Max Benz

Geschäftsführer und Gründer

Max Benz hat einen Master of Science-Abschluss in Betriebswirtschaftslehre von der Technischen Universität Dresden und ist Gründer von geschaeftskonto.io, einer Marke der LBC FInance UG. Er hat schon einige Unternehmen gegründet und Geschäftskonten eröffnet. Sein Wissen darüber teilt er auf geschaeftskonto.io.
Max Benz

Geschäftsführer und Gründer

Max Benz hat einen Master of Science-Abschluss in Betriebswirtschaftslehre von der Technischen Universität Dresden und ist Gründer von geschaeftskonto.io, einer Marke der LBC FInance UG. Er hat schon einige Unternehmen gegründet und Geschäftskonten eröffnet. Sein Wissen darüber teilt er auf geschaeftskonto.io.

Beste Geschäftskonten mit nativer Buchhaltungs-Integration 2026

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Max Benz

Gründer von geschaeftskonto.io

Zuletzt aktualisiert: 22.05.2026

Wer als Selbstständiger oder Unternehmer jeden Monat Belege manuell zuordnet, Transaktionen aus dem Banking-Export in Excel kopiert und dann mühsam in die Buchhaltungssoftware überträgt, verbrennt wertvolle Arbeitszeit. Geschäftskonten mit nativer Buchhaltungs-Integration lösen genau dieses Problem: Transaktionen werden automatisch kategorisiert, Belege direkt im Konto erfasst und die Verbindung zu Tools wie lexoffice oder DATEV läuft ohne manuellen Export im Hintergrund.

Welche Konten das am besten umsetzen, was native Integration konkret bedeutet und welches Konto zu deiner Situation passt, zeigen wir hier im direkten Vergleich: mit Daten aus unserem eigenen Anbieter-Datenbank.

Was ist native Buchhaltungs-Integration beim Geschäftskonto?

Native Buchhaltungs-Integration bedeutet, dass Kategorisierung, Belegverwaltung und die Verbindung zu Tools wie lexoffice oder DATEV direkt in der Banking-App eingebaut sind. Nicht als nachträglicher Datenexport, sondern als fester Bestandteil des Produkts, das automatisch im Hintergrund läuft.

Am deutschen Markt existieren vier technische Integrationsmodelle, die sich stark in Automatisierungstiefe und Einrichtungsaufwand unterscheiden:

1. Eingebaute Buchhaltung (echte native Integration): Die Banking-App selbst übernimmt Kategorisierung, Belegerfassung und teilweise Rechnungserstellung. Holvi und Finom sind hier am stärksten. Du brauchst kein zweites Tool: alles passiert im Banking-Interface.

2. Direkte API-Anbindung: Das Konto verbindet sich per OAuth oder API in Echtzeit mit einem externen Tool wie lexoffice oder sevDesk. Transaktionen fließen automatisch rüber. Qonto und Kontist nutzen dieses Modell. Einmalige Einrichtung, dann läuft alles ohne manuellen Eingriff.

3. DATEV-Export: Die Bank stellt einen strukturierten Export im DATEV-Format bereit, den der Steuerberater oder Buchhaltungsbutler importiert. Fast alle Anbieter bieten das an: manche kostenlos, manche gegen Aufpreis.

4. Banking-Aggregator (PSD2): Tools wie lexoffice oder DATEV Unternehmen Online verbinden sich per PSD2 direkt mit dem Konto und holen Transaktionen ab, ohne dass die Bank eine eigene Integration anbietet. Das funktioniert mit fast jedem Konto, ist aber weniger tief als ein direktes API-Konto.

Für die meisten Selbstständigen ist das API-Modell praktisch so gut wie echte native Integration. Der Unterschied liegt vor allem darin, ob du Belege direkt im Banking-App-Kontext erfassen kannst oder dazu ein zweites Fenster in der Buchhaltungssoftware öffnen musst.

Entscheidend ist nicht das Modell selbst, sondern wie reibungslos es in deinen Workflow passt: Arbeitest du hauptsächlich mit lexoffice und brauchst keine Steuerberaterkopplung, ist ein direktes API-Konto ideal. Schickst du monatlich Daten an deinen Steuerberater, der mit DATEV arbeitet, ist die DATEV-Schnittstelle das wichtigste Kriterium: und hier gibt es deutliche Preisunterschiede zwischen den Anbietern.

