Max Benz

Geschäftsführer und Gründer

Max Benz hat einen Master of Science-Abschluss in Betriebswirtschaftslehre von der Technischen Universität Dresden und ist Gründer von geschaeftskonto.io, einer Marke der LBC FInance UG. Er hat schon einige Unternehmen gegründet und Geschäftskonten eröffnet. Sein Wissen darüber teilt er auf geschaeftskonto.io.
Aktualisiert April 2026

Geschäftskonto für Startups im Test & Vergleich 2026

Welches Geschäftskonto passt zum Startup? Wir haben zehn Konten für Gründer verglichen, darunter FYRST, Qonto, bunq, Holvi und Revolut. Von kostenlosen Fintechs bis hin zu Filialbanken mit persönlichem Service. Die Vergleichstabelle zeigt aktuelle Konditionen auf einen Blick.

11 Konten geprüft 15.04.2026 letzte Aktualisierung Autor: Max Benz

Direkte Antwort

FYRST BASE ist in diesem Vergleich die stärkste Empfehlung – bewertet mit 4,5/5 Sternen. Praktisch bei Bargeld und Filialbedarf. Die weiteren Plätze zeigen, welche Konten je nach Rechtsform, Buchungsvolumen und Buchhaltungsanforderung besser passen können.

Vergleichstabelle: Geschäftskonto für Startups im Test & Vergleich 2026

Alle Konten nach Gesamtbewertung sortiert. Klick auf ein Konto öffnet die Detailbewertung weiter unten.

# Bank / Konto Unsere Bewertung Grundgebühr / Monat DATEV Unterkonten Geeignet für
1
TESTSIEGER 2026
4,5/5
Praktisch bei Bargeld und Filialbedarf
0,00 € Ja, 5 € pro Monat 6 € pro Unterkonto GmbH & UG Zum Review Anbieter
2
BESTE WAHL 2026
4,1/5
Praktisch bei Bargeld und Filialbedarf
11 € Nein GmbH & UG Zum Review Anbieter
3
EMPFEHLUNG 2026
4,5/5
Stark für GmbH, UG und Teams
54,90 € Ja 1 GmbH & UG Zum Review Anbieter
4
4,1/5
Sinnvoll für DATEV-nahe Buchhaltung
12,90 € Ja GmbH & UG Zum Review Anbieter
5
3,8/5
Stark für GmbH, UG und Teams
23,99 € Ja 25 GmbH & UG Zum Review Anbieter
6
3,8/5
Sinnvoll für DATEV-nahe Buchhaltung
14.90 € Ja GmbH & UG Zum Review Anbieter
7
4,2/5
Sinnvoll für DATEV-nahe Buchhaltung
24,90 EUR Ja 1 Freiberufler Zum Review Anbieter
8
3,9/5
Praktisch bei Bargeld und Filialbedarf
25.00 € Ja, für SEPA-Echtzei - GmbH & UG Zum Review Anbieter
9
3,1/5
Praktisch bei Bargeld und Filialbedarf
10 € - Unbegrenzt GmbH & UG Zum Review Anbieter
10
3,4/5
Stark für GmbH, UG und Teams
69 € Ja, inklusive 15 GmbH & UG Zum Review Anbieter
11
Ethikbank
Ethikbank Geschäftskonto
2,4/5
Praktisch bei Bargeld und Filialbedarf
10,00 € - - GmbH & UG Anbieter

Detaillierte Bewertungen

Stärken, Schwächen und Kerndaten zu jedem Konto auf einen Blick. Erstes Konto ist aufgeklappt.

