Max Benz

Geschäftsführer und Gründer

Max Benz hat einen Master of Science-Abschluss in Betriebswirtschaftslehre von der Technischen Universität Dresden und ist Gründer von geschaeftskonto.io, einer Marke der LBC FInance UG. Er hat schon einige Unternehmen gegründet und Geschäftskonten eröffnet. Sein Wissen darüber teilt er auf geschaeftskonto.io.
Getestet Juli 2026

Lexware Office Test 2026: Lohnt sich die DATEV-Alternative?

Max Benz Geschäftsführer und Gründer

Zuletzt aktualisiert: 07.06.2026

Unser Testverfahren: Gebühren direkt über Preislisten geprüft · Funktionen im Live-Test · Bewertung nach 6 Kriterien

Kurzfazit

Das spricht dafür

Das spricht dagegen

Lexware Office – ehemals bekannt unter dem Namen lexoffice – ist die meistgenutzte Buchhaltungssoftware für Selbstständige und kleine Unternehmen in Deutschland. Mit rund einer Million Nutzer hat die Haufe Group eine cloudbasierte Lösung etabliert, die gezielt auf das deutsche Steuerrecht ausgerichtet ist: GoBD-konform, ELSTER-zertifiziert und mit einer direkten DATEV-Schnittstelle ausgestattet, die kein anderes Tool in dieser Preisklasse erreicht.

Im Test 2026 zeigt Lexware Office klare Stärken bei der DATEV-Anbindung, der Benutzerfreundlichkeit und dem Preis-Leistungs-Verhältnis für Freelancer und Kleinunternehmen. Die Schwächen liegen bei der mobilen App, beim Preissprung zwischen den Tarifen und bei fehlenden Funktionen wie Fremdwährungsrechnungen und Lagerverwaltung.

Unser Testurteil: 4,5 von 5 Punkten – klare Empfehlung für Freelancer, Selbstständige und kleine GmbHs bis etwa 20 Mitarbeiter, besonders wenn ein DATEV-Steuerberater im Einsatz ist.

Das spricht dafür:

  • Direkteste DATEV-Schnittstelle am Markt (DATEVconnect online)
  • Einstiegspreis ab 7,90 Euro monatlich, kein Jahresvertrag
  • 30 Tage kostenlos testen ohne Kreditkarte
  • GoBD-konform, ELSTER-zertifiziert, ISO-27001-Datensicherheit
  • Integriertes Lohnabrechnung-Add-on
  • Automatischer Bankabgleich mit über 2.000 deutschen Banken

Das spricht dagegen:

  • EÜR erst ab Paket L (21,90 Euro/Monat) – großer Sprung von M
  • E-Rechnung senden erst ab Paket XL (32,90 Euro/Monat)
  • Mobile App schwächer als Konkurrenz (sevDesk)
  • Keine Lagerverwaltung, keine Fremdwährungsrechnungen, keine Bilanzierung

Was ist Lexware Office?

Lexware Office ist eine vollständig cloudbasierte Buchhaltungs- und Rechnungssoftware der Haufe Group, einem der größten deutschen Fachverlage für Steuer-, Wirtschafts- und Rechtsfragen. Die Software wurde ursprünglich unter dem Markennamen lexoffice vertrieben und 2024 in Lexware Office umbenannt – ein Rebranding, das die Einordnung in das breitere Lexware-Produktportfolio verdeutlichen sollte. Für Bestandskunden änderte sich dabei inhaltlich nichts: Alle Funktionen, Preise und Zugangsdaten blieben identisch.

Das Kernversprechen von Lexware Office lautet: Buchhaltung ohne tiefes Fachwissen. Die Software richtet sich an Selbstständige, Freiberufler, Kleinunternehmer und KMU bis zu 50 Mitarbeiter, die ihre Buchhaltung eigenständig erledigen möchten – ohne die Komplexität von DATEV oder professioneller Kanzlei-Software. Gleichzeitig soll die Zusammenarbeit mit dem Steuerberater so reibungslos wie möglich sein.

Die Software läuft vollständig im Browser, erfordert keine lokale Installation und ist über iOS- und Android-Apps nutzbar. Alle Daten werden in deutschen Rechenzentren gespeichert, die nach ISO 27001 zertifiziert sind. Lexware Office ist bei den Aufsichtsbehörden als ELSTER-zertifiziert registriert und erfüllt die GoBD-Anforderungen zur ordnungsgemäßen Buchführung.