Die besten Geschäftskonten mit Buchhaltungs-Integration im Vergleich

Die folgende Tabelle zeigt, welche Konten welche Software direkt anbinden, ob DATEV kostenlos oder gegen Aufpreis verfügbar ist, und was der Einstiegstarif kostet.

AnbieterUnterstützte SoftwareDATEVBelegverwaltungEinstiegspreis
Qontolexoffice, sevDesk, 80+ weitereinklusiveja0 EUR/Monat (Starter)
Finomlexoffice, sevDesk, Billomat, FastBillinklusiveja0 EUR/Monat (Solo)
Holvilexoffice, Lexware Officeab 3 EUR/Monat extraja0 EUR/Monat (Flex)
KontistsevDesk (Start), lexoffice+DATEV (Plus)nur in Plusja0 EUR/Monat (Free)
FYRSTlexoffice, Sage, sevDesk5 EUR/Monat extranein0 EUR/Monat (BASE)
INGDATEV, Lexware, sevDesk, Buchhaltungsbutlerinklusive (PSD2)ja0 EUR/Monat

Qonto: beste Gesamtlösung für Teams und wachsende Unternehmen

Qonto Geschäftskonto mit Buchhaltungs-Integration
Qonto: Buchhaltungs-Integration und über 80 Tools (Quelle: qonto.com)

Qonto verbindet sich mit über 80 Buchhaltungstools und bietet in allen Tarifen DATEV-Export, vorbereitende Buchhaltung, digitale Belegverwaltung und automatisierte Verwaltung von Lieferantenrechnungen. Die direkte Integration mit lexoffice und sevDesk läuft per OAuth: Transaktionen werden in Echtzeit synchronisiert, sobald die Verbindung einmalig eingerichtet ist.

Die Belegerfassung funktioniert direkt in der Qonto-App: Fotos von Papierbelegen werden beweiskräftig zertifiziert und an die verknüpfte Buchhaltungssoftware übergeben. Lieferantenrechnungen lassen sich hochladen, Zahlungsfristen werden überwacht und fällige Zahlungen direkt in Qonto ausgelöst. Das spart den Wechsel zwischen Banking- und Buchhaltungs-App.

Besonders stark ist Qonto bei größeren Teams: Mehrbenutzer-Banking, Ausgaben-Management mit Budgets pro Team oder Projekt und physische sowie virtuelle Karten für Mitarbeiter sind in höheren Tarifen verfügbar. Die Steuerberater-Funktion erlaubt es, dem Steuerberater direkten Zugriff auf Belege und Kontoauszüge zu geben: ohne DATEV-Export manuell anstoßen zu müssen.

Tarife: Starter kostenlos (mit eingeschränkten Features), Basic 11 EUR/Monat, Smart 23 EUR/Monat, Premium 45 EUR/Monat, Essential 59 EUR/Monat, Business 99 EUR/Monat, Enterprise 249 EUR/Monat. DATEV ist in allen Tarifen ohne Aufpreis verfügbar.

Qonto unterstützt alle Rechtsformen: Selbstständige, Freiberufler, Einzelunternehmen, GbR, GmbH, UG, AG, OHG und weitere.

Mehr Details: Qonto Geschäftskonto im Test

Finom: bestes Preis-Leistungs-Verhältnis mit eingebautem Invoicing

Finom Geschäftskonto mit Buchhaltungs-Integration
Finom: eingebautes Invoicing und DATEV-Integration (Quelle: finom.co)

Finom hat Rechnungserstellung und Belegverwaltung in allen Tarifen eingebaut und verbindet sich mit DATEV ohne Aufpreis. Was Finom von anderen unterscheidet: Angebote und Rechnungen lassen sich direkt im Banking-Interface erstellen und verschicken. Zahlungseingänge werden automatisch den offenen Posten zugeordnet, ohne dass ein zweites Tool nötig ist.

Die Anbindungen zu lexoffice, sevDesk, Billomat und FastBill funktionieren per API: einmalig einrichten, dann läuft die Synchronisation automatisch. DATEV ist in allen kostenpflichtigen Tarifen ohne Aufpreis enthalten, auch im günstigen Basic-Tarif ab 10,99 EUR/Monat.

Cashback von bis zu 3 Prozent auf Kartenzahlungen macht Finom für ausgabenintensive Unternehmen zusätzlich attraktiv und reduziert die effektiven Kontokosten. Der Finom Solo-Tarif ist kostenlos und enthält grundlegende Invoicing-Funktionen, hat aber Einschränkungen bei den Transaktionen und der API-Anbindung.