1 FYRST BASE 4,5/5
Grundgebühr / Monat 0,00 €
Belegl. Buchung 0,19 € nach 50 kostenlosen Buchungen pro Monat
DATEV-Schnittstelle Ja, 5 € pro Monat
Unterkonten 6 € pro Unterkonto
Girocard FYRST Card (Girocard)
Debitkarte FYRST Card Plus (Mastercard Debitkarte)
2 Qonto Basic 4,1/5
Grundgebühr / Monat 11 €
Belegl. Buchung 30/Monat inklusive, danach 0,40 € pro Transaktion
DATEV-Schnittstelle Nein
Unterkonten
Girocard --
Debitkarte One Card (Debit Mastercard Business)
3 Commerzbank PremiumGeschäftskonto Plus 4,5/5
Grundgebühr / Monat 54,90 €
Belegl. Buchung 250 beleglose Buchungen frei pro Monat, ab der 251. Buchung 0,10 € pro Posten
DATEV-Schnittstelle Ja
Unterkonten 1
Girocard Commerzbank Girocard (Debitkarte)
Debitkarte Business Card Premium Debit inklusive
4 Postbank Business Giro 4,1/5
Grundgebühr / Monat 12,90 €
Belegl. Buchung 0,28 €
DATEV-Schnittstelle Ja
Unterkonten
Girocard Postbank Card (V pay)
Debitkarte Postbank Card (V pay)
5 bunq Elite 3,8/5
Grundgebühr / Monat 23,99 €
Belegl. Buchung 0,13 € pro Buchung
DATEV-Schnittstelle Ja
Unterkonten 25
Girocard -
Debitkarte 3 Karten inklusive
6 TARGOBANK Business-Konto Komfort 3,8/5
Grundgebühr / Monat 14.90 €
Belegl. Buchung 30 kostenlose Buchungen, danach 0,15 € pro Buchung
DATEV-Schnittstelle Ja
Unterkonten
Girocard Girocard ohne Kontaktlos-Funktion inklusive, mit Kontaktlos-Funktion 10,00 € / Jahr
Debitkarte Business-Debitkarte (Visa Debit)
7 Deutsche Bank Business ClassicKonto 4,2/5
Grundgebühr / Monat 24,90 EUR
Belegl. Buchung 0,20 EUR
DATEV-Schnittstelle Ja
Unterkonten 1
Girocard 2 kostenlose Girocards
Debitkarte Bis zu 2 Deutsche Bank Cards (Debitkarten) inklusive
8 HypoVereinsbank HVB BusinessKonto 4You 3,9/5
Grundgebühr / Monat 25.00 €
Belegl. Buchung 0.40 €
DATEV-Schnittstelle Ja, für SEPA-Echtzeitüberweisungen über HVB Online Banking oder Mobile Banking App
Unterkonten -
Girocard Girocard
Debitkarte -
9 Revolut Basic 3,1/5
Grundgebühr / Monat 10 €
Belegl. Buchung 10 kostenlose Buchungen, danach 0,20 € pro Buchung
DATEV-Schnittstelle -
Unterkonten Unbegrenzt
Girocard -
Debitkarte Master Debit Card
10 Holvi Business 3,4/5
Grundgebühr / Monat 69 €
Belegl. Buchung Unbegrenzte SEPA-Überweisungen und Lastschriften inklusive.
DATEV-Schnittstelle Ja, inklusive
Unterkonten 15
Girocard keine
Debitkarte 20 virtuelle + 5 klassische Debitkarten
11 Ethikbank Geschäftskonto 2,4/5
Grundgebühr / Monat 10,00 €
Belegl. Buchung 0,16 €
DATEV-Schnittstelle -
Unterkonten -
Girocard girocard
Debitkarte girocard

So haben wir bewertet

Unser Ranking basiert auf öffentlichen Preislisten, Produktseiten, App-Bewertungen und eigener Recherche. Kein Anbieter beeinflusst die Reihenfolge.

  • Kosten vollständig erfassen

    Wir addieren Grundgebühr, Buchungsposten, Kartengebühren und Mindestgebühren – nicht nur die Werbe-Headline.

  • Rechtsform-Eignung prüfen

    Nicht jedes Konto akzeptiert GmbH, UG, GbR oder Einzelunternehmer. Wir dokumentieren das explizit.

  • 🔗
    Buchhaltungs-Integrationen

    DATEV, Lexoffice, Sevdesk: Buchungsanbindungen sind für viele Firmen ein zentrales Auswahlkriterium.

  • 👥
    Team & Unterkonten

    Für GmbHs und wachsende Teams zählen Unterkonten, Rollen und Teamkarten oft mehr als die monatliche Grundgebühr.