Marktstellung: Laut Haufe Group nutzen über eine Million Unternehmen in Deutschland Lexware Office oder seine Vorgängerprodukte. Das macht die Software zur meistverbreiteten Buchhaltungslösung für Selbstständige im deutschsprachigen Raum – mit dem größten Netzwerk an DATEV-vertrauten Steuerberatern.

Zielgruppe im Überblick:

  • Freiberufler (Designer, Berater, Texter, IT-Selbstständige, Fotografen)
  • Selbstständige Handwerker und Dienstleister
  • Kleinunternehmer und Einzelkaufleute
  • Kleine GmbHs und UGs mit bis zu 20 Mitarbeitern
  • Gründer ohne Buchhaltungserfahrung
  • Unternehmen mit DATEV-Steuerberater

Nicht geeignet für:

  • Online-Händler mit Lagerverwaltungsbedarf
  • Unternehmen mit Fremdwährungsrechnungen
  • Bilanzierungspflichtige Unternehmen mit komplexer Finanzbuchhaltung

Lexware Office Preise 2026 – alle Tarife im Überblick

Lexware Office Preise 2026: Alle Tarife S, M, L und XL im Überblick mit Funktionen und Empfehlungen

Lexware Office bietet vier Pakete an, alle ohne Mindestlaufzeit und monatlich kündbar. Die Abrechnung erfolgt monatlich, alle Preise verstehen sich netto zzgl. 19% Mehrwertsteuer.

Aktuell (Stand: Juni 2026) profitieren Neukunden in den ersten drei Monaten von 50% Rabatt auf jeden Tarif. Der Rabatt gilt automatisch ohne Aktionscode.

PaketRegelpreis/MonatAktionspreis (3 Monate)Enthält
S7,90 Euro3,95 EuroBelegerfassung und Belegarchiv
M12,90 Euro6,45 EuroAngebote, Rechnungen, Mahnungen
L21,90 Euro10,95 EuroBuchhaltung, EÜR, UStVA (empfohlen)
XL32,90 Euro16,45 EuroEU-Rechnungen, XRechnung, API-Zugang

Alle Preise netto pro Monat, monatlich kündbar. Quelle: lexware.de/preise, Juni 2026.

Lohnabrechnung-Add-on: Ab 12,90 Euro/Monat extra, skaliert nach Mitarbeiterzahl, bis zu 50 Mitarbeiter möglich.

Welcher Tarif lohnt sich für wen?

Paket S (7,90 Euro/Monat) ist das günstigste Einstiegspaket, aber in der Praxis wenig sinnvoll. Es beschränkt sich auf Belegerfassung und Archivierung – wer keine Rechnungen erstellen will und Buchhaltungsfunktionen nicht braucht, hat sehr spezifische Anforderungen. Die meisten Nutzer kommen schnell an die Grenzen dieses Tarifs.

Paket M (12,90 Euro/Monat) ist die richtige Wahl für alle, die Rechnungen, Angebote und Mahnungen erstellen und versenden müssen, aber noch keine vollständige EÜR benötigen. Das trifft auf viele Kleinunternehmer nach §19 UStG zu, die ihren Jahresabschluss vom Steuerberater machen lassen und selbst nur Rechnungen schreiben. Auch für Berufseinsteiger ist Paket M ein guter Einstieg.

Paket L (21,90 Euro/Monat) ist die Empfehlung für die meisten Selbstständigen und Freelancer. Es enthält EÜR, Umsatzsteuervoranmeldung via ELSTER, vollständige Buchhaltungsfunktionen und Auswertungen wie Gewinn- und Verlustrechnung. Der Sprung von Paket M auf Paket L ist mit 9 Euro monatlich erheblich – aber nötig, sobald eigene Steuerpflichten entstehen. Wer als Freiberufler EÜR-pflichtig ist, kommt ohne Paket L nicht weit.

Paket XL (32,90 Euro/Monat) lohnt sich für Nutzer mit EU-Rechnungen, E-Rechnung-Sendepflicht (XRechnung/ZUGFeRD), Abo-Rechnungen oder Bedarf an der API-Anbindung für eigene Systeme. Ab 2027 müssen alle B2B-Unternehmen E-Rechnungen senden können – wer das bereits jetzt sicherstellen will, braucht Paket XL.

Tipp zum Einstieg: Die 30-tägige kostenlose Testphase bietet Zugang zum vollen XL-Funktionsumfang. Keine Kreditkarte nötig, kein automatisches Abo. Ideal, um alle Funktionen zu testen, bevor man sich für einen Tarif entscheidet.

