. Ob kostenlos oder teurer, was wirklich entscheidend ist: wie viele Transaktionen monatlich anfallen, ob regelmäßig Bargeld eingezahlt wird und ob Zusatzleistungen wie DATEV-Integration benötigt werden.

Kontoführungsgebühr: Die monatliche Grundgebühr ist die häufigste Kostenposition. Sie reicht von kostenlos (Revolut Basic, FYRST BASE) bis zu mehreren Dutzend Euro bei Filialbanken mit vollständigem Serviceangebot.

Transaktionsgebühren: Viele Banken berechnen Kosten pro Überweisung oder beleghafte Buchung. Bei hohem Transaktionsvolumen kann das die Gesamtkosten deutlich erhöhen. Fintechs bieten oft ein Kontingent kostenloser Transaktionen, aber die Grenzen variieren erheblich.

Kartengebühren: Debit- und Kreditkarten sind bei einigen Anbietern inklusive, bei anderen kostenpflichtig. Die HypoVereinsbank berechnet 6 Euro pro Monat für die EC/Girokarte.

Einmalgebühren: Manche Banken verlangen eine Kontoeröffnungsgebühr. Bei den meisten Anbietern in diesem Vergleich entfällt diese.

Einlagensicherung: Die gesetzliche Einlagensicherung schützt Einlagen in deutschen Banken bis zu 100.000 Euro. Fintechs ohne eigene Vollbanklizenz bieten diesen Schutz teils über Partnerbanken, teils über alternative Systeme. Bei größeren laufenden Guthaben ist das eindeutig ein relevantes Kriterium.

Worauf du bei der Wahl achten solltest

Nicht jedes Konto passt zu jeder Kapitalgesellschaft. Diese sechs Punkte helfen bei der Entscheidung.

Akzeptierte Rechtsformen: GmbH und UG sind juristische Personen. Nicht alle Banken unterstützen Kapitalgesellschaften bei der Online-Eröffnung, manche nehmen ausschließlich Freiberufler und Einzelunternehmer auf.

Stammkapitaleinzahlung: Wer gründet, braucht ein Konto, das die Stammkapitaleinzahlung vor der Handelsregistereintragung unterstützt. Nicht alle Anbieter bieten das explizit an. FYRST und Commerzbank sind hier klar die sicherste Wahl.

Filialbank oder Fintech: Fintechs wie Qonto, FYRST oder Revolut eröffnen Konten digital in 15 bis 24 Stunden. Filialbanken wie Commerzbank, Deutsche Bank oder HypoVereinsbank brauchen länger, bieten aber persönliche Beratung und Finanzierungsprodukte, die Fintechs nicht haben.

DATEV-Integration: Wer mit einem Steuerberater arbeitet, der DATEV nutzt, spart Zeit, wenn das Konto eine direkte Schnittstelle bietet. Qonto und HypoVereinsbank sind hier die stärksten Anbieter in diesem Vergleich. Einen Vergleich der Konten mit DATEV-Schnittstelle gibt es im verlinkten Überblick.

Gebührenstruktur: Nicht nur die monatliche Grundgebühr zählt. Transaktionsgebühren, Kartenkosten und Kosten für beleghafte Buchungen können die Gesamtkosten bei der GmbH mit hohem Transaktionsvolumen stark beeinflussen.

Kreditoptionen: Für GmbH und UG, die Betriebsmittelkredite oder Überziehungsrahmen benötigen, kommen in erster Linie Filialbanken in Frage. Fintechs bieten solche Produkte selten oder gar nicht.

Welche Konten eignen sich NICHT für GmbH und UG?

Einige Anbieter nehmen ausschließlich Freiberufler, Selbstständige oder Einzelunternehmer auf. Für GmbH und UG als juristische Personen sind diese Konten schlicht nicht geeignet. Kontist etwa ist explizit auf Freelancer ausgerichtet und akzeptiert keine Kapitalgesellschaften. Ähnlich restriktiv sind manche kleineren Neobanken, die nur natürliche Personen aufnehmen.

Auch ein normales Privatkonto ersetzt das Geschäftskonto der GmbH nicht. Die Nutzung eines Privatkontos für Gesellschaftsgeschäfte verstößt gegen steuerliche und buchhalterische Anforderungen und kann bei Betriebsprüfungen zu ernsthaften Problemen führen. Was den Unterschied zwischen Geschäftskonto und Privatkonto ausmacht, erklärt der verlinkte Artikel ausführlich.

So eröffnest du ein Geschäftskonto als GmbH oder UG

Der Ablauf unterscheidet sich danach, ob die Gesellschaft noch in Gründung ist oder bereits im Handelsregister eingetragen ist. Beides ist klar geregelt.

GmbH oder UG in Gründung: Zuerst beurkundet der Notar den Gesellschaftsvertrag. Danach wird das Konto bei einem Anbieter eröffnet, der Konten für Gründer ausdrücklich anbietet, etwa FYRST oder Commerzbank. Das Stammkapital geht auf dieses Konto, der Notar erhält den Einzahlungsbeleg und beantragt dann die Handelsregistereintragung. Ab diesem Moment gilt die Haftungsbeschränkung.

Bestehende GmbH oder UG: Handelsregisterauszug, Gesellschaftsvertrag und Ausweise der Geschäftsführer einreichen, Legitimation via VideoIdent oder Filialbesuch abschließen. Fintechs schaffen das in rund 15 Minuten digital, klassische Banken in 24 bis 48 Stunden, jedoch ist der Ablauf bei allen Anbietern grundsätzlich gleich strukturiert.