Tarife: Solo kostenlos, Basic 10,99 EUR/Monat, Smart 23,99 EUR/Monat, Pro 119 EUR/Monat, Grow 249 EUR/Monat. Ab dem Basic-Tarif sind alle Buchhaltungsintegrationen vollständig verfügbar.

Finom unterstützt alle Rechtsformen: Einzelunternehmer, Freiberufler, GmbH, UG, GbR und weitere.

Mehr Details: Finom Geschäftskonto im Test

Holvi: stärkste native Integration speziell für Freelancer

Holvi Geschäftskonto für Freelancer mit nativer Buchhaltungsintegration
Holvi: native Integration speziell für Freelancer (Quelle: holvi.com)

Holvi ist speziell für Selbstständige und Einzelunternehmer gebaut und bietet native Belegverwaltung sowie lexoffice-Integration in allen Tarifen. Die Banking-App enthält eigene Invoicing-Funktionen, sodass Rechnungen ohne externes Tool erstellt werden können: direkt aus dem Banking-Kontext heraus, mit Zahlungsstatus-Tracking in Echtzeit.

Was Holvi besonders macht: Die gesamte Benutzeroberfläche ist auf den typischen Workflow von Freelancern und Einzelunternehmern ausgerichtet. Ausgaben werden direkt beim Hochladen einem Beleg zugeordnet, Steuer-Schätzungen laufen im Hintergrund und die lexoffice-Verbindung funktioniert ohne IT-Wissen.

DATEV ist in Flex und Lite gegen einen Aufpreis von 3 EUR/Monat verfügbar und im Business-Tarif inklusive. Im Pro-Tarif (15 EUR/Monat) ist die Integration mit Lexware Office verfügbar: sinnvoll für Nutzer, die bereits Lexware einsetzen.

Tarife: Flex kostenlos (eingeschränkte Transaktionszahl), Lite 9 EUR/Monat, Pro 15 EUR/Monat, Business 69 EUR/Monat. Der Flex-Tarif eignet sich für sehr geringes Transaktionsvolumen und zum Testen. Ab Lite sind alle wichtigen Funktionen verfügbar.

Wichtig: Holvi ist auf Selbstständige und Freiberufler ausgerichtet. GmbH und UG können kein Holvi-Konto eröffnen.

Mehr Details: Holvi Flex im Test

Kontist: einzige Plattform mit Echtzeit-Steuerschätzung

Kontist Geschäftskonto mit Echtzeit-Steuerschätzung
Kontist: Echtzeit-Steuerschätzung für Selbstständige (Quelle: kontist.com)

Kontist ist die einzige Banking-Plattform in Deutschland mit Echtzeit-Steuerschätzung: Die App berechnet nach jeder Transaktion automatisch, wie viel Einkommensteuer und Umsatzsteuer voraussichtlich anfallen, und legt diesen Betrag auf einem separaten virtuellen Steuerkonto zurück. Das verhindert unangenehme Überraschungen bei der Steuererklärung und macht die Liquiditätsplanung deutlich einfacher.

Im Start-Tarif (11 EUR/Monat) ist sevDesk für 6 Monate inklusive. Der Plus-Tarif (25 EUR/Monat) enthält eine vollständig integrierte Buchhaltung mit Einnahmen-Überschuss-Rechnung (EUeR), Umsatzsteuer-Voranmeldung (UStVA) und betriebswirtschaftlicher Auswertung (BWA) sowie die DATEV-Schnittstelle.

Der kostenlose Free-Tarif bietet kein externes Buchhaltungstool: er eignet sich nur zum Einstieg oder für Nutzer, die die Buchhaltung komplett manuell erledigen.

Wichtig: Kontist ist ausschließlich für Selbstständige und Freiberufler. GmbH, UG und andere Kapitalgesellschaften können kein Kontist-Konto eröffnen.

Mehr Details: Kontist Geschäftskonto im Test

FYRST: bestes Konto mit traditionellem Bankstatus und Software-Integration

FYRST Geschäftskonto Deutsche-Bank-Tochter
FYRST: Geschäftskonto mit traditionellem Bankstatus (Quelle: fyrst.de)

FYRST ist eine Direktbank mit voller Einlagensicherung und direkte Tochter der Deutschen Bank. Das Konto verbindet sich mit lexoffice, Sage und sevDesk per direkter API: DATEV kostet 5 EUR/Monat extra und wird in den Kontoeinstellungen aktiviert.