Lexware Office im Test – Funktionen und Bedienung

Rechnungsstellung und E-Rechnung

Die Rechnungserstellung gehört zu den ausgereiftesten Bereichen von Lexware Office. Angebote, Rechnungen, Lieferscheine, Auftragsbestätigungen und Mahnungen lassen sich in wenigen Minuten anlegen – inklusive eigenem Logo, individuellen Zahlungsbedingungen, frei konfigurierbaren Textvorlagen und automatischer Nummerierung.

Wichtig 2025 und 2026: die E-Rechnung-Pflicht. Seit dem 1. Januar 2025 müssen B2B-Unternehmen in Deutschland E-Rechnungen empfangen können. Bis 2027 greift die vollständige Sendepflicht schrittweise für alle Unternehmen. Lexware Office unterstützt die Formate XRechnung und ZUGFeRD – allerdings erst im Paket XL. Für Nutzer mit öffentlichen Auftraggebern oder mit größeren Firmenkunden, die bereits jetzt E-Rechnungen verlangen, ist das Paket XL damit eine Pflichtanschaffung.

Was Lexware Office bei der Rechnungsstellung leistet:

  • Angebote, Auftragsbestätigungen, Lieferscheine, Rechnungen, Gutschriften
  • Mahnwesen mit konfigurierbaren Mahnstufen
  • Wiederkehrende Rechnungen für Abo-Billing (ab Paket XL)
  • Belegversand per E-Mail direkt aus der Oberfläche
  • Rechnungsvorlagen für verschiedene Branchen
  • Automatische Nummerierung und GoBD-konforme Ablage

Was fehlt:

  • Rechnungen in Fremdwährungen sind nicht möglich – nur Euro wird unterstützt
  • Kein Rechnungsversand per Post (kein Fulfillment-Service wie bei manchen Alternativen)
  • XRechnung und ZUGFeRD-Versand nur im teuersten Tarif XL

Die Rechnungsqualität und die Nutzerführung sind auf einem sehr hohen Niveau – das bestätigen Nutzerbewertungen auf App Store (4,7/5) und Google Play (4,7/5) regelmäßig.

Buchhaltung und EÜR

Ab Paket L bietet Lexware Office vollständige Buchhaltungsfunktionen. Die Software arbeitet mit den deutschen Standardkontenrahmen SKR03 und SKR04 und unterstützt die Einnahmen-Überschuss-Rechnung (EÜR) als primäre Gewinnermittlungsmethode.

Die Umsatzsteuervoranmeldung kann direkt über ELSTER übertragen werden – kein Export, kein manuelles Eintippen im ELSTER-Portal. Monatsabgaben werden einfacher, die Fehlerquote sinkt. Das Finanzamt erhält die Daten direkt und datumssicher.

Was die Buchhaltung in Lexware Office leistet:

  • EÜR als druckfertige Auswertung fürs Finanzamt
  • Einnahmen- und Ausgabenbuchhaltung mit Kontenzuordnung
  • Automatischer Kontoabgleich mit dem Geschäftskonto
  • Gewinn- und Verlustrechnung (GuV)
  • Anlageverwaltung für Wirtschaftsgüter
  • Umsatzsteuervoranmeldung per ELSTER-Direktübertragung
  • Exportfunktion für den Steuerberater (DATEV-kompatibel)

Was Lexware Office bei der Buchhaltung nicht kann:

  • Bilanzierung (doppelte Buchführung) – GmbHs, die nach HGB bilanzieren müssen, benötigen eine andere Lösung
  • Inventar- und Lagerverwaltung – für Händler ungeeignet
  • Fremdwährungsbuchhaltung – internationale Unternehmen stoßen schnell an Grenzen
  • Jahresabschluss erstellen – das bleibt Aufgabe des Steuerberaters

Für die Zielgruppe – EÜR-pflichtige Selbstständige und Freelancer – ist der Buchhaltungsbereich jedoch vollständig und praxistauglich.

DATEV-Schnittstelle – das Alleinstellungsmerkmal

Die DATEV-Schnittstelle von Lexware Office ist der stärkste Differenziator gegenüber allen anderen Buchhaltungstools in dieser Preisklasse. Kein anderes Tool bietet eine gleichwertige oder tiefere DATEV-Integration.

Konkret: Über DATEVconnect online kann ein zertifizierter DATEV-Steuerberater direkt auf die Buchungsdaten in Lexware Office zugreifen – ohne manuellen Datenexport, ohne USB-Stick, ohne E-Mail-Anhang. Der Steuerberater arbeitet in seiner gewohnten DATEV-Umgebung, der Mandant in Lexware Office. Die Daten fließen in beide Richtungen – in Echtzeit und ohne Medienbrüche.