Bei allen Anbietern müssen alle zeichnungsberechtigten Geschäftsführer identifiziert werden. Wer nicht persönlich erscheinen kann, braucht eine notariell beglaubigte Vollmacht.

Häufig gestellte Fragen zum Geschäftskonto für UG und GmbH

Müssen GmbH und UG ein Geschäftskonto haben?

Ja, für GmbH und UG ist ein Geschäftskonto gesetzlich vorgeschrieben. Das Stammkapital muss vor der Handelsregistereintragung auf ein Geschäftskonto eingezahlt werden, und ohne diesen Einzahlungsnachweis kann der Notar die Gesellschaft nicht anmelden.

Was kostet ein Geschäftskonto für eine GmbH?

Die Kosten reichen von kostenlos bis rund 55 Euro pro Monat. Kostenlose Basiskonten bieten unter anderem FYRST und Revolut. Filialbanken wie HypoVereinsbank oder Deutsche Bank liegen höher, bieten aber mehr persönlichen Service und Finanzierungsoptionen, was bei der GmbH mit Kreditbedarf den Preisunterschied rechtfertigen kann.

Kann ich als GmbH in Gründung schon ein Konto eröffnen?

Ja, einige Anbieter eröffnen Konten ausdrücklich für GmbH und UG in Gründung. FYRST und Commerzbank bieten Gründerkonten, die genau für die Phase vor der Handelsregistereintragung konzipiert sind. Das Stammkapital wird auf dieses Konto eingezahlt, und der Einzahlungsbeleg geht an den Notar.

Welches Konto eignet sich für eine UG?

Für eine UG eignen sich dieselben Anbieter wie für eine GmbH, da beide als Kapitalgesellschaften behandelt werden. Wer schnell und kostengünstig gründen will, ist mit FYRST oder Qonto gut aufgestellt. Für UG mit Bargeldbedarf oder persönlichem Beratungswunsch sind Commerzbank oder Deutsche Bank die bessere Wahl.

Welches Konto eignet sich für eine GmbH?

Die beste Wahl für die GmbH hängt vom Geschäftsmodell ab. Digital arbeitende Gesellschaften ohne Bargeldbedarf sind mit Qonto oder FYRST gut aufgestellt. Gesellschaften mit Kreditbedarf, Bargeldgeschäft oder DATEV-Pflicht profitieren jedoch mehr von Commerzbank, Deutsche Bank oder HypoVereinsbank.

Gibt es ein Geschäftskonto ohne Schufa-Prüfung für GmbH und UG?

Ja, bunq und Revolut führen für juristische Personen wie GmbH und UG keine klassische Schufa-Abfrage durch. Das vereinfacht die Eröffnung für junge Gesellschaften oder in Fällen, in denen eine Schufa-Auskunft problematisch wäre.

Kann ich als GmbH mein Privatkonto nutzen?

Nein, ein Privatkonto ist für eine GmbH kein zulässiger Ersatz. Die Nutzung eines Privatkontos für Gesellschaftsgeschäfte verstößt gegen buchhalterische Pflichten und kann bei einer Betriebsprüfung zu ernsthaften Problemen führen. GmbH und UG sind verpflichtet, ein separates Geschäftskonto zu führen.

Fazit

Für rein digital arbeitende GmbH und UG sind FYRST und Qonto die stärksten Optionen: beide unterstützen die Stammkapitaleinzahlung, ermöglichen eine schnelle Online-Eröffnung und bieten solide Buchhaltungsintegration. Wer Bargeld einzahlen muss oder eine Bankverbindung mit Kreditoptionen braucht, ist mit Commerzbank oder Deutsche Bank besser beraten.

Häufige Fragen

Welches Geschäftskonto passt am besten zu GmbH oder UG?

Für GmbH und UG sind DATEV-Schnittstelle, Unterkonto-Funktion und Nutzerrollen besonders wichtig. In diesem Vergleich ist FYRST BASE die stärkste Empfehlung für diesen Bedarf.

Wichtig: Nicht alle Neobanken akzeptieren Kapitalgesellschaften. Vor der Eröffnung sollte das direkt beim Anbieter geprüft werden.

Was kostet ein Geschäftskonto für eine GmbH im Durchschnitt?

Die monatliche Grundgebühr liegt je nach Anbieter zwischen 0 € (Neugründungs-Aktionen) und 30–50 € für vollwertige Firmenkonten mit DATEV und Teamzugängen. Hinzu kommen Buchungsposten, Karten und Zusatznutzer.

Braucht eine GmbH zwingend ein separates Geschäftskonto?

Ja. Die GmbH ist eine eigenständige juristische Person. Das Stammkapital muss bei Gründung auf ein Firmenkonto eingezahlt werden, und die Buchhaltung erfordert eine klare Trennung von Privat- und Geschäftsfinanzen. Private Konten dürfen für Kapitalgesellschaften von den meisten Banken nicht genutzt werden.

Ist eine DATEV-Schnittstelle wirklich wichtig?

Wenn der Steuerberater oder die Buchhaltungssoftware DATEV nutzt, spart eine native Anbindung erheblich Zeit beim monatlichen Buchungsexport. Ohne diese Funktion müssen Umsätze manuell exportiert und konvertiert werden – ab einem gewissen Buchungsvolumen ein echtes Auswahlkriterium.

Wie aktuell sind die Angaben in diesem Vergleich?

Dieser Vergleich wurde zuletzt am 08.04.2026 aktualisiert. Preise und Konditionen können sich ändern – wir empfehlen, die aktuellen Konditionen vor Kontoeröffnung direkt beim Anbieter zu prüfen.