Was FYRST von reinen Fintechs unterscheidet: ein deutsches Bankkonto mit IBAN, Einlagensicherung bis 100.000 EUR nach deutschem Einlagensicherungsgesetz und die Infrastruktur einer regulierten Großbank. Das schafft Vertrauen bei konservativen Buchhaltungskanzleien und Steuerberatern, die mit Geschäftskunden aus traditionellen Branchen arbeiten.

Der BASE-Tarif ist kostenlos und enthält lexoffice- und sevDesk-Integration ohne Aufpreis. DATEV muss separat hinzugebucht werden (5 EUR/Monat). Im COMPLETE-Tarif (10 EUR/Monat) sind mehr Transaktionen und Leistungen inklusive.

Tarife: BASE kostenlos, COMPLETE 10 EUR/Monat, FYRST PREMIUM 24 EUR/Monat. FYRST unterstützt alle Rechtsformen.

Mehr Details: FYRST Geschäftskonto im Test

ING Geschäftskonto: stärkste PSD2-Anbindung einer Filialbank

ING Geschäftskonto mit PSD2 DATEV Integration
ING Geschäftskonto: PSD2-Anbindung an DATEV und Buchhaltungssoftware (Quelle: ing.de)

Das ING Geschäftskonto verbindet sich per PSD2 mit DATEV Unternehmen Online, Lexware Office, sevDesk und Buchhaltungsbutler: ohne Aufpreis. Die Verbindung funktioniert ohne separaten Datenexport: Die Buchhaltungssoftware holt Transaktionen automatisch ab, sobald die PSD2-Verbindung einmal autorisiert wurde.

Anders als bei API-Anbindungen läuft die PSD2-Verbindung nicht im Push-Modus, sondern im Pull-Modus: Die Buchhaltungssoftware fragt regelmäßig neue Transaktionen ab. In der Praxis ist das für die meisten Nutzer kein spürbarer Unterschied: die Daten sind in lexoffice oder DATEV typischerweise innerhalb von Stunden verfügbar.

Das ING Geschäftskonto bietet außerdem digitale Belegverwaltung und Transaktionskategorisierung in der eigenen App. Für Unternehmen, die bereits mit DATEV Unternehmen Online oder Lexware arbeiten, ist das ING-Konto eine starke Option: Die PSD2-Verbindung ist direkter als ein manueller CSV-Export und erfordert keine zusätzliche Software-Lizenz.

Mehr Details: ING Geschäftskonto im Test

Welche Buchhaltungssoftware wird von Geschäftskonten unterstützt?

Die Frage, welches Konto zu welchem Buchhaltungstool passt, ist entscheidend, wenn du bereits eine Software nutzt. Die folgende Übersicht zeigt, welcher Anbieter welches Tool direkt anbindet.

BuchhaltungssoftwareQontoFinomHolviKontistFYRSTING
lexofficejajaja (alle Tarife)in Plusjanein (PSD2 möglich)
sevDeskjajaneinin Start (6 Mon.)jaja (PSD2)
DATEVjajaab 3 EUR/Monatin Plus5 EUR/Monat extraja (PSD2)
Lexware Officejaneinja (Pro-Tarif)neinneinja (PSD2)
Buchhaltungsbutlerjaneinneinneinneinja (PSD2)
Billomatjajaneinneinneinnein
FastBilljajaneinneinneinnein
Sagejaneinneinneinjanein

Was die einzelnen Tools leisten:

lexoffice ist die beliebteste Buchhaltungslösung für Selbstständige in Deutschland und deckt Rechnungsstellung, Einnahmen-Überschuss-Rechnung und Umsatzsteuer-Voranmeldung ab. Ab ca. 7 EUR/Monat. Qonto, Finom, Holvi und FYRST verbinden sich direkt per API: Transaktionen fließen automatisch in lexoffice und können dort einer Buchungskategorie zugeordnet werden.

sevDesk ist besonders stark für Rechnungsstellung, Angebotswesen und vorbereitende Buchhaltung. Qonto, Finom, Kontist (Start-Tarif) und FYRST bieten eine direkte Anbindung. sevDesk eignet sich gut für Gewerbetreibende und kleine Unternehmen, die Rechnungen und Belege in einem System verwalten wollen.