Was das in der Praxis bedeutet:

  • Kein monatlicher CSV- oder DATEV-Export nötig
  • Keine manuelle Dateneingabe beim Steuerberater
  • Buchungsfehler durch doppelte Datenhaltung entfallen
  • Jahresabschluss wird schneller fertig – die Kanzlei findet alle Daten sofort
  • Steuerberatungskosten sinken, weil Vorarbeiten wegfallen

Technische Grundlage: DATEVconnect online ist eine direkte Cloud-to-Cloud-Verbindung zwischen Lexware Office und dem DATEV-Rechenzentrum. Sie funktioniert nur, wenn der Steuerberater eine entsprechende DATEV-Zertifizierung besitzt und die Verbindung freischaltet. Für den Unternehmer selbst sind keine technischen Kenntnisse nötig – die Einrichtung ist in wenigen Schritten im Dashboard erledigt.

Vergleich mit anderen Tools: sevDesk, FastBill und andere Anbieter bieten DATEV-Exports im EXTF-Format an – das sind Dateien, die der Steuerberater in DATEV einlesen kann. Das funktioniert, ist aber ein manueller Prozess. Mit Lexware Office entfällt dieser Schritt vollständig.

Für Unternehmen, deren Steuerberater DATEV nutzt – das ist in Deutschland die große Mehrheit der Steuerberater – ist dieser Unterschied im Alltag spürbar.

Bankanbindung und Belegerfassung

Lexware Office verbindet sich per Open Banking (PSD2-Schnittstelle) mit über 2.000 deutschen Banken und Geschäftskonten. Einmal eingerichtet, werden Kontoauszüge automatisch importiert und – soweit möglich – mit offenen Ausgangsrechnungen abgeglichen. Das reduziert manuelle Buchungsarbeit auf ein Minimum.

Die Belegerfassung funktioniert über drei Wege:

  • Smartphone-App (Foto aufnehmen, OCR-Texterkennung extrahiert Datum, Betrag, Anbieter)
  • E-Mail (Belege direkt an eine persönliche Lexware-Adresse schicken, werden automatisch verarbeitet)
  • Drag-and-Drop im Web-Interface (PDFs und Bilder einfach hochladen)

Viele Selbstständige nutzen Lexware Office als digitale Belegbox: Kassenbon fotografieren, Rechnung hochladen – und die Buchhaltung erledigt sich weitgehend von selbst, weil der automatische Bankabgleich offene Positionen zuordnet.

Stärken der Bankanbindung:

  • Breite Kompatibilität (2.000+ Banken, inkl. Neobanken wie Qonto, Finom, Holvi)
  • Automatische Zahlungszuordnung
  • Offene Posten-Liste für ausstehende Zahlungen

Schwächen:

  • Manuelle Nachbearbeitung bei unklaren Buchungen notwendig
  • Bankabgleich funktioniert nicht immer fehlerfrei bei allen Banken gleich gut

Lohnabrechnung (Add-on)

Das optionale Lohnabrechnung-Modul ist in Lexware Office integriert und kostet ab 12,90 Euro/Monat extra. Der Preis skaliert mit der Mitarbeiterzahl – bis zu 50 Mitarbeiter werden unterstützt.

Funktionsumfang des Lohnmoduls:

  • 100% rechtssichere Lohnabrechnung nach deutschem Recht
  • Automatische Übermittlung der Lohnsteuer an das Finanzamt (ELSTER)
  • Automatische Meldungen an die Sozialversicherungsträger
  • Mitarbeiterportal: Gehaltsabrechnungen zum Download für Mitarbeiter
  • Integration mit dem Buchhaltungsmodul (Lohnbuchungen automatisch erfasst)
  • Unterstützung aller Lohnarten (Vollzeit, Teilzeit, Minijob, Auszubildende)

Für Einzelunternehmer ohne Angestellte ist dieses Modul irrelevant und kostet nichts. Wer hingegen Minijobber, Teilzeitkräfte oder Vollzeitmitarbeiter beschäftigt, spart mit dem integrierten Add-on den Umweg über separate Lohnabrechnung-Software wie DATEV Lohn & Gehalt oder Personio Payroll.

Vorteil gegenüber Konkurrenz: sevDesk bietet keine integrierte Lohnabrechnung an. Für Arbeitgeber, die eine Komplettlösung aus einem Tool wollen, ist das ein klarer Pluspunkt für Lexware Office.