Die besten Geschäftskonten für Startups 2026

FYRST

FYRST BASE kostet 0 € pro Monat für Einzelunternehmer und Privatpersonen; Unternehmen zahlen nach sechs Monaten 6 €/Monat. Das COMPLETE-Paket kostet 10 €/Monat. FYRST ist eine Marke der Deutschen Bank Privat- und Firmenkundenbank AG, was sich in der Einlagensicherung und dem Zugang zum Cash Group-Netz niederschlägt.

Für Neugründer interessant: lexoffice ist mit einem FYRST-Konto die ersten sechs Monate kostenlos nutzbar. Die DATEV-Anbindung kostet 5 €/Monat zusätzlich. Im Grundtarif sind 50 Transaktionen pro Monat kostenfrei; weitere Buchungen kosten 0,19 € pro Vorgang.

Qonto

Qonto Basic kostet ab 9 €/Monat bei jährlicher Zahlung (11 €/Monat bei monatlicher Abrechnung) und enthält 30 kostenlose SEPA-Buchungen sowie eine Mastercard Business ohne Aufpreis. Eine deutsche IBAN ist in allen Tarifen inklusive, und eine SCHUFA-Prüfung ist für die Kontoeröffnung nicht notwendig.

Für GmbH-Gründer ist relevant, dass Qonto die Stammkapitaleinzahlung über das Konto unterstützt. Gut zu wissen: 30 Tage kostenlos testen. DATEV ist in allen Tarifen verfügbar. Zusätzliche Buchungen über das Freikontingent hinaus kosten 0,40 € pro Vorgang, was bei hohem Transaktionsvolumen schnell die Gesamtkosten treibt.

Commerzbank

Das KlassikGeschäftskonto der Commerzbank kostet 15,90 €/Monat und enthält 10 kostenlose beleglose Buchungen; weitere Transaktionen kosten 0,20 € pro Vorgang. Eine DATEV-Schnittstelle ist verfügbar. Die Commerzbank bietet Gründern ein strukturiertes Angebot mit reduzierten Gebühren in den ersten zwei Jahren.

Support gibt es über Telefon und Filiale, nicht über Live-Chat. Für Unternehmen mit mehr als 10 Buchungen im Monat sollten die Transaktionskosten in die Gesamtrechnung einbezogen werden. Die Commerzbank eignet sich gut für Gründer, die Wert auf eine etablierte Bankbeziehung legen und perspektivisch Finanzierungsprodukte benötigen könnten.

Postbank

Das Business Giro der Postbank kostet 24,90 €/Monat. Beleglose Buchungen werden mit 0,28 € pro Transaktion berechnet; ein kostenloses Buchungskontingent gibt es nicht. DATEV ist verfügbar, Unterkonten sind nicht vorgesehen.

Die Postbank gehört zur Deutschen Bank Gruppe. Das spiegelt sich im Filialnetz und Serviceangebot. Für Startups mit niedrigem Transaktionsvolumen, die eine Filialbank bevorzugen, ist die Postbank eine solide Option. Bei häufigen Transaktionen sollte man jedoch die Gesamtkosten mit günstigeren Alternativen vergleichen.

bunq

bunq Core kostet 7,99 €/Monat und enthält eine physische sowie digitale Mastercard, bis zu 25 Unterkonten und Mehrbenutzerzugang. Transaktionen kosten ab dem Freikontingent 0,13 € pro Buchung. DATEV ist im Core-Tarif enthalten. Guthaben wird mit 1,05 % p.a. verzinst.

Wichtig zu wissen: bunq ist eine E-Geld-Institution, kein klassisches Kreditinstitut. Das bedeutet, dass keine gesetzliche Einlagensicherung bis 100.000 € greift. Bargeldeinzahlungen sind nicht möglich, ein Dispokredit steht ebenfalls nicht zur Verfügung. Für Startups ohne Bargeldbedarf und ohne DATEV-Anforderungen ist bunq allerdings ein günstiger und funktionsreicher Einstieg.

TARGOBANK

Die TARGOBANK bietet drei Kontomodelle: Business-Konto Plus (9,90 €/Monat, keine inkludierten Buchungen), Business-Konto Komfort (14,90 €/Monat, 30 Buchungen inklusive, danach 0,15 €) und Business-Konto Premium (26,90 €/Monat, 75 Buchungen inklusive, danach 0,10 €). DATEV ist in allen drei Tarifen verfügbar.