DATEV ist der Branchenstandard in der deutschen Steuerberatung. Wenn du mit einem Steuerberater zusammenarbeitest, der DATEV nutzt, ist eine DATEV-fähige Bank Pflicht. Alle sechs Anbieter aus dieser Liste unterstützen DATEV: aber nicht alle kostenlos: Qonto und Finom ohne Aufpreis, Holvi ab 3 EUR/Monat, FYRST 5 EUR/Monat, ING per PSD2 kostenlos.

Lexware Office ist beliebt bei kleinen Unternehmen, die bereits andere Lexware-Produkte nutzen. Qonto und Holvi Pro bieten eine direkte Verbindung, ING per PSD2.

Buchhaltungsbutler setzt auf KI-gestützte automatische Kategorisierung und ist besonders stark bei der Verarbeitung von Belegen. Qonto und ING (per PSD2) unterstützen ihn: für Nutzer, die maximale Automatisierung bei der Belegzuordnung wollen.

Für wen lohnt sich ein Geschäftskonto mit nativer Buchhaltungs-Integration?

Die richtige Wahl hängt nicht nur vom Preis ab, sondern vor allem davon, wie deine Buchhaltung aktuell organisiert ist und wer sie macht.

Freelancer und Selbstständige ohne Steuerberater

Wenn du deine Buchhaltung selbst machst, ist echte native Integration am wertvollsten. Du willst kein zweites Tool lernen und keine Zeit mit Dateiexporten verbringen. Holvi ist hier am stärksten: Die App deckt Rechnungserstellung, Belegverwaltung und lexoffice-Integration in einem Interface ab. Kontist ist die bessere Wahl, wenn die Echtzeit-Steuerschätzung wichtig ist: also wenn du als Einzelunternehmer oder Freiberufler Steuern monatlich „live“ im Blick behalten willst.

Beide funktionieren auch ohne Buchhaltungswissen: Die Kategorisierungsvorschläge der Apps sind ausreichend für eine einfache EUeR.

Kleinunternehmen und Einzelunternehmen mit Steuerberater

Wenn ein Steuerberater die Buchhaltung übernimmt und mit DATEV arbeitet, ist die DATEV-Schnittstelle das wichtigste Auswahlkriterium. Qonto und Finom bieten sie ohne Aufpreis und mit der besten Automatisierung. FYRST ist eine starke Option, wenn Bankstatus und Einlagensicherung wichtig sind: DATEV kostet dort 5 EUR/Monat extra.

Für Unternehmen, die bereits Lexware einsetzen: Qonto und Holvi Pro verbinden sich direkt mit Lexware Office. ING bietet eine PSD2-Anbindung an Lexware kostenlos.

GmbH, UG und Teams ab 3 Personen

Kontist und Holvi scheiden für GmbH und UG aus. Qonto ist hier die klar stärkste Option: Mehrbenutzer-Banking, detailliertes Ausgaben-Management mit Budgets pro Abteilung oder Projekt, physische und virtuelle Karten für Mitarbeiter und über 80 Integrationen. Finom ist eine günstigere Alternative für GmbH, die kein umfangreiches Team-Feature-Set benötigen, aber DATEV und Rechnungsstellung brauchen.

So verbindest du dein Geschäftskonto mit der Buchhaltungssoftware

Die genauen Schritte variieren je nach Anbieter, folgen aber immer demselben Prinzip.

Verbindung über OAuth/API (z.B. Qonto + lexoffice)

1. Öffne lexoffice und gehe zu „Einstellungen“ und dann zu „Bankkonten“.

2. Wähle „Bankkonto hinzufügen“ und suche nach „Qonto“.

3. Du wirst zu Qonto weitergeleitet und autorisierst den Zugriff per OAuth-Login.

4. Wähle, welche Transaktionen und Konten synchronisiert werden sollen.

5. Ab jetzt werden neue Transaktionen automatisch in lexoffice übernommen und können dort kategorisiert oder Belegen zugeordnet werden.

Dasselbe Prinzip gilt für alle direkten API-Verbindungen (Finom + lexoffice, FYRST + sevDesk, etc.). Einmalige Einrichtung, danach läuft alles automatisch.

Verbindung über DATEV Unternehmen Online

1. Dein Steuerberater richtet DATEV Unternehmen Online für dein Unternehmen ein.

2. In den DATEV-Einstellungen wählt er „Bankverbindung hinzufügen“ und sucht nach deiner Bank.

3. Je nach Anbieter autorisierst du die Verbindung per OAuth oder aktivierst den DATEV-Export in deinem Banking-Dashboard.