Einrichtung und Benutzerfreundlichkeit

Lexware Office ist auf Selbstbucher ausgelegt, nicht auf Buchhaltungsprofis. Die Einrichtung ist bewusst einfach gehalten und dauert erfahrungsgemäß unter 30 Minuten:

Schritt 1: Konto anlegen per E-Mail – kein Kreditkarte, kein Vorausbezahlen

Schritt 2: Unternehmensdaten eingeben (Name, Adresse, Steuernummer, USt-ID)

Schritt 3: Geschäftskonto verbinden per Open Banking (PSD2)

Schritt 4: Optional Steuerberater einladen (DATEVconnect online)

Schritt 5: Erste Rechnung oder Angebot erstellen

Die Benutzeroberfläche ist klar und modern aufgebaut. Fachbegriffe werden wo nötig mit kurzen Erklärungen versehen. Menüs folgen logischen Arbeitsabläufen – von der Rechnung zur Zahlung zur Buchhaltung. Für Einsteiger gibt es kurze Video-Tutorials und einen durchsuchbaren Hilfe-Bereich.

Kritik aus Nutzerbewertungen: Der Kundenservice über Chatbot und E-Mail wird bei komplexen Fragen als unzureichend empfunden. Die kostenlose Supporthotline (0800 3000 777) ist zwar erreichbar, aber Reaktionszeiten können variieren. Positiv: Einfache Fragen löst die umfangreiche Wissensdatenbank meist selbst.

Die mobile App für iOS und Android ermöglicht Belege fotografieren, Rechnungen versenden und den Kontostand einsehen. Im direkten Vergleich mit der sevDesk-App ist der Funktionsumfang eingeschränkter – sevDesk investiert offensichtlich mehr in die mobile Nutzererfahrung. Für die meisten Desktop-first-Nutzer ist das kein Problem.

Support und Sicherheit

Support-Kanäle:

  • Kostenlose Telefon-Hotline: 0800 3000 777
  • E-Mail: help@lexware.de
  • Chat-Widget im Dashboard (teilweise Chatbot-gesteuert)
  • Umfangreicher Online-Hilfe-Bereich mit Tutorials und FAQ

Datensicherheit:

  • Hosting in deutschen Rechenzentren
  • ISO 27001 zertifiziert
  • DSGVO-konform
  • Tägliche Datensicherungen
  • Verschlüsselte Datenübertragung (TLS)

Kritikpunkt aus Nutzerbewertungen: Mehrere Nutzer auf Trustpilot (4,1/5) berichten von fehlender Zwei-Faktor-Authentifizierung (2FA) für das Nutzerkonto. Das ist ein sicherheitsrelevanter Mangel, der für sensible Geschäftsdaten relevant ist. Lexware hat hierzu noch keine öffentliche Roadmap kommuniziert.

Lexware Office Vor- und Nachteile auf einen Blick

Vorteile im Überblick:

  • Direkteste DATEV-Schnittstelle aller Buchhaltungstools (DATEVconnect online)
  • Günstigster Einstieg ab 7,90 Euro, kein Jahresvertrag nötig
  • 30 Tage kostenlos testen (voller XL-Umfang, keine Kreditkarte)
  • GoBD-konform, ELSTER-zertifiziert, ISO-27001-Datensicherheit
  • E-Rechnung-Formate XRechnung und ZUGFeRD (ab Paket XL)
  • Integriertes Lohnabrechnung-Add-on bis 50 Mitarbeiter
  • Automatischer Bankabgleich mit über 2.000 deutschen Banken
  • Einfache Bedienung ohne Buchhaltungskenntnisse
  • Breiteste Verbreitung bei deutschen DATEV-Steuerberatern
  • Alle Daten in deutschen Rechenzentren, DSGVO-konform

Nachteile im Überblick:

  • EÜR und Buchhaltung erst ab Paket L (21,90 Euro/Monat) – deutlicher Sprung
  • E-Rechnung-Versand erst ab teuerstem Paket XL (32,90 Euro/Monat)
  • Mobile App schwächer als Konkurrenz (besonders sevDesk)
  • Keine Lagerverwaltung oder Inventarverwaltung
  • Keine Fremdwährungsrechnungen – nur Euro
  • Keine Bilanzierung (doppelte Buchführung)
  • Keine Zwei-Faktor-Authentifizierung (Stand: Juni 2026)
  • Kundensupport bei komplexen Fragen ausbaubar
  • Preissprung von Paket M zu L ist erheblich

Lexware Office vs. sevDesk – welche Software ist besser?