Unterkonten bietet die TARGOBANK nicht. Support läuft ausschließlich telefonisch, kein Live-Chat. Für Startups mit überschaubarem Transaktionsvolumen ist das Plus-Modell ein günstiger Einstieg; wer regelmäßig mehr als 30 Buchungen im Monat hat, ist mit dem Komfort-Tarif besser bedient.

Deutsche Bank

Das Business ClassicKonto der Deutschen Bank kostet 24,90 €/Monat, beleglose Buchungen kosten 0,20 € pro Vorgang. DATEV ist nativ integriert. Über das Cash Group-Netz stehen rund 6.000 Geldautomaten kostenfrei zur Verfügung. Support läuft über Telefon und Live-Chat.

Die Deutsche Bank bietet Gründern Zugang zu regionalen Unternehmensberatern, die bei Gründungsfragen, Finanzierungsrunden und Wachstumsplänen unterstützen. Für Gründer, die künftig Kredit- oder Finanzierungsprodukte benötigen, ist eine frühe Bankbeziehung ein praktischer Vorteil.

HypoVereinsbank

Das HVB BusinessKonto 4You kostet 25 €/Monat und enthält 50 kostenlose beleglose Buchungen; weitere Buchungen kosten 0,40 € pro Vorgang. DATEV ist verfügbar. Die Eröffnung ist per VideoIdent oder PostIdent möglich.

Bargeldabhebungen sind am Cash Group-Netz kostenlos, Bargeldeinzahlungen am Automaten kosten 2,50 €. Das Konto eignet sich für Freiberufler, Einzelunternehmen und Kapitalgesellschaften. Für Gründer, die persönliche Beratung und ein breites Filialnetz schätzen, ist die HypoVereinsbank eine solide Filialbankalternative.

Revolut

Revolut Basic ist kostenlos (0 €/Monat) und bietet Zugang zu 24 Währungen ohne versteckte Gebühren sowie kostenlose SEPA Instant-Überweisungen. Das macht Revolut besonders attraktiv für Startups mit internationalem Zahlungsverkehr oder häufigen Auslandsüberweisungen.

Zwei Einschränkungen sind aber entscheidend: Revolut bietet keine DATEV-Anbindung, was die Zusammenarbeit mit dem Steuerberater erschwert. Revolut ist als E-Geld-Institut nicht der klassischen Einlagensicherung bis 100.000 € unterstellt. Für Startups, die DATEV nutzen, eignet sich Revolut daher eher als ergänzendes Zweitkonto für internationale Zahlungen.

Holvi

Holvi Flex ist kostenlos (0 €/Monat) und enthält eine vollwertige deutsche IBAN sowie eine Holvi Business Mastercard. Holvi Lite kostet 9 €/Monat mit 100 inkludierten Buchungen; Holvi Pro kostet 15 €/Monat mit unbegrenzten SEPA-Buchungen. DATEV ist erst ab dem Pro-Tarif verfügbar (3 €/Monat extra über EBICS).

Holvi ist auf Buchhaltung und Belegverwaltung ausgerichtet: Belege scannen, Rechnungen erstellen und Umsatzsteuerübersichten sind direkt in der App integriert. Für Einzelunternehmer und Freiberufler, die ihre Buchhaltung selbst erledigen wollen, ist Holvi ein funktionsreicher Einstieg.

Worauf kommt es an: Auswahlkriterien für Startups

Das richtige Geschäftskonto hängt von Rechtsform, Transaktionsvolumen und Buchhaltungsbedarf ab. Die vier wichtigsten Kriterien sind: Kontoführungsgebühren, Transaktions- und Buchungskosten, Kartenfunktionen sowie Buchhaltungsintegration.

Kontoführungsgebühren

Die monatliche Grundgebühr ist der offensichtlichste Kostenfaktor. Kostenlose Tarife (0 €/Monat) bieten FYRST BASE, bunq Free, Revolut Basic und Holvi Flex. Pakete mit DATEV-Integration und größerem Transaktionsvolumen starten bei 7,99 €/Monat (bunq Core) und 9 €/Monat (Qonto Basic). Filialbanken wie Deutsche Bank, Postbank und HypoVereinsbank liegen im Bereich von 24,90 bis 25 €/Monat.