4. DATEV zieht Transaktionen automatisch ab; dein Steuerberater kann sie direkt in der DATEV-Finanzbuchhaltung verarbeiten.

Bei FYRST und Holvi (wo DATEV kostenpflichtig ist) aktivierst du die DATEV-Schnittstelle zuerst in den Kontoeinstellungen, bevor du die Verbindung in DATEV einrichten kannst.

Worauf du bei der Verbindung achten solltest: Stelle sicher, dass alle historischen Transaktionen korrekt importiert werden, bevor du mit der laufenden Synchronisation startest. Die meisten Tools bieten einen initialen Rückwärtsimport für einen bestimmten Zeitraum an. Kläre mit deinem Steuerberater, ab welchem Datum die neue Anbindung gelten soll, damit es keine Lücken im Buchführungszeitraum gibt.

Häufige Fragen zu Geschäftskonten mit Buchhaltungs-Integration

Was bedeutet native Buchhaltungs-Integration bei einem Geschäftskonto?

Native Integration bedeutet, dass Belegverwaltung, Transaktionskategorisierung und die Verbindung zu Tools wie lexoffice direkt in der Banking-App eingebaut sind: ohne separaten Export oder manuelle Dateiübertragung. Der Gegensatz ist ein einfacher DATEV-Export als Datei, die manuell in die Buchhaltungssoftware importiert werden muss.

Ist die DATEV-Schnittstelle bei allen Anbietern kostenlos?

Nein. Qonto und Finom bieten DATEV ohne Aufpreis in allen Tarifen. Bei Holvi kostet DATEV 3 EUR/Monat extra, außer im Business-Tarif. FYRST berechnet 5 EUR/Monat für die DATEV-Schnittstelle. Das ING Geschäftskonto bietet kostenlose PSD2-Anbindung an DATEV Unternehmen Online.

Kann ich als GmbH ein Kontist-Konto eröffnen?

Nein. Kontist ist ausschließlich für Selbstständige und Freiberufler. GmbH, UG, OHG und andere Kapitalgesellschaften können kein Kontist-Konto eröffnen. Für GmbH und UG sind Qonto und Finom die besseren Alternativen mit starker Buchhaltungsintegration.

Welches Konto eignet sich für die Zusammenarbeit mit einem Steuerberater?

Wenn dein Steuerberater mit DATEV arbeitet, sind Qonto und Finom die ersten Adressen: DATEV ist in allen Tarifen kostenlos enthalten und die Verbindung läuft automatisch. Alternativ bietet das ING Geschäftskonto eine direkte PSD2-Anbindung an DATEV Unternehmen Online ohne Aufpreis.

Was ist die E-Rechnung-Pflicht und wie hängt sie mit dem Geschäftskonto zusammen?

Seit 2025 müssen Unternehmen in Deutschland strukturierte E-Rechnungen (ZUGFeRD, XRechnung) empfangen können. Langfristig gilt das auch für das Versenden. Konten mit integrierter Rechnungserstellung wie Finom und Holvi arbeiten an der Unterstützung dieser Formate. Alternativ deckt eine angebundene Buchhaltungssoftware wie lexoffice oder sevDesk die E-Rechnungspflicht ab.

Welches Konto ist am günstigsten für die Buchhaltungsintegration?

Finom Solo (kostenlos) bietet bereits grundlegende Buchhaltungsfunktionen und Rechnungserstellung. Für vollständige DATEV- und lexoffice-Integrationen empfiehlt sich der Finom Basic-Tarif ab 10,99 EUR/Monat. Das ING Geschäftskonto bietet DATEV-Integration per PSD2 kostenlos, hat aber keine native Rechnungserstellung.

Welcher Anbieter hat die breiteste Software-Kompatibilität?

Qonto führt mit über 80 unterstützten Buchhaltungstools, darunter lexoffice, sevDesk, DATEV, Lexware Office, Buchhaltungsbutler, Billomat, FastBill, Sage und viele weitere. Wer maximale Flexibilität bei der Wahl der Buchhaltungssoftware braucht, ist mit Qonto am besten aufgestellt.

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Max Benz hat einen Master of Science-Abschluss in Betriebswirtschaftslehre von der Technischen Universität Dresden und ist Gründer von geschaeftskonto.io, einer Marke der LBC FInance UG. Er hat schon einige Unternehmen gegründet und Geschäftskonten eröffnet. Sein Wissen darüber teilt er auf geschaeftskonto.io.