Lexware Office vs. sevDesk 2026 Direktvergleich: Preise, E-Rechnung, DATEV-Schnittstelle und Lohnabrechnung

sevDesk ist der direkteste Konkurrent von Lexware Office auf dem deutschen Markt. Beide richten sich an Selbstständige und kleine Unternehmen, beide sind cloudbasiert, beide haben ähnliche Preisrahmen. Der Unterschied liegt in Detailbereichen, die jedoch für viele Nutzer entscheidend sind.

KriteriumLexware OfficesevDesk
Einstiegspreis (Rechnungen)12,90 Euro/Monat (Paket M)12,90 Euro/Monat
EÜR inkl. ab21,90 Euro (Paket L)25,90 Euro (Buchhaltung)
E-Rechnung senden32,90 Euro (Paket XL)12,90 Euro (Rechnung)
DATEV-SchnittstelleDATEVconnect online (direkt)DATEV-Export (Datei)
LohnabrechnungIntegriertes Add-onNicht integriert
Mobile AppMittelmäßigStärker
LagerverwaltungNeinAdd-on verfügbar
FremdwährungenNeinNein
30-Tage-TestJa, kostenlosJa, kostenlos
Verbreitung bei SteuerberaternSehr hochMittel

Wann ist sevDesk die bessere Wahl?

  • E-Rechnung-Pflicht ab 2027 bereits jetzt und zu niedrigerem Tarif (12,90 Euro statt 32,90 Euro) lösen
  • Bessere mobile App benötigt – besonders für Nutzer, die viel unterwegs arbeiten
  • Lagerverwaltung als Add-on nötig (für kleine Händler)
  • Kein DATEV-Steuerberater vorhanden – dann fällt der größte Vorteil von Lexware Office weg

Wann ist Lexware Office die bessere Wahl?

  • Steuerberater arbeitet mit DATEV – DATEVconnect online ist dann unschlagbar
  • Integrierte Lohnabrechnung in einem Tool gewünscht
  • Günstigster Gesamteinstieg für reine Rechnungsersteller (Paket M)
  • Präferenz für die meistverbreitete Lösung bei deutschen Steuerkanzleien

Fazit zum Vergleich: Ohne DATEV-Steuerberater ist sevDesk oft flexibler, besonders wegen des früheren E-Rechnung-Supports. Mit DATEV-Steuerberater hat Lexware Office durch DATEVconnect online einen strukturellen Vorteil, der die Zusammenarbeit spürbar einfacher und günstiger macht.

Lexware Office vs. DATEV – wann lohnt sich der Wechsel?

DATEV ist kein direkter Konkurrent von Lexware Office auf Augenhöhe – DATEV ist primär die Software für Steuerberater, nicht für Unternehmer. Dennoch gibt es Unternehmen, die DATEV Unternehmen online direkt nutzen (mit eigener Lizenz) oder die überlegen, ob eine solche Investition nötig ist.

Was DATEV kann, was Lexware Office nicht kann:

  • Vollständige Bilanzbuchhaltung und Jahresabschluss auch für größere Unternehmen
  • Tiefer integrierte Steuerberatungsfunktionen für Kanzleien
  • Lohnabrechnung für Unternehmen mit weit über 50 Mitarbeitern
  • Komplexere Konzernstrukturen und Mandantenverwaltung
  • Direkter Datenzugriff durch Steuerberater ohne jegliche Umwege

Was für den Wechsel von DATEV zu Lexware Office spricht:

  • DATEV Unternehmen online kostet mehrere hundert Euro monatlich – Lexware Office ab 21,90 Euro
  • DATEV erfordert Schulungen und buchhaltungsseitige Kenntnisse – Lexware Office nicht
  • Unternehmen mit EÜR-Gewinnermittlung und bis zu 20 Mitarbeitern brauchen DATEV selten selbst
  • Steuerberater bekommt via DATEVconnect online vollen Datenzugriff – ohne eigene DATEV-Lizenz des Unternehmers

Der entscheidende Punkt: Lexware Office und DATEV schließen sich nicht aus. Viele Lexware-Office-Nutzer lassen ihren DATEV-Steuerberater weiterhin an ihren Daten arbeiten – die teure eigene DATEV-Lizenz des Unternehmers wird überflüssig. Der Steuerberater behält seine gewohnte DATEV-Umgebung, der Unternehmer gewinnt eine günstigere und einfachere Oberfläche.

Wer sollte auf dem DATEV-eigenen System bleiben?

  • Bilanzierungspflichtige GmbHs mit komplexer Finanzbuchhaltung
  • Unternehmen mit sehr hohem Buchungsvolumen
  • Kanzleien und Steuerberater selbst
  • Konzerne oder Unternehmen mit mehreren Tochtergesellschaften

Für wen lohnt sich Lexware Office?