Transaktionen und Buchungskosten

Kostenlose Grundpakete enthalten in der Regel ein kleines oder kein Buchungskontingent. FYRST BASE enthält 50 kostenlose Buchungen, Qonto Basic 30, das HVB BusinessKonto 4You 50. Danach kostet jede weitere Buchung zwischen 0,13 € (bunq Core) und 0,40 € (Qonto). Wer monatlich viele Überweisungen tätigt, sollte die Gesamtkosten aus Grundgebühr und Transaktionsgebühren vergleichen, nicht nur den Monatspreis.

Karten und Zahlungsfunktionen

Die meisten Konten enthalten eine Debitkarte (Mastercard oder Visa). Eine klassische Girocard bieten nur wenige: FYRST, Commerzbank und Deutsche Bank gehören dazu. Digitale Zahlungsmethoden wie Mobile-Payment sind bei den meisten Neobanken inklusive. Bei internationalen Zahlungen punktet Revolut mit Zugang zu 24 Währungen ohne Aufschlag.

Buchhaltungsintegration

Eine DATEV-Schnittstelle vereinfacht die Zusammenarbeit mit dem Steuerberater erheblich. DATEV ist in Standardtarifen enthalten bei Qonto, TARGOBANK, Commerzbank, Deutsche Bank, HypoVereinsbank und bunq Core. Bei FYRST kostet DATEV 5 €/Monat extra; bei Holvi ist DATEV erst ab dem Pro-Tarif (15 €/Monat) verfügbar. Revolut bietet keine DATEV-Integration. FYRST (lexoffice, sevdesk) und Holvi (integrierte Belegverwaltung) haben jedoch besondere Stärken in der Buchhaltungsunterstützung.

Ist ein Firmenkonto für Start-ups zwingend erforderlich? 

Ob ein Geschäftskonto Pflicht ist, hängt von der Rechtsform ab. Kapitalgesellschaften (GmbH, UG, AG) sind gesetzlich verpflichtet: Das Stammkapital einer GmbH (mindestens 25.000 €) muss vor der Handelsregistereintragung auf einem Geschäftskonto eingezahlt sein, bei einer UG genügt mindestens 1 €. Das ist ohne Frage gesetzliche Voraussetzung. Einzelunternehmer und Freiberufler hingegen sind nicht gesetzlich verpflichtet, ein separates Konto zu führen.

Trotzdem empfiehlt sich ein Geschäftskonto für alle Gründer. Die meisten Banken schließen in ihren AGB die gewerbliche Nutzung von Privatkonten aus. Ein separates Konto vereinfacht die Buchhaltung, vermeidet Probleme mit dem Finanzamt und stärkt die Professionalität gegenüber Investoren und Geschäftspartnern.

Das kostet ein Firmenkonto für Start-ups 

Kostenlose Grundtarife gibt es bei FYRST BASE, bunq Free, Revolut Basic und Holvi Flex (jeweils 0 €/Monat). Pakete mit DATEV und höherem Transaktionsvolumen starten bei 7,99 €/Monat (bunq Core) oder 9 €/Monat (Qonto). Filialbanken liegen bei 15,90 bis 25 €/Monat. Günstiger als Fintechs sind sie eindeutig nicht.

Dazu kommen variable Kosten: Transaktionen über das enthaltene Kontingent hinaus kosten je nach Anbieter zwischen 0,13 € und 0,40 € pro Buchung. Bargeldabhebungen und vor allem Einzahlungen können ebenfalls Gebühren anfallen. Bei Fintechs wie bunq und Revolut sind Bargeldeinzahlungen grundsätzlich nicht möglich.

Firmenkonto-Vergleich - Tipps und Fallen für Startups 

Lass dich nicht allein von einem kostenlosen Grundtarif leiten. Konten ohne monatliche Gebühr haben oft ein enges Buchungskontingent; wer regelmäßig mehr Transaktionen tätigt, zahlt unter dem Strich mehr als bei einem günstigen Pauschalpaket. Ein Beispiel: Qonto Basic kostet 9 €/Monat und enthält 30 Buchungen. Wer monatlich 100 Überweisungen abwickelt, zahlt darüber hinaus 28 € Transaktionskosten, also insgesamt 37 € statt der scheinbar niedrigen 9 €.