Die folgende Entscheidungsmatrix fasst zusammen, wer von Lexware Office profitiert und wer besser eine Alternative wählt:

ZielgruppeEmpfehlungEmpfohlenes Paket
Freelancer / Freiberufler ohne MitarbeiterKlar empfohlenPaket L (21,90 Euro)
Kleinunternehmer §19 UStGEmpfohlenPaket M (12,90 Euro)
Selbstständige Handwerker und DienstleisterEmpfohlenPaket L
Kleine GmbH / UG (bis 20 Mitarbeiter)EmpfohlenPaket L oder XL
Unternehmen mit DATEV-SteuerberaterKlare EmpfehlungPaket L
Arbeitgeber mit bis zu 50 MitarbeiternEmpfohlen + LohnmodulPaket L + Add-on
Online-Händler mit LagerverwaltungNicht empfohlenAlternative suchen
Fremdwährungs-UnternehmenNicht empfohlenAndere Software
Bilanzierungspflichtige GmbH (über 500.000 Euro Umsatz)Nicht empfohlenDATEV oder Spezialsoftware
Unternehmen mit EU-Rechnungen ab 2027Nur mit Paket XLPaket XL (32,90 Euro)

Besonders empfehlenswert: Nutzer, deren Steuerberater mit DATEV arbeitet – also die große Mehrheit der deutschen Steuerkanzleien. Hier bietet DATEVconnect online einen strukturellen Vorteil, den kein anderes Buchhaltungstool in dieser Preisklasse repliziert.

Besonders ungeeignet: Wer Rechnungen in anderen Währungen stellt, einen Lagerbestand verwaltet oder bilanzierungspflichtig ist, stößt schnell an harte Grenzen von Lexware Office.

Lexware Office und das passende Geschäftskonto

Lexware Office verbindet sich per Open Banking (PSD2) mit über 2.000 deutschen Banken und Geschäftskonten. Grundsätzlich funktioniert die Anbindung mit jedem deutschen Konto, das Open Banking unterstützt. Besonders reibungslos und vollständig integriert sind jedoch Geschäftskonten mit einer offiziellen API-Schnittstelle zu Lexware Office.

Gut integrierte Geschäftskonten (Stand: Juni 2026):

  • Qonto (direkte API-Integration, automatische Belegzuordnung)
  • FYRST / Deutsche Bank Business
  • Commerzbank Geschäftskonto
  • Finom Business
  • Holvi
  • Penta (jetzt Qonto)

Die Kombination aus einem modernen Geschäftskonto mit API-Anbindung und Lexware Office Paket L bietet für die meisten Selbstständigen eine nahezu vollständig automatisierte digitale Buchhaltung: Kontoauszüge fließen automatisch ein, Belege werden per App fotografiert, Ausgangsrechnungen werden automatisch zugeordnet, und die EÜR erstellt sich fast von selbst.

Wer noch kein Geschäftskonto hat oder wechseln möchte: Auf geschaeftskonto.io findest du aktuelle Tests und Vergleiche aller Anbieter, darunter auch eine spezialisierte Übersicht der Geschäftskonten mit DATEV-Schnittstelle und Buchhaltungsintegration.

Lexware Office Test 2026 – Fazit und Empfehlung

Lexware Office ist 2026 die stärkste Buchhaltungssoftware für Selbstständige und Freelancer, die mit einem DATEV-Steuerberater zusammenarbeiten oder es planen. Die DATEVconnect-online-Schnittstelle ist einzigartig auf dem deutschen Markt: Sie macht die Zusammenarbeit mit der Kanzlei schneller, günstiger und fehlerfreier als jede andere Alternative in dieser Preisklasse.

Für Nutzer ohne DATEV-Steuerberater ist die Entscheidung weniger eindeutig: sevDesk bietet einen früheren E-Rechnung-Support zu niedrigerem Tarif, eine bessere mobile App und ist gut für Nutzer ohne Steuerberater-Anbindung geeignet. Der Unterschied liegt jedoch im Detail – beide Tools sind für die meisten Selbstständigen vollständig ausreichend.

Die Preisstruktur von Lexware Office ist bei Paket M attraktiv und bei Paket L vertretbar. Der Sprung auf Paket XL für E-Rechnungen ist teuer – hier ist sevDesk klar günstiger.

Unser Testurteil: 4,5 von 5 Punkten.

Stärken: DATEV-Anbindung, GoBD-Konformität, Benutzerfreundlichkeit, Lohnabrechnung integriert, breite Bankanbindung.