Prüfe außerdem, ob das Konto zu deiner Rechtsform passt. Nicht jedes Geschäftskonto akzeptiert GmbH-Gründungen in Gründung (i.G.) für die Stammkapitaleinzahlung. Qonto und FYRST unterstützen das ausdrücklich. Wichtig ist auch die DATEV-Schnittstelle: Wer mit einem Steuerberater zusammenarbeitet, sollte vorab klären, ob das Konto die genutzte Buchhaltungssoftware anbindet.

Intelligente Kontofunktionen für vereinfachte Prozesse im Start-up 

Ein Geschäftskonto mit digitalen Funktionen ersetzt für viele Startups mehrere separate Tools. Die DATEV-Schnittstelle überträgt Kontodaten automatisch an den Steuerberater und reduziert manuelle Buchungsarbeit erheblich. Qonto, TARGOBANK, Commerzbank, Deutsche Bank, HypoVereinsbank und bunq bieten DATEV in ihren Standardtarifen. FYRST liefert DATEV als optionales Add-on für 5 €/Monat.

Viele Konten bieten zudem direkte Integrationen mit Buchhaltungssoftware wie lexoffice, sevdesk oder Lexware. Bei FYRST ist lexoffice für Neugründer die ersten sechs Monate kostenlos nutzbar. Holvi hat eine integrierte Belegverwaltung mit Rechnungsstellung und Umsatzsteuerübersicht direkt in der App. Unterkonten (Subaccounts) zur Trennung von Budgets gibt es bei bunq (bis zu 25 Unterkonten), FYRST und Qonto.

Start-up-Geschäftskonto eröffnen 

Digitale Anbieter wie Qonto, FYRST und Holvi ermöglichen eine vollständige Online-Eröffnung per VideoIdent. Benötigt werden in der Regel ein gültiger Personalausweis, Angaben zur Rechtsform und Geschäftstätigkeit sowie eine Identitätsprüfung per VideoIdent oder PostIdent. Das Konto ist in vielen Fällen innerhalb weniger Stunden nutzbar.

Für GmbH-Gründungen (i.G.) kommen weitere Unterlagen hinzu: der notarielle Gesellschaftsvertrag und der Nachweis über das eingezahlte Stammkapital. Filialbanken wie Deutsche Bank, HypoVereinsbank und Commerzbank bieten alternativ eine persönliche Kontoeröffnung in der Filiale an. Wer später die Bank wechseln möchte, findet bei Qonto und der Deutschen Bank einen kostenlosen Kontowechsel-Service.

Häufig gestellte Fragen und Antworten zum Geschäftskonto für Start-ups 

Wie teuer ist ein Geschäftskonto für Startups?

Kostenlose Grundtarife bieten FYRST BASE, bunq Free, Revolut Basic und Holvi Flex (0 €/Monat). Standardpakete mit DATEV-Integration starten bei 7,99 €/Monat (bunq Core) und 9 €/Monat (Qonto Basic). Transaktionskosten fallen zusätzlich an, sobald das Freikontingent überschritten wird; die Spanne liegt zwischen 0,13 € und 0,40 € pro Buchung je nach Anbieter.

Welches Konto bei Gründung?

Das hängt vor allem von der Rechtsform ab. GmbH-Gründer brauchen ein Konto, das Stammkapitaleinzahlungen für Gesellschaften i.G. akzeptiert; Qonto und FYRST sind dafür gut aufgestellt. Einzelunternehmer und Freiberufler können mit einem kostenlosen Tarif starten und bei wachsendem Bedarf upgraden.

Ist ein Geschäftskonto für Startups kostenlos?

Mehrere Anbieter in unserem Vergleich bieten einen kostenlosen Grundtarif: FYRST BASE, bunq Free, Revolut Basic und Holvi Flex kosten 0 €/Monat. Diese Tarife eignen sich gut bei geringem Transaktionsvolumen. Wer regelmäßig viele Buchungen tätigt oder DATEV nutzen will, fährt mit einem Pauschalpaket oft günstiger.

Benötige ich als Einzelunternehmer ein Geschäftskonto?