Schwächen: Preissprung für EÜR und E-Rechnung, schwächere App, fehlende 2FA.

Empfehlung: Mit Paket L starten und die 30-Tage-Testphase vollständig nutzen – besonders die DATEV-Verbindung mit dem eigenen Steuerberater ausprobieren. Wer nach drei Monaten überzeugt ist, profitiert langfristig von der besten DATEV-Integration am deutschen Markt.

Häufige Fragen zu Lexware Office

Was kostet Lexware Office monatlich?

Lexware Office kostet zwischen 7,90 Euro (Paket S) und 32,90 Euro (Paket XL) pro Monat netto zzgl. 19% Mehrwertsteuer. Alle Tarife sind monatlich kündbar, es gibt keine Mindestlaufzeit. Neukunden zahlen in den ersten drei Monaten 50% weniger. Das Lohnabrechnung-Add-on kostet ab 12,90 Euro/Monat extra.

Was ist der Unterschied zwischen Lexware Office und lexoffice?

Es ist dasselbe Produkt. lexoffice wurde 2024 in Lexware Office umbenannt, als die Haufe Group die Software vollständig unter die Lexware-Marke integrierte. Alle Funktionen, Preise und Zugangsdaten blieben unverändert. Bestandskunden wurden automatisch übernommen. Im Alltag werden beide Namen noch verwendet – gemeint ist immer dieselbe Software.

Hat Lexware Office eine DATEV-Schnittstelle?

Ja – Lexware Office bietet mit DATEVconnect online die direkteste DATEV-Integration aller Buchhaltungstools in dieser Preisklasse. DATEV-zertifizierte Steuerberater können direkt auf die Buchungsdaten zugreifen, ohne Export, ohne manuelle Dateübergabe. Die Verbindung wird direkt im Lexware-Office-Dashboard eingerichtet und läuft danach automatisch.

Kann ich Lexware Office kostenlos testen?

Ja. Lexware Office bietet eine 30-tägige Testphase mit vollem XL-Funktionsumfang – ohne Kreditkarte und ohne automatische Abo-Aktivierung. Nach 30 Tagen läuft das Konto aus, wenn kein Tarif gewählt wird. Ideal für einen vollständigen Funktionstest inklusive DATEV-Anbindung.

Welches Paket brauche ich als Freelancer?

Für die meisten Freelancer mit EÜR-Pflicht ist Paket L (21,90 Euro/Monat) die richtige Wahl. Es enthält EÜR, Umsatzsteuervoranmeldung und vollständige Buchhaltungsfunktionen. Kleinunternehmer nach §19 UStG, die keine EÜR selbst erstellen müssen, kommen oft mit Paket M (12,90 Euro) aus. Wer E-Rechnungen senden muss (ab 2027 Pflicht für B2B), benötigt Paket XL.

Ist Lexware Office GoBD-konform?

Ja. Lexware Office erfüllt alle Anforderungen der GoBD (Grundsätze zur ordnungsgemäßigen Führung und Aufbewahrung von Büchern, Aufzeichnungen und Unterlagen in elektronischer Form sowie zum Datenzugriff) und ist offiziell ELSTER-zertifiziert. Belege werden unveränderbar archiviert, alle Buchungsvorgänge sind vollständig und revisionssicher dokumentiert.

Kann ich Rechnungen in Fremdwährungen erstellen?

Nein. Lexware Office unterstützt ausschließlich Rechnungen in Euro. Wer internationale Kunden in anderen Währungen (USD, CHF, GBP etc.) berechnet, benötigt eine andere Software. Das ist eine der klaren Grenzen der Software, die Lexware auf der offiziellen Roadmap bisher nicht adressiert hat.

Welche Bankkonten kann ich mit Lexware Office verbinden?

Lexware Office unterstützt über 2.000 deutsche Banken und Geschäftskonten per Open Banking (PSD2). Das umfasst alle großen Filialbanken (Deutsche Bank, Commerzbank, Sparkassen) sowie moderne Geschäftskonten (Qonto, Finom, Holvi, FYRST). Die Verbindung wird direkt im Dashboard in wenigen Minuten eingerichtet.

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Max Benz hat einen Master of Science-Abschluss in Betriebswirtschaftslehre von der Technischen Universität Dresden und ist Gründer von geschaeftskonto.io, einer Marke der LBC FInance UG. Er hat schon einige Unternehmen gegründet und Geschäftskonten eröffnet. Sein Wissen darüber teilt er auf geschaeftskonto.io.