Einzelunternehmer sind gesetzlich nicht verpflichtet, ein separates Geschäftskonto zu führen. Empfohlen wird es trotzdem: Die klare Trennung von Privat- und Geschäftsfinanzen vereinfacht die Steuererklärung und schützt bei Betriebsprüfungen. Viele Banken schließen in ihren AGB die gewerbliche Nutzung von Privatkonten aber ohnehin aus.

Wie schnell kann ich ein Geschäftskonto für ein Startup eröffnen?

Digitale Anbieter wie Qonto, FYRST und Holvi ermöglichen eine Online-Eröffnung per VideoIdent, die in vielen Fällen innerhalb weniger Stunden abgeschlossen ist. Das Konto kann direkt nach Freischaltung für Online-Überweisungen genutzt werden. Die physische Karte folgt per Post innerhalb weniger Tage.

Kann ich ein Geschäftskonto ohne SCHUFA-Prüfung eröffnen?

Qonto verzichtet ausdrücklich auf eine SCHUFA-Prüfung bei der Kontoeröffnung. Auch Fintechs wie bunq und Holvi prüfen in der Regel keine SCHUFA. Filialbanken und klassische Direktbanken führen üblicherweise eine Bonitätsprüfung durch, was die Eröffnung für Neugründer erschweren kann.

Was ist der Unterschied zwischen einem Geschäftskonto und einem Privatkonto?

Ein Geschäftskonto ist für die gewerbliche Nutzung ausgelegt und enthält Funktionen wie DATEV-Integration, Rechnungsstellung, Unterkonten und Mehrbenutzerzugang. Ein Privatkonto ist in den AGB der meisten Banken auf private Nutzung beschränkt und bietet keine steuerrelevanten Exportfunktionen. GmbHs und UGs müssen ein Geschäftskonto führen.

Fazit 

Das passende Geschäftskonto hängt von Rechtsform und Transaktionsvolumen ab. Einfache Faustregel: GmbH-Gründer brauchen ein Konto, das Stammkapitaleinzahlungen akzeptiert; Einzelunternehmer können mit einem kostenlosen Tarif starten. Wer DATEV oder eine direkte Buchhaltungsintegration benötigt, sollte das bei der Auswahl priorisieren. Die obige Vergleichstabelle zeigt die aktuellen Konditionen aller zehn Anbieter auf einen Blick.

Häufige Fragen

Welches Geschäftskonto passt am besten zu GmbH oder UG?

Für GmbH und UG sind DATEV-Schnittstelle, Unterkonto-Funktion und Nutzerrollen besonders wichtig. In diesem Vergleich ist FYRST BASE die stärkste Empfehlung für diesen Bedarf.

Wichtig: Nicht alle Neobanken akzeptieren Kapitalgesellschaften. Vor der Eröffnung sollte das direkt beim Anbieter geprüft werden.

Was kostet ein Geschäftskonto für eine GmbH im Durchschnitt?

Die monatliche Grundgebühr liegt je nach Anbieter zwischen 0 € (Neugründungs-Aktionen) und 30–50 € für vollwertige Firmenkonten mit DATEV und Teamzugängen. Hinzu kommen Buchungsposten, Karten und Zusatznutzer.

Braucht eine GmbH zwingend ein separates Geschäftskonto?

Ja. Die GmbH ist eine eigenständige juristische Person. Das Stammkapital muss bei Gründung auf ein Firmenkonto eingezahlt werden, und die Buchhaltung erfordert eine klare Trennung von Privat- und Geschäftsfinanzen. Private Konten dürfen für Kapitalgesellschaften von den meisten Banken nicht genutzt werden.

Ist eine DATEV-Schnittstelle wirklich wichtig?

Wenn der Steuerberater oder die Buchhaltungssoftware DATEV nutzt, spart eine native Anbindung erheblich Zeit beim monatlichen Buchungsexport. Ohne diese Funktion müssen Umsätze manuell exportiert und konvertiert werden – ab einem gewissen Buchungsvolumen ein echtes Auswahlkriterium.

Wie aktuell sind die Angaben in diesem Vergleich?

Dieser Vergleich wurde zuletzt am 15.04.2026 aktualisiert. Preise und Konditionen können sich ändern – wir empfehlen, die aktuellen Konditionen vor Kontoeröffnung direkt beim Anbieter zu prüfen.